Von Kopf bis Fuß auf „Neu“ eingestellt: Zwangspause für die große Sporthalle Westerland
Wir Sylter sind ja Kummer gewohnt, wenn es um unsere Bauten geht, aber wir sind auch Meister im „Das-Beste-daraus-machen“. Jetzt heißt es für die Sportfreunde am Schulzentrum erst einmal: Zusammenrücken und improvisieren. Die große Sporthalle (die ehemalige der Gemeinschaftsschule) hat sich nämlich in eine unbefristete Auszeit verabschiedet.
Nach einem großen Gipfeltreffen von Experten, Versicherern und dem Liegenschaftsmanagement stand die Diagnose fest: Der Hallenboden ist schlichtweg am Ende seiner Kräfte. Da hilft kein Wischen und kein Reparieren mehr – der muss komplett raus. Einmal alles neu, bitte.
Wenn schon, denn schon
Doch in jeder Hiobsbotschaft steckt ja bekanntlich eine Chance. Und weil man auf Sylt ungern halbe Sachen macht, dachte man sich im Rathaus wohl: Wenn wir unten schon den Boden aufreißen, können wir uns auch gleich um den „Deckel“ kümmern. Die Zwangspause wird also genutzt, um endlich auch die noch ausstehenden Arbeiten am Dach durchzuziehen. Einmal Generalüberholung von Kopf bis Fuß – damit es danach hoffentlich für die nächsten Jahrzehnte trocken von oben und griffig von unten bleibt.
Wanderzirkus für die Handballer
Leidtragende sind natürlich unsere Schüler und Vereinssportler, die jetzt vor verschlossenen Türen stehen. Besonders unsere Handballer müssen ihren Begriff von „Heimvorteil“ in der nächsten Zeit etwas flexibler auslegen.
Statt in der gewohnten Arena zu harzen, geht es auf kleine Insel-Tournee: Die Heimspiele werden entweder ins „ferne“ Tinnum verlegt oder man kuschelt sich in die Halle des Gymnasiums. Dort ist die Atmosphäre ja bekanntlich eh immer etwas intensiver – jetzt wird es eben noch ein bisschen enger und gemütlicher. Aber echte Sylter Sportler lassen sich davon ja nicht unterkriegen. Ein Heimspiel ist schließlich da, wo die Fans sind, egal welcher Boden unter den Füßen klebt.
Norddeutsche Gelassenheit
Die Inselverwaltung zieht den Hut vor so viel norddeutscher Ruhe. Man bedankt sich ausdrücklich bei den Schulen und Vereinen für das Verständnis und den professionellen Umgang mit der Situation. Kein großes Jammern, sondern Ärmel hochkrempeln – das zeichnet unsere Inselfamilie eben aus.
Wann genau die Halle wieder im neuen Glanz erstrahlt, steht noch in den Sternen. Sobald die Fachfirmen einen Termin nennen, wissen wir mehr. Bis dahin üben wir uns in Geduld und feuern unsere Teams eben in Tinnum oder am Gymnasium an. Hauptsache, der Ball fliegt!
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