Sylt im Herbst – das bedeutet eigentlich Action, Salzwasser in der Luft und die unvergleichliche Energie des Windsurf World Cups. Doch für Maurice Wieners und sein Team vom Strandhaus by Medusa verwandelte sich das sportliche Highlight im vergangenen Oktober in einen wahrgewordenen Albtraum. Ein Einbruch in ihre Verkaufspagode hinterließ nicht nur eine Lücke im Sortiment, sondern auch einen gewaltigen Schock.
Einbruch im Schutz der Dunkelheit
Es passierte in den frühen Morgenstunden, direkt an der Promenade. Während die Nordsee tobte, drangen Unbekannte mit roher Gewalt in das Zelt ein. Die Bilanz ist bitter: Hunderte hochwertige Cashmere-Stücke, Designer-Mäntel und Outdoor-Kleidung wurden gestohlen.
Doch das ist leider nur die halbe Wahrheit. Inzwischen gibt es zwar Nachrichten von den Ermittlungsbehörden – ein Teil der Ware konnte tatsächlich wiedergefunden werden –, doch ein Aufatmen bleibt aus.
Die bittere Nachricht: Wenn Fundstücke keine Hilfe sind
Wer Maurice Wieners und sein Team kennt, weiß, mit wie viel Liebe zum Detail sie ihre Kollektionen auswählen. Umso schmerzhafter ist die Realität der wiedergefundenen Stücke:
- Witterungsschäden: Durch die aufgeschlitzten Zeltwände drangen Regen und feuchte Nordseeluft ein.
- Schimmel & Verschmutzung: Ein Großteil der Kleidung, die nicht gestohlen wurde, lag im Chaos auf dem Boden. Die Feuchtigkeit hat ihre Spuren hinterlassen – viele der edlen Stoffe sind durch Schimmelbefall oder Abrieb irreparabel beschädigt.
- Laufende Ermittlungen: Auch wenn die Neugier groß ist – zu den Details der Täter oder dem Stand der Polizeiarbeit kann und darf sich das Team aktuell nicht äußern.
Der Gesamtschaden liegt im hohen fünfstelligen Bereich. Ein Schlag in die Magengrube für jeden lokalen Einzelhändler, der mit Herzblut bei der Sache ist.
Jetzt zählt’s: Support your Locals!
In Zeiten von anonymem Online-Shopping sind es Läden wie das Medusa in der Elisabethstraße, die Westerland Charakter verleihen. Maurice Wieners hat trotz des Chaos nicht den Mut verloren. Er lobt die Erfahrung beim World Cup, die tollen Menschen und den Zusammenhalt auf der Insel.
Was wir jetzt tun können? Ganz einfach: Vorbeischauen! Ein lokales Geschäft unterstützt man am besten, indem man dort einkauft, wo die Gesichter hinter dem Tresen noch Nachbarn sind. Lasst uns zeigen, dass Sylt enger zusammenrückt, wenn einer der Unseren Hilfe braucht.
Jeder Hinweis zählt – ob bei der Polizei Sylt oder direkt im Laden.
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