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MEISTER! Team Sylt krönt eine Saison der Extraklasse – Schiedsrichte pfeift Partie nach 85. Minuten ab – Alle Bilder – alle Highlights im Video

MEISTER! Team Sylt krönt eine Saison der Extraklasse - Schiedsrichte pfeift Partie nach 85. Minuten ab
Foto: Redaktion
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Rund 150 Zuschauer hatten sich auf der Tribüne versammelt — und was sie in der ersten halbe Stunde zu sehen bekamen, hatte mit Kreisklasse C herzlich wenig zu tun. Zumindest aus Sylter Sicht.

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Ein Paukenschlag von der ersten Sekunde

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Meisterschaftsentscheidung unter Flutlicht - HIGHLIGHTS Team Sylt vs. SG Drelsdorf / Goldebeck 2

Team Sylt ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, wer hier Meister werden wollte. Bereits in der 5. Minute prüfte Abdessamad Jardouge den Gästekeeper — und scheiterte. Keine Minute später hämmerte Amir Ahmadi den Ball an den Pfosten. Das Aluminium rettete die SG Drelsdorf/Goldebek II. Aber nur kurz.

Denn dann kam die 7. Minute.

Mahdi Ahmadi, rund 25 Meter vom Tor entfernt, halblinks, nahm sich ein Herz. Der Abschluss — präzise, wuchtig, unhaltbar — senkte sich unter die Latte. Tor. 1:0. Und wer Mahdi Ahmadi kennt, weiß, was dann kommt: Das Trikot raus, die Arme ausgebreitet, ein unüberhörbares „Siiiiii“ vor der Tribüne. Typisch Ahmadi. Typisch Sylt.

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Die Gäste brauchten bis zur 14. Minute, um erstmals gefährlich zu werden — Jensen schaufelte den Ball jedoch weit über das Gehäuse von Keeper Krah. Keine echte Gefahr. Team Sylt war technisch überlegen, kombinierte sich durch die Reihen der Gäste und erspielte sich eine Chance nach der anderen. In der 30. Minute vergab Amir Ahmadi die große Möglichkeit zur Vorentscheidung — freistehend vor dem Gästetor blieb er ohne Abschluss. Eine dieser Szenen, die einen Abend hätten drehen können.

Mit einem leistungsgerechten 1:0 ging es in die pause.

Zweite Halbzeit: Glanz, Schrecken und Drama

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte. Mahdi Ahmadi ließ seiner Klasse erneut freien Lauf: In der 50. Minute zog er aus rund 20 Metern ab — diesmal unten links in die Ecke. Unhaltbar. 2:0. Meisterschaft zum Greifen nah.

Dann der Schrecken.

Nur vier Minuten später, in der 54. Minute, kam es zum Zusammenprall zwischen Ahmadi und dem Gästetorhüter. Der Sylter Ausnahmespieler, Nummer 7, blieb liegen. Prellung, Schürfwunden — er musste das Feld verlassen. Rund zehn Minuten Unterbrechung. Die Stimmung auf der Tribüne kippte in bange Stille.

Was danach folgte, ließ sich nicht verleugnen: Mit Ahmadi verließ auch der Rhythmus den Platz. Team Sylt verlor den Faden, die Gäste witterten ihre Chance — und wurden belohnt. In der 70. Minute war es ein unglückliches Eigentor, das den Anschlusstreffer zum 2:1 bedeutete. Plötzlich war die Meisterschaft wieder offen. Die SG warf alles nach vorne, die Sylter gerieten ins Wanken.

Was folgte, war eine Schlussphase zum Fingernägelkauen.

Immer wieder stürmten die Drelsdorfer auf das Tor von Marco Krah — ein. Immer wieder hielt die Sylter Defensive stand. Mit Können. Mit Glück. Mit dem unbedingten Willen, diesen Abend nicht herzugeben.

Und dann, fünf Minuten vor Schluss, der Befreiungsschlag: Florian Krah — eingewechselt für den verletzten Ahmadi — lupfte den Ball mit einem feinen Heber über den herausgeeilten Gästekeeper. 3:1. Die Tribüne explodierte.

In der 85. Minute pfiff Schiedsrichter ab — bemerkenswerterweise ohne die rund zehn Minuten Unterbrechung durch die Ahmadi-Verletzung zu berücksichtigen, was für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Ansonsten hatte er eine solide, unauffällige Partie geleitet. Aber die Marschbahn wartet nicht…

Meister. Offiziell. Verdient.

Nach dem Abpfiff folgte der emotionale Höhepunkt des Abends: die offizielle Meisterbriefübergabe. Team Sylt — Meister der Kreisklasse C Nordwest. Der Lohn für eine beeindruckende Saison, die an diesem Abend ihren würdigen Abschluss fand.

Die Feierlichkeiten? Die gingen bis in den Morgen.

Keine Spur von Kreisklasse C. Großes Fußballkino auf der Insel.


Das komplette Spiel gibt es auf dem Sport Life Sylt-Kanal.

Alle Bilder zum Spiel hier von Kornelia Glicner aufgenommen

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Empfehlungen von Taboola. Diese Inhalte stammen nicht von der Sylt1-Redaktion.