Sylt. Die Kult-Krimireihe „Nord Nord Mord“ ist untrennbar mit der rauen Schönheit Sylts verbunden. Doch während Kommissar Feldmann, Hinnerk und Ina Behrendsen im Fernsehen Morde lösen, steckt hinter den Kulissen eine immense logistische Meisterleistung. Wir trafen den Motivaufnahmeleiter und Location Scout der Produktion, um uns direkt am Hauptstrand von Westerland ein Bild vom Drehalltag im kalten November zu machen.
🌊 Wenn der Strand zum Tatort wird
Der Hauptstrand ist für viele Sylt-Besucher der Inbegriff von Erholung, doch für das Team von „Nord Nord Mord“ wird er zum komplexen Drehort. Der Motivaufnahmeleiter ist die zentrale Figur, die sicherstellt, dass die Vision des Regisseurs mit den Realitäten der Insel, dem Wetter und den strengen Auflagen in Einklang gebracht wird.
Die Herausforderung im November ist dabei immens: Die Kälte und der oft peitschende Wind fordern nicht nur die Schauspieler, sondern auch das gesamte technische Equipment heraus. Die Aufnahmen am Hauptstrand erfordern präzise Planung, um Lichtverhältnisse und Gezeiten optimal zu nutzen. Bei der Gelegenheit wurden wir gefragt, ob wir nicht jemanden kennen der die Wasserleiche spielen möchte. Die Rolle ist aber dann schnell vergeben worden, wie sich einen Tag später herausstellte.
🗺️ Der Motivaufnahmeleiter: Logistik-Genie und Insel-Vermittler
Die Aufgabe des Motivaufnahmeleiters beginnt lange, bevor die erste Klappe fällt. Als Location Scout ist er dafür verantwortlich, die im Drehbuch geforderten Schauplätze zu finden – vom unheimlichen Reetdachhaus bis zum glamourösen Sylter Hotel. Die Herausforderung dabei: Diese Drehorte müssen nicht nur visuell überzeugen, sondern auch logistisch erreichbar und für das Filmteam nutzbar sein.
Gerade auf Sylt ist die Kooperation mit den lokalen Instanzen entscheidend. Hier zeigt sich die Expertise des Motivaufnahmeleiters: Er ist der Vermittler zwischen der Filmproduktion und den Behörden, dem Insel Sylt Tourismus-Service und den Privatbesitzern. Nur dank dieser engen und oft langjährigen Zusammenarbeit lassen sich Schlüsselstellen – wie die Sperrung einer Straße, die Nutzung öffentlicher Flächen am Strand oder die Simulation polizeilicher Ermittlungen – überhaupt realisieren.
🎭 Authentizität dank Zusammenarbeit
Wie wir bereits thematisiert haben, ist die Authentizität ein hohes Gut. Auch wenn die Polizei kein Mitspracherecht bei den fiktiven Mordfällen hat, ist sie bei der Logistik und der realistischen Darstellung von Einsatzszenen unentbehrlich. Die reibungslose Kooperation mit den Sylter Stellen ist daher nicht nur eine logistische Notwendigkeit, sondern sichert die Glaubwürdigkeit der Serie.
Die Aufnahmen am windigen Hauptstrand von Westerland sind ein eindrückliches Zeugnis für den Aufwand, der betrieben wird, um die beliebte Krimireihe in Szene zu setzen. Sie beweisen: Das Sylter Lebensgefühl und die düstere Krimi-Atmosphäre entstehen nur durch akribische Planung und einen starken Teamgeist, der selbst dem Novemberwind trotzt.
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