Vom 14. bis 25. Mai verwandelt das California Summer Opening den Brandenburger Strand in Westerland zur Bühne für Wingfoiling und Windsurfen auf der Nordsee. Eintritt kostenlos.
Wer glaubt, Sylt im Mai sei noch ruhig, hat den falschen Strand erwischt.
Am Brandenburger Strand in Westerland beginnt vom 14. bis 25. Mai das California Summer Opening — der offizielle Saisonauftakt, bei dem mehrere zehntausend Besucher auf die Promenade kommen und Athleten auf dem Wasser Dinge tun, die das Gehirn kurz verweigert zu verarbeiten.
Zwei Wochenenden. Zwei Sportarten. Einmal Wingfoiling, einmal Windsurfen. Beides auf der Nordsee vor Westerland, wo der Wind keine Rücksicht auf Weltranglistenpositionen nimmt.
Himmelfahrt gehört den Wingfoilern
Vom 14. bis 17. Mai gastieren die besten deutschen Wingfoiler beim California Wingfoil Masters. Wer Wingfoiling noch nicht kennt: Stell dir vor, jemand fliegt auf einem Brett über Wasser, hält dabei etwas zwischen Drachen und Segel in den Händen, und sieht dabei aus als hätte die Physik kurz den Raum verlassen.
Das Prinzip ist schnell erklärt. Ein Foil — eine Tragflügelkonstruktion unter dem Board — hebt den Sportler aus dem Wasser, sobald genug Fahrt da ist. Der Antrieb kommt nicht vom Segel, sondern vom Wing, den die Athleten frei in den Händen halten. Kein Mast, keine Schiene, nichts zwischen ihnen und dem Nordseewind außer Können und Gleichgewicht.
Gefahren werden Freestyle, Wave und Slalom. Im Freestyle und Wave geht es um Spektakel — um Sprünge, Manöver, den Moment in dem man aufhört zu schauen und anfängt zu staunen. Im Slalom geht es um Geschwindigkeit und Positionskämpfe an den Bojen — roher, direkter, manchmal noch schöner anzusehen.
Pfingsten gehört den Windsurfern
Vom 21. bis 25. Mai übernimmt der California Windsurf Cup. Drei Disziplinen, je nach Wind und Wetter: Foiling, Fin Slalom und Waveriding.
Im Foiling gleiten die Surfer auf Tragflügeln über das Wasser — leise, schnell, fast schwebend. Wer das zum ersten Mal sieht, fragt sich unwillkürlich ob da ein Kabel fehlt.
Im Fin Slalom liefern sich die Fahrer Highspeed-Duelle auf engem Kurs. Bojen, Positionskämpfe, der kurze Moment wenn zwei Boards gleichzeitig durch dieselbe Kurve müssen. Das ist der lauteste Teil des Programms — für die Zuschauer.
Das Waveriding gilt als Königsdisziplin und verdient diesen Titel. Hier reiten die Athleten echte Nordseewellen, springen, drehen, landen — oder nicht — und lassen eine Jury sowie ein paar tausend Menschen auf der Promenade entscheiden was zählt. Die erste Wettfahrt jedes Windsurf Cups ist mit tausend Euro dotiert und heißt Großer Preis der LVM Versicherung. Für den Nachwuchs gibt es zusätzlich die LVM Youngster Trophy.
Was sonst noch passiert
Wer nicht surft, steht auf fast 500 Metern Promenade zwischen Marktständen, Catering und einer California Wines Lounge, in der kalifornische Weingüter ausschenken während man auf das Wasser schaut. Das ist eine Kombination die funktioniert.
Täglich um 11 und 16:30 Uhr gibt es kostenlose Yogastunden direkt am Brandenburger Strand. Abends sprechen Topathleten auf der Eventbühne über ihre Welt — was bei Menschen die tagsüber über Wasser geflogen sind erfahrungsgemäß interessant klingt.
An den Wochenenden legen DJ Bvillage und Alexander Wilken mit Saxophon und Live-Sessions auf. Eintritt kostenlos. Für alles.
Der Wind auf dem Brandenburger Strand hat keine Meinung darüber ob Saison ist oder nicht. Die Athleten schon. Und die kommen.
Alle Programminformationen unter windsurfcup.de/events/summer-opening





