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Das Eve’s zieht in die Ortsmitte

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Westerland /

Schon eine ganze Weile wird das Haus Ankerlicht in der Stephanstraße 8  umgebaut – sehr zum Ärger von Carsten Büttcher, der in dem Gebäude mehrere Ferienwohnungen besitzt. Doch nun hat Büttcher von einer weiteren Entwicklung erfahren, die ihm gar nicht gefällt:  „Jetzt entsteht unter dem Baugerüst ein Bordell!“ Dass künftig der Eve’s-Club in dem Wohn- und Ferienhaus residieren soll, hält er für unpassend. „Generell habe ich nichts gegen ein Bordell – aber an so einer prominenten Stelle in Westerland muss es ja nicht sein.“

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Dass Bewohner mit den neuen Nachbarn eventuell nicht ganz glücklich sind, kann Sven Paulsen verstehen. Gemeinsam mit Öger Akün  gehören ihm die Räumlichkeiten, in die das Eve’s demnächst einziehen soll. „Aber man muss klar sagen: Das ist einfach nur ein Nachtclub, den es schon über dreißig Jahre auf der Insel gibt und der umzieht“, sagt Paulsen, „das ist eigentlich nichts Besonderes.“

Offiziell darf in den neuen Räumlichkeiten des Eve’s kein Bordellbetrieb stattfinden, heißt es vom Bauamt der Gemeinde Sylt: „Genehmigt ist dort nur eine Schank- und Speisewirtschaft“, so Bauamtsleiter Martin Seemann.  Bürgermeister Nikolas Häckel, an den sich Büttcher mit seinen Befürchtungen auch gewandt hatte, schreibt auf seiner Homepage: „Seien Sie versichert, dass die Gemeinde Sylt erneut alles unternehmen wird, um einen Bordellbetrieb in der Innenstadt öffentlich-rechtlich zu verhindern.“ Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings kann die Gemeinde kaum etwas unternehmen: „Die derzeit genehmigte Nutzung bietet jedoch aktuell keinen Anlass zum behördlichen Einschreiten“, schreibt der Bürgermeister. Doch die Gemeindeverwaltung werde die Nutzung „gut im Auge behalten“. Außerdem spricht Häckel  wieder das Thema „Sperrbezirksverordnung“ an – eine Maßnahme, mit der die Gemeinde vor gut eineinhalb Jahren versuchte, das geplante „Edel-Bordell“ in der Westerländer Strandstraße zu verhindern. So eine Verordnung müsste allerdings von Kreis und Land abgesegnet werden.

Eve Gablenz, seit 33 Jahren Betreiberin des Eve’s, kann die Aufregung nicht ganz verstehen: Schließlich wäre das neue Eve’s deutlich diskreter gelegen als am derzeitigen Standpunkt an der Norderstraße. „Wir sitzen dort dann doch hinter der Hecke, das fällt kaum auf.“ Ihr Betrieb würde umziehen, weil ihr bisheriges angemietetes Haus an der Norderstraße von außen zu schmuddelig und nicht gerade einladend wirken würde. Auch Gablenz betont, nur eine Schankwirtschaft zu betreiben – allerdings inklusive der freiberuflich arbeitenden „Mädels“, wie sie sagt. „Die gehen mit den Männern dann gegebenenfalls raus, alles andere spielt sich woanders ab“, erklärt die 67-Jährige. Wohin die  Frauen gehen, das führt sie nicht weiter aus. (Quelle SHZ/Sylter Rundschau Friederike Reußner)

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Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. Der SC Norddörfer fegte die FSG Goldebek-Arlewatt II mit 9:0 vom Platz – und das war noch das freundliche Ergebnis. Die Vorzeichen hatten eine andere Sprache gesprochen. Die Gäste waren als Zweiter der Vorsaison und designierter Titelfavorit angereist. Der SCN hingegen hatte im Vorjahr gar nicht gemeldet; in der Saison davor reichte es nur zu einem Platz im unteren Mittelfeld. Was sich in Wenningstedt allerdings verändert hat, ist die personelle Ausgangslage: Das einzige Sylter Frauenteam der Vorsaison, der Meister von Team Sylt, hat seine Meldung zurückgezogen – und ein Teil dieser Meisterinnen läuft jetzt für den SCN auf. Zwei Namen stehen dabei besonders heraus. Laetitia Mikolassek, die bereits für Holstein Kiel und Turbine Potsdam gespielt hat, dort aber immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, und Madlen Glonner, die zuletzt als Torfrau in der Männermannschaft von Team Sylt gehalten hat. Für Goldebek-Arlewatt wurde genau diese Verstärkung zum Problem. Zwei Kontakte, dann der Abschluss Es dauerte 120 Sekunden. Mikolassek traf in der 2. Minute zur Führung, Lis Emma Boysen legte in der 5. nach. Danach lief das Spiel nur noch in eine Richtung. Die Inselnerinnen wirkten frischer, vor allem aber technisch eine Klasse besser: maximal zwei Ballberührungen, schnelle Flügelspielerinnen, saubere Abschlüsse. Die Abwehr des Favoriten kam mit dem Tempo schlicht nicht mit. Besonders Pina Rohde und Mikolassek lasen die Räume gedankenschnell – jeder Fehlpass der Gäste wurde umgehend bestraft. Mikolassek traf in der 10., 15. und 24. Minute zum 5:0-Pausenstand. Dass es zur Halbzeit nicht schon zweistellig stand, war einzig das Verdienst von Gästetorfrau Emmily Kohlmüller, die mit einer Reihe starker Paraden das Debakel in Grenzen hielt. Die Chancenverwertung war denn auch der einzige Punkt, an dem sich der SCN Kritik gefallen lassen muss. Dass eine Spielerin mit Mikolasseks Vita heute in der Kreisklasse aufläuft, hat einen bitteren Grund: Verletzungspech hat sie in Kiel und Potsdam immer wieder zurückgeworfen. Auf Sylt scheint sie ihre Freude am Fußball wiedergefunden zu haben – und die Liga bekommt das gerade zu spüren. Und in den wenigen Momenten, in denen die überforderten Gäste doch einmal vor das Tor kamen, war entweder Glonner zur Stelle oder die enorm agile Nommi Marie Rohde, die hinten alles zumachte. Die zweite Hälfte gehört der Kapitänin Nach dem Seitenwechsel machte Mikolassek in der 55. mit ihrem fünften Treffer das halbe Dutzend voll. Dann übernahm Kapitänin Pina Rohde: 62., 65. und schließlich 82. Minute – Dreierpack, 9:0, Schlusspunkt. Neun Tore, kein Gegentor, keine erkennbare Schwäche. Es ist der erste Spieltag, und trotzdem drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht haben wir an der Sam-Beese-Kampfbahn die designierten Meisterinnen der Kreisklasse Nordfriesland gesehen. Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. 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