SYLT NEWS 2026 – Manchmal braucht Entwicklung Zeit, und manchmal liefert sie die perfekte Revanche. Wer sich an den September erinnert, sah damals eine neu formierte Sylter Frauenmannschaft, die sich gegen die SG Langenhorn/Enge-Sande II noch mit 3:5 geschlagen geben musste. Am vergangenen Wochenende folgte die Antwort: Mit einem fulminanten 5:2-Auswärtssieg drehten die Insulanerinnen den Spieß um und grüßen nun als Spitzenreiter von Platz eins der Kreisklasse B.
Es ist die Geschichte einer Mannschaft, die zusammengewachsen ist. Trainer Lars „Luki“ Rohde hat aus talentierten Einzelspielerinnen eine Einheit geformt, die mittlerweile genau weiß, wie man Spiele liest und entscheidet. Zwölf Punkte aus fünf Spielen und ein Torverhältnis von 26:15 sprechen eine deutliche Sprache – hier ist ein Team auf Mission.
Traumstart auf schwerem Geläuf
Trotz strahlendem Sonnenschein war der Platz in Langenhorn eine echte Herausforderung. Der Boden, gezeichnet vom Winter, verlangte den Spielerinnen alles ab. Doch Team Sylt ließ sich nicht beirren und legte los wie die Feuerwehr.
Den Dosenöffner lieferte Madlen Glonner, die nach einer Ecke im Getümmel die Übersicht behielt und zum 1:0 abstaubte. Nur wenig später zeigte das Team, wie blind das Verständnis mittlerweile funktioniert: Laetitia Mikolassek bediente Pauline Stella Krohn mit einer mustergültigen Vorlage – 2:0. Mikolassek selbst krönte ihre Leistung noch vor der Pause mit zwei beeindruckenden Sololäufen und schraubte das Ergebnis auf ein komfortables 4:0.
Souveränität schlägt Comeback-Versuch
Dass man nach einer derart dominanten ersten Hälfte kurz die Spannung verliert, ist menschlich. Langenhorn nutzte die kurzzeitige Unordnung in der Sylter Deckung und kam auf 2:4 heran. Doch wer dachte, die Partie würde noch einmal kippen, hatte die Rechnung ohne das Kollektiv gemacht.
Kapitänin Janna Sophie Rohde beruhigte das Spiel mit gewohnter Souveränität, während Dariia Budurina im Tor den Rückhalt gab, den man für den Sieg brauchte. In der Defensive rührten Mette Schmeling und Allegra Mariella Bodewei Beton an, sodass Langenhorn keine weiteren Lücken fand. Den Schlusspunkt setzte erneut die überragende Laetitia Mikolassek, die mit ihrem dritten Treffer zum 5:2-Endstand alles klar machte.
Der Blick auf den Gipfel
Mit diesem Sieg festigt Team Sylt die Tabellenführung vor dem TSV Stedesand. Auch wenn die Konkurrenz noch Nachholspiele in der Hinterhand hat: Wir sind bereit für den Aufstieg.
Nach einer wohlverdienten Pause geht es am 25. April gegen den TSB Flensburg II weiter, bevor am 30. Mai das absolute Top-Spiel gegen den direkten Verfolger aus Stedesand in Tinnum ansteht. Wenn die Mannschaft diesen Teamgeist beibehält, wird es für jeden Gegner schwer, diese Festung zu stürmen.
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