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Sylt News: Mehrweg-Vorbild

In diesem Sylt News Artikel

Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Deutschland die Mehrweg-Pflicht für Take-away-Speisen und -Getränke. Restaurants, Bistros, Cafés und andere gastronomische Betriebe, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, müssen ihren Kunden neben Einwegverpackungen auch Mehrwegverpackungen als Alternative zur Verfügung stellen. Diese Regelung ist Teil des deutschen Verpackungsgesetzes und beruht auf Vorgaben der Europäischen Union zur Verringerung von Einwegkunststoffverpackungen.

Sylt News: Mehrweg – Pflichten für Gastronomiebetriebe

Die Mehrwegangebotspflicht gilt für Betriebe mit einer Verkaufsfläche von über 80 m² und mehr als 5 Beschäftigten. Diese müssen Mehrwegverpackungen im Betrieb vorhalten. Kleinere Unternehmen sind zwar von dieser Pflicht ausgenommen, müssen jedoch gut sichtbar darauf hinweisen, dass mitgebrachte Gefäße der Kunden befüllt werden können.

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Auch Supermärkte mit einem To-Go-Angebot wie Mittagstisch oder Salatbuffet fallen unter die Mehrweg-Pflicht. Lieferdienste müssen ebenfalls Mehrweglösungen anbieten, sofern sie die Speisen selbst zubereiten.

Sylt News: Mehrweg

Sylt News: Mehrweg-Plicht Umsetzung und Kontrolle

Zur einheitlichen Umsetzung der neuen Regelungen veröffentlichte die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) einen Leitfaden für den Vollzug. Viele Unternehmen bieten bereits Mehrwegprodukte an, beispielsweise Kaffeebecher gegen Pfand oder Schalen für Speisen zur Ausleihe.

Sylt News: Mehrweg Plicht – Herausforderungen für die Gastronomie

Neben der Mehrweg-Pflicht sehen sich Gastronomiebetriebe ab 2024 mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 7% auf 19%. Diese Maßnahme, die ursprünglich während der Corona-Pandemie zur Entlastung der Branche eingeführt wurde, läuft zum 31.12.2023 aus.

Laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) planen etwa 90% der gastronomischen Betriebe, die Preise zu erhöhen, um die Mehrkosten nicht alleine tragen zu müssen. Im Durchschnitt wird mit einem Preisanstieg von 14,3% gerechnet. Experten befürchten, dass diese Entwicklung Gäste abschrecken und die ohnehin schon angeschlagene Branche weiter belasten könnte.

Hinzu kommen strukturelle Probleme wie gestiegene Lebensmittel- und Energiekosten sowie der Personalmangel. Zwischen September 2019 und September 2023 hat die Gastronomie fast 7% ihrer Mitarbeiter verloren, oftmals an Berufe mit höheren Gehältern und angenehmeren Arbeitszeiten.

Sylt News: Mehrweg-Plicht – Gastronmie auch hier gefordert

Der Dehoga rechnet damit, dass im Jahr 2023 rund 12.000 Betriebe aufgeben werden. Während der ersten beiden Corona-Jahre mussten bereits fast 30.000 Restaurants und Gaststätten schließen – ein Trend, der sich fortsetzt.

Gastronomen stehen somit vor der Herausforderung, die Mehrweg-Pflicht umzusetzen und gleichzeitig die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung abzufedern. Eine sorgfältige Kalkulation der Preise, die Optimierung von Abläufen und die Suche nach kreativen Lösungen werden entscheidend sein, um in diesem schwierigen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und Gäste weiterhin von einem Besuch zu überzeugen.

Sylt News: Mehrweg-Vorbild

Sylt News: Mehrweg-Plicht – Petition gegen Billigspielzeug verpuffte

Die zwei Sylter Surfer Alex Lenz und Nick Bosch haben eine Petition gestartet, mit der sie ein Verbot von billigen Bodyboards aus Polystyrol am Strand und im Verkauf auf Sylt erreichen wollen. Das Problem mit diesen Boards ist, dass sie sehr schnell kaputtgehen. Dabei reißt der Stoffüberzug und die Styroporfüllung aus Polystyrol gelangt in die Umwelt. Die kleinen Plastikkügelchen verteilen sich am Strand und im Meer, wo sie von Tieren mit Nahrung verwechselt werden.

Das führt dazu, dass viele Seevögel und Fische mit Plastik gefüllten Mägen verenden. Polystyrol verrottet zudem nicht und enthält giftige Stoffe, die bei der Verbrennung freigesetzt werden und sich in der Umwelt anreichern. Lenz und Bosch wollen mit ihrer Petition aber nicht Kindern ihr Spielzeug wegnehmen.

Vielmehr ging es ihnen darum, auf eine vermeidbare Verschmutzung der Meere aufmerksam zu machen. Sie hoffen, dass sich stattdessen z.B. Bellyboards aus Holz als Alternative etablieren. Um ein Verbot der Billig-Bodyboards auf Sylt zu erreichen, haben sie sich 5.000 Unterschriften als Ziel gesetzt.

Damit wollten sie das Thema in die Gemeindevertretung einbringen. Die Sylter Surfschulen unterstützen das Anliegen. Am Ende kamen schon 200 Unterschriften zusammen. Zu wenig für Veränderungen.

Auch zukünftig wird es immer wieder Anstrengungen von Syltern geben, die versuchen ihre Insel vor Umweltverschmutzung zu bewahren. So schwer es auch manchmal fällt, bei all dem Trubel auf der Insel.

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