Sylt --°C

Wenn Sylter das Chlorwasser zum Kochen bringen – TSV Westerland räumt in Lübeck ab

Wenn Sylter das Chlorwasser zum Kochen bringen – TSV Westerland räumt in Lübeck ab

In diesem Sylt News Artikel

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen wie einen frischen Sylter Austernhappen: Da packen ein paar Schwimmerinnen und Schwimmer vom TSV Westerland ihre Badekappen ein, steigen in den Zug Richtung Festland – und kommen zurück wie eine Wikingerhorde nach erfolgreichem Beutezug. Im Gepäck: Titel, Rekorde, persönliche Bestzeiten und das breite Grinsen von Sportlern, die wissen, dass sie gerade ein ganzes Bundesland ins Staunen versetzt haben.

Anzeige
https://sportautoplus.de

Bei den Meisterschaften des Schleswig-Holsteinischen Schwimmverbandes im Sportbad St. Lorenz in Lübeck traten über 300 Schwimmer aus 27 Vereinen an. Die Konkurrenz also durchaus vorhanden. Und mittendrin: die Delegation vom äußersten Rand der Republik, von einer Insel, auf der manche Leute immer noch glauben, die größte sportliche Herausforderung bestehe darin, bei Windstärke 8 das Fahrrad geradeaus zu lenken. Falsch gedacht. Sowas von falsch gedacht.

Anzeige
slow baking anzeige

Lennart Guetari: Der Jahrgangsmeister, den man einfach nicht stoppen kann

Wenn Lennart Guetari ins Becken springt, dann ist das kein Schwimmen – das ist eine Ansage. Der Jahrgang-2011er präsentierte sich in Lübeck in einer Form, die man nur als „absolut furchteinflößend für die Konkurrenz“ bezeichnen kann. Fünf Finalteilnahmen, dreimal Gold, einmal Silber. Man muss sich das mal reinziehen: Über 50 Meter Schmetterling knallte er eine 00:27,71 in die Anzeigentafel. Über 50 Meter Brust? 00:34,04 Minuten. Über 100 Meter Schmetterling? 1:03,24 Minuten. Jeweils mit Vereinsrekord, versteht sich – als wäre das normal, als würde man halt so nebenbei die Geschichtsbücher des TSV Westerland umschreiben.

Über 50 Meter Rücken sicherte sich Lennart ebenfalls einen Vereinsrekord in 00:30,77 Minuten und belegte Platz zwei in der Gesamtwertung. Besonders bemerkenswert – und hier wird’s fast schon ein bisschen unverschämt: Er steigerte sich in nahezu jedem Rennen vom Vorlauf bis zum Finale. Während andere Schwimmer im Finale die Nerven verlieren wie Touristen bei der Fährpreiserhöhung, dreht Lennart erst richtig auf.

Auf den längeren Strecken der offenen Wertung landete er ausschließlich auf Platz 1 und 2 seines Jahrgangs und holte noch locker drei Vereinsrekorde über 400 und 200 Meter Freistil sowie 200 Lagen drauf. Der mehrfache SHSV-Jahrgangsmeister war schlicht und ergreifend nicht zu bremsen. Wie der Weststurm an der Roten Kliff-Kante – kommt, sieht, fegt alles weg.

Johanna Gerlach: Die Überraschung, die eigentlich keine mehr sein sollte

Für eine der ganz großen Überraschungen sorgte Johanna Gerlach – wobei, wenn man ehrlich ist, sollte man bei dieser jungen Frau langsam aufhören, von „Überraschung“ zu sprechen. Das ist keine Überraschung mehr. Das ist ein Muster. Das ist Können.

Johanna qualifizierte sich gleich für fünf Finals auf ganzer Linie. Über 50 Meter Rücken donnerte sie in starken 00:33,83 Minuten zur Bronzemedaille – und stellte dabei einen Vereinsrekord auf, als wäre das eine Pflichtübung. Noch eindrucksvoller der Weg zur Jahrgangsmeisterin 2012 über 50 Meter Schmetterling: 00:30,90 Minuten, Platz zwei insgesamt, und das mit über einer Sekunde Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Sie verbesserte dabei ihr Vorjahresergebnis um fast zwei Sekunden und holte sich ihren ersten Kreisjugendrekord – eine tolle Steigerung, die zeigt, dass hier jemand auf dem allerbesten Weg nach oben ist.

