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Manche Zahlen scheinen Menschen besonders zu faszinieren. Die 7 gilt vielerorts als Glückszahl, die 13 hingegen hat einen eher zweifelhaften Ruf. Und auch die 21 taucht immer wieder auf. In Spielen, in der Mathematik, in der Musik und an vielen anderen Stellen. Ob dahinter mehr steckt als bloßer Zufall, darüber lässt sich natürlich streiten.
Die Zahl hat sich jedenfalls ihren Platz in der Popkultur gesichert. Und falls die 21 tatsächlich eine besondere Anziehungskraft besitzt, macht sie offenbar nicht einmal vor Sylt Halt, denn je nach Zählweise leben auf der Insel ausgerechnet rund 21.000 Menschen. Warum scheint die 21 also für manche Menschen eine besondere Magie zu haben?
Die 21 und ihre Glücks-Elemente
Die 21 taucht in der Welt der Spiele und Unterhaltung immer wieder auf. Schon beim klassischen Würfel ergibt sich eine kleine Verbindung, denn addiert man die Augen aller sechs Seiten, landet man bei genau 21.
Die Summe aller möglichen Würfelwerte entspricht damit ausgerechnet jener Zahl, die später auch bei verschiedenen Karten- und Glücksspielen eine besondere Rolle spielen sollte. Bereits der historische Blackjack-Vorläufer Siebzehn und Vier, der auch als Einundzwanzig bekannt war, stellte diese Zahl in den Mittelpunkt.
Beim heutigen Blackjack hat sich daran wenig geändert, denn Spieler versuchen, mit ihren Karten möglichst nah an 21 Punkte heranzukommen, ohne diesen Wert zu überschreiten. Wer über 21 landet, verliert die Runde automatisch. Trifft ein Spieler die 21 direkt mit den ersten beiden Karten, spricht man vom sogenannten Blackjack.
Dafür braucht es in der Regel ein Ass und eine Karte mit dem Wert zehn, also etwa eine Zehn, einen Buben, eine Dame oder einen König. Diese Kombination gilt als stärkste mögliche Starthand. Eine Blackjack Tabelle kann Spielern dabei als Orientierung dienen, weil sie zeigt, welche Entscheidung je nach eigener Hand und offener Karte des Dealers statistisch naheliegt.
Die 21 findet sich allerdings nicht nur bei klassischen Spielen wieder. Auch einer der bekanntesten Kartenzaubertricks arbeitet mit genau dieser Zahl. Beim 21 Card Trick werden 21 Karten in drei Reihen ausgelegt, während sich eine Person eine Karte merkt.
Nach mehreren Durchgängen kann der Zauberer die ausgewählte Karte scheinbar sicher bestimmen. Der Effekt wirkt wie Gedankenlesen, basiert aber auf einer festen mathematischen Anordnung der Karten.
Hat die 21 überhaupt irgendeine mathematische Besonderheit?
Wer die 21 bislang vor allem mit Spielen verbindet, stößt in der Mathematik tatsächlich auf einige interessante Eigenschaften. Der bereits erwähnte Zufall mit der 21 beim klassischen Würfel hat sogar einen eigenen mathematischen Hintergrund. Die 21 gehört nämlich zu den sogenannten Dreieckszahlen.
Dabei handelt es sich um Zahlen, die sich als Dreieck aus Punkten darstellen lassen. Ordnet man die Punkte Reihe für Reihe an, entsteht zunächst eine Reihe mit einem Punkt, darunter eine Reihe mit zwei Punkten, dann drei, vier, fünf und schließlich sechs Punkte. Insgesamt ergeben sich daraus genau 21 Punkte.
Noch bekannter ist die Verbindung zur Fibonacci-Folge. Diese Zahlenreihe wurde im Jahr 1202 vom italienischen Mathematiker Leonardo Fibonacci beschrieben und gehört heute zu den bekanntesten Konzepten der Mathematik. Das Prinzip dahinter ist vergleichsweise einfach. Jede neue Zahl entsteht aus der Summe der beiden vorherigen Zahlen.
