Sylt News
Good News: Zeitenwende auf der Marschbahn – Neuer ICE L verbindet Berlin und Sylt
Ab Mai 2026 bricht auf der Marschbahn ein neues Zeitalter an. Die Deutsche Bahn führt den neuen ICE L („Low Floor“) ein, der eine direkte und modernisierte Verbindung von der Hauptstadt auf die Insel Sylt bietet. Wie aus den aktuellen Fahrplandaten hervorgeht, wird der neue Zugtyp beispielsweise als ICE 2074 eingesetzt. Eine beispielhafte Verbindung startet um 07:52 Uhr am Bahnhof Berlin Südkreuz und erreicht über Berlin Hauptbahnhof, Hamburg, Itzehoe, Heide, Husum und Niebüll um 13:31 Uhr den Endbahnhof Westerland.

Der Einsatz des ICE L bringt für Passagiere nach Sylt deutliche Komfortgewinne mit sich. Der Zug zeichnet sich durch seinen stufenfreien Einstieg aus, was das Reisen für mobilitätseingeschränkte Personen und Familien mit Kinderwagen erheblich erleichtert. Zudem verfügt die Verbindung über ein Bordrestaurant sowie Fahrradstellplätze, für die eine Reservierungspflicht besteht. Der Fahrplan sieht vorläufig einen Betrieb vom 1. Mai bis zum 12. Dezember 2026 vor.
Die Modernisierung der Flotte hat jedoch Auswirkungen auf den Verkehr zu den Nachbarinseln Föhr und Amrum. Da die neuen ICE-L-Zuggarnituren technisch nicht teilbar sind, kann das bewährte Konzept der Kurswagen nicht fortgeführt werden. Bislang wurden in Niebüll Zugteile abgekoppelt, die direkt weiter zum Fähranleger in Dagebüll fuhren. Diese Direktverbindung entfällt künftig; Reisende mit Ziel Föhr oder Amrum müssen in Niebüll auf den Regionalverkehr umsteigen. Laut aktuellen Informationen soll der neue Zugtyp bis zu viermal täglich auf der Strecke zum Einsatz kommen.