Auch über 50 Meter Freistil schwamm „Hanni“ in persönlicher Bestzeit von 00:29,82 Minuten auf einen hervorragenden vierten Platz. Nur wenige Hundertstel trennten sie von Bronze. Bei dieser Frau hat man das Gefühl: Das nächste Mal reicht’s. Und das übernächste Mal auch. Und dann wird’s richtig interessant.

Leni Klukas: Das Comeback, auf das alle gewartet haben

Jetzt wird’s emotional, meine Damen und Herren. Leni Klukas ist zurück. Nach einer überstandenen Knieverletzung – und wer jemals eine Knieverletzung hatte, weiß, wie sich das anfühlt, nicht nur körperlich, sondern im Kopf – meldete sich Leni auf eine Art zurück, die man nur als „Statement“ bezeichnen kann.

Mit einem Vereinsrekord über 200 Meter Schmetterling in 3:00,58 Minuten sicherte sie sich den Titel der Jahrgangsmeisterin in dieser Disziplin und Strecke. Leni nahm an sechs Vorläufen teil, und in persönlicher Bestzeit absolvierte sie dabei die 100 Meter Freistil in 1:06,88 Minuten, 100 Meter Schmetterling in 1:20,02 und 50 Meter Freistil in 00:29,45 – starke Leistung. Punkt. Ausrufezeichen. Und noch ein Ausrufezeichen.

Man darf nicht vergessen: Diese Athletin kam aus einer Verletzungspause zurück. Kein Mitleid – Leni braucht keins. Aber Respekt. Einen ganzen Ozean voll Respekt.

Vasilisa Khramkov: Knapp am Podium vorbei, aber mit einem Lächeln, das Bronze wert ist

Vasilisa Khramkov, Jahrgang 2012, lieferte eines dieser Turniere ab, bei denen man als Zuschauer zwischen Begeisterung und Mitleid hin- und hergerissen wird. Zwei Finalteilnahmen – stark. Über 100 Meter Rücken verpasste sie in 1:15,63 Minuten nur ganz knapp eine Medaille, landete auf Platz 4. Die berüchtigte „undankbare Vier“. Über 50 Meter Rücken belegte „Vasi“ im Finale in schnellen 00:35,42 Sekunden den sechsten Rang – und erzielte dann noch den Durchbruch zur Medaille: In ihrer Paradedisziplin 200 Meter Brust erkämpfte sie sich Silber in starken 3:20,78 Minuten.

Bei Vasilisa darf man sich von dem einen oder anderen knappen Ergebnis nicht täuschen lassen. Diese junge Schwimmerin sammelt gerade Erfahrung wie andere Leute Muscheln am Strand von Kampen – und irgendwann wird die Sammlung so wertvoll, dass alle neidisch gucken.

Tilda Thieleben: Sieben Bestzeiten in neun Starts – die Formkurve zeigt steil nach oben

Man muss sich das nochmal klarmachen: Tilda Thieleben, Altersklasse 13, trat neunmal an. Und bei sieben dieser neun Starts knackte sie ihre persönliche Bestzeit. Sieben von neun! Das ist eine Quote, bei der selbst die statistikverliebten Kollegen von der Sportredaktion feuchte Augen bekommen.

Sie platzierte sich im oberen Drittel, schwamm 200 Meter Schmetterling in 3:11,67 Minuten, landete auf Platz 4 – und verpasste damit nur knapp das Podium. Über 400 Meter Freistil spulte Tilda in schnellen 5:18,83 Minuten ihre Bahnen runter und sagte sich: Was hinter mir liegt, bleibt hinter mir. Was vor mir liegt, hole ich mir.

Mit konstanten Zwischenzeiten zeigte Tilda, dass auch als Triathletin unterwegs ist, was ihr eine besondere Ausdauerstärke verleiht. Die Mischung aus Schwimmen und Triathlon – auf Sylt wahrscheinlich so natürlich wie Sand und Salzwasser.

Haley-Moreen Kusch: Vereinsrekorde trotz Verletzungspause – geht’s noch?