Aus 1 und 1 wird 2, daraus folgt 3, anschließend 5, 8, 13 und schließlich 21. Besonders interessant ist dabei weniger die 21 selbst als die Zahlenfolge, in der sie auftaucht. Die Fibonacci-Folge beschäftigt Mathematiker seit Jahrhunderten und wird bis heute untersucht. Sie taucht in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft auf und wird immer wieder mit Mustern in der Natur in Verbindung gebracht.
Häufig genannt werden dabei beispielsweise die Anordnung von Sonnenblumenkernen, die Spiralen von Tannenzapfen oder bestimmte Wachstumsstrukturen bei Pflanzen. Ob jede dieser Verbindungen tatsächlich so außergewöhnlich ist, wie es manche Darstellungen vermuten lassen, wird unter Fachleuten durchaus diskutiert.
Unstrittig ist allerdings, dass die Fibonacci-Folge weit über die Mathematik hinaus Bekanntheit erlangt hat. Die 21 ist damit zwar nicht die wichtigste Zahl der Reihe, gehört aber zu einer der berühmtesten Zahlenfolgen überhaupt.
Von Seelengewicht bis zur Antwort auf alles
Die 21 taucht nicht nur in Spielen und der Mathematik auf. Rund um die Zahl haben sich im Laufe der Jahre auch einige kuriose Geschichten und Mythen entwickelt. Am bekanntesten dürfte dabei die sogenannte 21-Gramm-Theorie sein. Ihr Ursprung reicht bis in die frühen 1900er-Jahre zurück.
Der amerikanische Arzt Duncan MacDougall wollte damals herausfinden, ob die menschliche Seele ein messbares Gewicht besitzt. Zu diesem Zweck führte er Versuche mit sterbenden Patienten durch und kam zu dem Schluss, dass der menschliche Körper im Moment des Todes rund 21 Gramm verlieren würde.
Aus seiner Sicht handelte es sich dabei um das Gewicht der Seele. Die Theorie sorgte für Aufmerksamkeit, konnte wissenschaftlich allerdings nie bestätigt werden. Die Zahl verschwand deshalb trotzdem nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein. Im Gegenteil. Bücher, Filme und zahlreiche Medienberichte griffen die Geschichte immer wieder auf.
Bis heute begegnet man der Behauptung regelmäßig, obwohl sie längst widerlegt wurde. Fast noch bekannter ist in der Popkultur allerdings die Zahl 42. Ihren Ruhm verdankt sie dem Science-Fiction-Autor Douglas Adams.
In seinem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ wird ein Supercomputer damit beauftragt, die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest zu berechnen. Nach Millionen von Jahren Rechenzeit lautet das Ergebnis schlicht und überraschend 42. Warum Adams ausgerechnet diese Zahl gewählt hat, darüber wurde anschließend jahrzehntelang spekuliert.
Fans suchten nach mathematischen Erklärungen, versteckten Botschaften und philosophischen Bedeutungen. Der Autor selbst erklärte später mehrfach, dass keine tiefere Symbolik dahinterstecke.
Die 42 entwickelte sich trotzdem zu einer der bekanntesten Zahlen der modernen Popkultur. Interessant ist dabei eine kleine mathematische Verbindung. Die 42 entspricht exakt dem Doppelten der 21. Ob das irgendeine Bedeutung hat, darf jeder selbst entscheiden.
Fest steht lediglich, dass beide Zahlen weit über ihren eigentlichen Zahlenwert hinaus Bekanntheit erlangt haben und bis heute immer wieder in Büchern, Filmen, Diskussionen und kuriosen Theorien auftauchen.
Mehr als nur eine Zahl?
Ob beim Würfel, beim Blackjack, in der Mathematik, bei Kartenzaubertricks oder in kuriosen Popkultur-Mythen. Die 21 taucht an erstaunlich vielen Stellen auf. Manche dieser Verbindungen sind reiner Zufall, andere haben historische oder mathematische Hintergründe.
Vielleicht liegt genau darin der Grund, warum die Zahl bis heute eine gewisse Faszination ausübt. Und falls nicht, bleibt immer noch die Tatsache, dass auf Sylt ausgerechnet rund 21.000 Menschen leben.
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