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Kalifornische Träume bei gefühlten minus zehn Grad: Das furiose Wingfoil-Opening am Brandenburger Strand

Kalifornische Träume bei gefühlten minus zehn Grad: Das furiose Wingfoil-Opening am Brandenburger Strand
Foto: Redaktion
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Westerland – Wenn auf Sylt das „Summer Opening“ eingeläutet wird, erkennt man den waschechten Insulaner und den sturmerprobten Stammgast traditionell daran, dass die Daunenjacke sicherheitshalber noch bis über beide Ohren zugezogen ist. Saisoneröffnung hin oder her: Die Temperaturen am vergangenen Wochenende waren alles, nur nicht sommerlich. Selbst Chef-Organisator Matthias Regber von Choppy Water musste bibbernd gestehen, noch nie so ein frostiges Event auf der Insel erlebt zu haben. Aber das Gute an uns im Norden ist ja: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur zu wenig Wind. Und Wind gab es reichlich – phasenweise sogar so viel, dass selbst die härtesten Winger kurz schlucken mussten.

Mutter Natur zeigt, wer die Hosen anhat

Der Spagat zwischen sportlicher Höchstleistung und nordfriesischer Realität verlangte den Athleten über vier Tage hinweg alles ab:

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  • Freitag: Kompletter Zwangsstopp. Die Wellen am Brandenburger Strand türmten sich so monumental auf, dass das Meer für die Wingfoiler kurzerhand gesperrt wurde.
  • Samstag: Geduldsspiel im Sand. Erst am Abend, als sich das Wasser zur Niedrigwasserphase brav zurückzog, durften die Fahrer endlich auf die Piste.
  • Sonntag: Action zum Frühstück. Pünktlich zum Finalmorgen beruhigte sich die Nordsee soweit, dass auch die Slalom-Boote zu Wasser gelassen werden konnten – sehr zur Freude der Zuschauer, die bei reichlich spektakulären Stürzen auf der Promenade bestens unterhalten wurden.

Am Ende zog das Team die Wertungen in allen drei Disziplinen – Freestyle, Wave und Slalom – durch. Und die Ergebnisse zeigen: Die Jugend übernimmt hier langsam, aber gewaltig das Ruder.

U15-Dominanz und der Familienbetrieb Voget

Im Freestyle gab es am Eröffnungstag eine echte Ansage: Der U15-Youngster Jonte Boysen zeigte den älteren Semestern mal eben, wo der Hammer hängt, und holte sich den Gesamtsieg vor Jared Wegner. Da wächst anscheinend eine Generation heran, die nach der Schule mit dem Bollerwagen direkt in die Brandung zieht und Schwerkraft für ein optionales Gerücht hält.

Im Slalom am Sonntag hieß der unumstrittene König Pit Hausberg. Er dominierte das Feld nach Belieben und fuhr mit der perfekten Idealpunktzahl von 1,4 den Sieg ein, dicht gefolgt von den beiden U15-Nachwuchskanonen Jonte Boysen und Emil Schacht.

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Beim Waveriding (Wellenreiten) wurde es dann vollends familiär. Der amtierende deutsche Meister Klaas Voget wurde seiner Favoritenrolle bei den Herren absolut gerecht und verwies Hubert Christahl im Finale auf Platz zwei. Und weil ein Podium ohne den Namen Voget an diesem Wochenende wohl unvollständig gewesen wäre, sicherte sich Tebbe Voget in einer hauchdünnen Entscheidung den Sieg bei den U15-Junioren vor Theo Buchwald.

Der Ausblick: Nach den Wingern ist vor den Surfern

Nach vier Tagen voller eisiger Gischt und fliegender Boards sind die Wingfoil-Athleten erst einmal wieder abgezogen. Wer sie vermisst, muss nicht traurig sein: Vom 04. bis 08. August 2026 kehrt die Elite für die offiziellen deutschen Meisterschaften zurück nach Westerland.

Auf der Promenade wird es ab Donnerstag aber erst einmal klassisch: Die Wingfoiler machen Platz für die Urgesteine des Brettsports. Dann schlägt der California Windsurf Cup seine Zelte am Brandenburger Strand auf. Packt also die Thermoskanne ein, setzt die Sonnenbrille auf – wir sehen uns an der Kante!

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Empfehlungen von Taboola. Diese Inhalte stammen nicht von der Sylt1-Redaktion.