Auch Haley-Moreen Kusch, Jahrgang 2007, bewies, dass eine Verletzungspause sie nicht bremsen kann. Im Gegenteil. Sie kam zurück und hämmerte drei persönliche Bestzeiten und zwei Vereinsrekorde ins Wasser: Über 100 Meter Rücken in 1:14,31 Minuten und 200 Meter Rücken in 2:43,49 Minuten. Platz 13 in der offenen Wertung – respektabel.

Chiara Ruge, Jahrgang 2008, komplettierte das Team und zeigte mit ihrer Vorlauf-Teilnahme über 50 Meter Brust in 00:41,49 Minuten ebenfalls eine gute Leistung.

Der Nachwuchs: Paul Steinmetz und Greta Schöwing schreiben ihre eigene Geschichte

Im schwimmerischen Mehrkampf der Jahrgänge 2016 gingen die Jüngsten des TSV Westerland an den Start – Greta Schöwing und Paul Steinmetz, jeweils viermal am Start. Die Addition der Punkte machte es spannend: Paul sicherte sich mit sensationellen 932 Punkten eine Goldmedaille, dabei schwamm er auf allen Strecken persönliche Bestzeiten. Unter 200 Meter Lagen in 3:14,67 Minuten und 100 Meter Freistil in 1:17,64 Minuten – ein fantastisches Ergebnis und eine große Motivationsspritze für den jungen Sylter Schwimmer.

Greta belegte als jüngste Schwimmerin mit 457 Punkten einen guten neunten Platz und erzielte ebenfalls persönliche Bestzeiten. Beide holten sich starke Eindrücke von diesem großen Wettbewerb – und wenn man so will: Das Festland hat jetzt schon mal die Namen gehört. Merken sollte man sich die sowieso.

Paul Steinmetz und die Altersklassen-Könige

Paul Steinmetz schwamm sich zudem mit jeweils Vorlauf und Finale in den Altersklassen AK 11 bei den Herren ins Rampenlicht. Dort gab es das „SHSV Jugendfinale“ der Altersklassen: weiblich 13-14 und männlich 13-15. Weiterhin ermittelte man den schwimmerischen Mehrkampf der AK 10-12 Jahrgangssieger. Der Junge ist zehn Jahre alt und schwimmt, als hätte ihm jemand gesagt, dass es auf der Insel Nachtisch nur für Goldmedaillengewinner gibt.

Die Bilanz: 38 Bestzeiten, 14 Vereinsrekorde – und ein Coach, der sich die Hände reibt

Lassen wir die Zahlen sprechen, denn sie sind beredt genug: 38 persönliche Bestzeiten, 14 Vereinsrekorde sowie elf Finalteilnahmen. Das sind keine Zahlen – das ist eine Kampfansage. An die gesamte Schwimmlandschaft Schleswig-Holsteins.

Der TSV Westerland reiste unter der Leitung von Cheftrainer Dirk Hübler mit neun Sportlern an – von erfahrenen Leistungsträgern bis hin zu vielversprechenden Nachwuchstalenten. Die Jugendvertretung im Überblick: Lennart Guetari (AK 15), Johanna Gerlach, Vasilisa Khramkov (beide AK 14), Tilda Thieleben (AK 13), für den Erwachsenenbereich: Haley-Moreen Kusch (Jahrgang 2007), Chiara Ruge (2008), Leni Klukas (AK 15) sowie im schwimmerischen Mehrkampf: Greta Schöwing und Paul Steinmetz (beide AK 10).

Blick nach vorn: Norddeutsche Meisterschaften im Visier

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt dem Team nicht. Die Norddeutschen Meisterschaften am 24. und 25. April sind bereits das nächste große Ziel. Mit einem geplanten Trainingslager über Ostern und der bewährten Trainingsstruktur unter Chefcoach Dirk Hübler und Bastian Guetari sind die Syltschwimmer bestens vorbereitet, um auch dort an die Erfolge anzuknüpfen.

Und seien wir mal ehrlich: Wenn eine Handvoll Insulaner aus Westerland regelmäßig das Festland aufmischt, dann ist das nicht nur Sport. Dann ist das eine Haltung. Eine Haltung, die sagt: Wir sind von Sylt. Wir trainieren bei Wind und Wetter. Wir schwimmen schneller als euer WLAN. Und wir kommen wieder.

