Titus Dittmann: Der Skateboardpionier im Northern Light Store auf Sylt
Titus Dittmann, bekannt als „Skateboardpapst“ und „Anstifter“, ist eine Legende in der Skateboardszene. Mit 77 Jahren zeigt der gebürtige Münsteraner keine Anzeichen von Stillstand. Sein Engagement für Kinder und sozial Benachteiligte bleibt ungebrochen – ebenso wie seine Leidenschaft für das Rollbrett, das ihn seit den 1970er Jahren begleitet.
Vom Lehrer zum Unternehmer
In den 1970er Jahren entdeckte Titus Dittmann auf einer Reise in die USA das Skateboarding, das damals nach einer ersten Boomphase einen Rückgang erlebte. Zurück in Deutschland brachte er die Sportart mit einer Mischung aus Leidenschaft und Geschäftssinn voran. Als Lehrer gründete er eine Skateboard-AG, die schließlich den Startschuss für eine beispiellose Karriere gab. 1978 begann er mit dem Verkauf von Skateboards, die er aus den USA importierte. Zwei Jahre später eröffnete er seinen eigenen Skatepark, und 1984 entschied er sich, seinen Lehrerberuf aufzugeben, um sich ganz der Vermarktung des Skateboardings zu widmen.
Innerhalb weniger Jahre baute Dittmann ein Imperium auf: Von der Organisation internationaler Wettbewerbe bis hin zur Gründung einer Einzelhandelskette mit über 30 Läden und einem Versandhandel setzte er Maßstäbe in der Branche. Auch Krisen im Skateboardmarkt meisterte er mit Erfolg und bewies dabei seinen Geschäftssinn und seine unermüdliche Energie.
Engagement über die Grenzen des Sports hinaus
2009 zog sich Titus Dittmann aus dem operativen Geschäft zurück und widmete sich seiner Stiftung Skate-Aid. Mit dieser Initiative unterstützt er weltweit Projekte, die Kindern durch Skateboarding Perspektiven bieten. Sein Einsatz brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter das Bundesverdienstkreuz und Unternehmerpreise. Trotz seines Alters bleibt Dittmann aktiv: Noch heute rollt er auf dem Skateboard und vermittelt Kindern die Faszination des Rollsports.
Seine kritische Haltung gegenüber der Kommerzialisierung des Sports zeigt sich in seinem Rückzug als Präsident der deutschen Longboarder und Skateboarder Anfang der 2010er Jahre – für ihn passte Skateboarding nicht zu Olympia. Stattdessen konzentrierte er sich auf seine ursprüngliche Mission: Kindern Freude und Selbstbewusstsein durch das Skateboarden zu schenken.
Benefizaktion auf Sylt
Vor Kurzem führte Titus Dittmann eine weitere Benefizaktion auf Sylt durch. Im Northern Light Store in der Norderstraße präsentierte er ein außergewöhnliches Skateboard mit vergoldeten Rollen und Achsen. Dieses Unikat wird zugunsten von Skate-Aid versteigert, um weitere Projekte zu finanzieren. Der Store, bekannt für innovative Produktvorstellungen, bot den perfekten Rahmen für diese Aktion. Die Inhaber Michael Hoppe und Michael Gleissner hatten den Kontakt zu Dittmann hergestellt, um das neue Citroën-Konzept „Qui are Sylt“ vorzustellen.
Das Zitat von Titus Dittmann „Suche dir einen Job, der dir Spaß macht, und du wirst nie wieder arbeiten“ beschreibt treffend seine Lebensphilosophie. Mit fast 80 Jahren bleibt er ein Vorbild für Generationen – sowohl auf dem Rollbrett als auch abseits davon. Seine Lebensleistung ist ein beeindruckendes Zeugnis dafür, wie Leidenschaft und Engagement eine ganze Bewegung prägen können.
Mehr aus Sylt News alle Beiträge

Salz, Wind und siebzehn Grad: Das BBZ Sylt schickt die Seele baden
Am 24. September geht es in Westerland mit Gesundheitspädagogin Anja Becker an und in die Nordsee. Kostenlos, mit …

Mark Medlock im Alten Kursaal: „Back into the Sun“ auf der Insel, die er sein Zuhause nennt
Zwei Abende in Westerland, die großen Hits und die neuen Songs – erstmals im Alten Kursaal.

Heute Abend: The Stokes im Alten Kursaal – es gibt noch Karten
Kurzentschlossene kommen noch rein: Das Irish-Folk-Trio spielt um 20 Uhr am Rathausplatz.

Sandgelb trifft Marineblau: Das Amt Insel Sylt hat jetzt ein Gesicht
Ab 2027 sitzen alle fünf Inselgemeinden unter einem Verwaltungsdach. Das Amt Insel Sylt gibt es noch nicht, ein …