Immer.

Moin und Chapeau, TSV Westerland. Lübeck wird sich erinnern.

Die aktuelle Wochenshow

Jede Woche neu: Wir präsentieren Ihnen die wichtigsten News, exklusive Einblicke und die schönsten Momente von Sylt. Werden Sie Teil unserer Sendung!

Facebook

Sylt News

Bühne frei für echte Sylter Talente: Der Henner-Krogh-Förderpreis feiert 40. Jubiläum! Bühne frei für echte Sylter Talente: Der Henner-Krogh-Förderpreis feiert 40. Jubiläum!
Sylt News2 Stunden ago

Bühne frei für echte Sylter Talente: Der Henner-Krogh-Förderpreis feiert 40. Jubiläum!

Merken Es ist wieder so weit: Das musikalische Herz unserer Insel schlägt schneller! Wer ein Instrument spielt, leidenschaftlich gerne singt...

Rekorde, Tränen und ein Abschied für die Geschichtsbücher: Die perfekte Saison der C-Mädchen von Team Sylt Rekorde, Tränen und ein Abschied für die Geschichtsbücher: Die perfekte Saison der C-Mädchen von Team Sylt
Sylt News4 Stunden ago

Rekorde, Tränen und ein Abschied für die Geschichtsbücher: Die perfekte Saison der C-Mädchen von Team Sylt

Merken Es sind Zahlen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: 119 geschossene Tore, nur 7 Gegentreffer und...

Exklusive Fotoshootings in Kampen: Bitte lächeln (und abbremsen)! Exklusive Fotoshootings in Kampen: Bitte lächeln (und abbremsen)!
Sylt News4 Stunden ago

Exklusive Fotoshootings in Kampen: Bitte lächeln (und abbremsen)!

Merken Liebe Autofahrer, wer heute in Kampen gesehen werden möchte, bekommt aktuell gleich von mehreren Seiten die Gelegenheit für ein...

Sylt, Sommer, Sonne, Porsche - Petro Surf 2026 Sylt, Sommer, Sonne, Porsche - Petro Surf 2026
Sylt News4 Stunden ago

Sylt, Sommer, Sonne, Porsche – Petro Surf 2026

Merken Drei Tage Sonne, Wind und Meer. Wenn luftgekühlte Legenden auf die rauen Nordseewellen treffen, dann weiß die Insel: Es...

Großeinsatz am Hauptstrand in Westerland: Suche nach unbekannter Person Großeinsatz am Hauptstrand in Westerland: Suche nach unbekannter Person
Sylt News9 Stunden ago

Großeinsatz am Hauptstrand in Westerland: Suche nach unbekannter Person

Merken Aktuell läuft am Hauptstrand in Westerland ein groß angelegter Such- und Rettungseinsatz. Auslöser für die Maßnahmen ist der Fund...

Sylter Bank: Ein Sommermärchen für den Sylter Schulhof Sylter Bank: Ein Sommermärchen für den Sylter Schulhof
Sylt News9 Stunden ago

Sylter Bank: Ein Sommermärchen für den Sylter Schulhof

Merken Pünktlich zum großen Fußballfieber, das gerade durchs ganze Land schwappt, kullert das runde Leder nun auch freudig über den...

Marschbahn mit Ausfällen und Verspätungen. Marschbahn mit Ausfällen und Verspätungen.
Sylt News24 Stunden ago

Der Fahrplan als philosophisches Konzept: Neun Tage im Überlebenscamp Marschbahn

Merken Es gibt unverrückbare Konstanten im Universum: Die Schwerkraft, die Lichtgeschwindigkeit – und die Tatsache, dass der Fahrplan der Deutschen...

Sylter Filmpremiere in der Kinowelt Westerland: „Saving Spoonie“ – Ein kleiner Vogel schreibt große Naturschutz-Geschichte Was haben die fernen Küsten Chinas und unser heimisches Wattenmeer vor Sylt gemeinsam? Beide sind lebenswichtige Gebiete für Zugvögel. Genau hier setzt ein faszinierender Dokumentarfilm an, der nun auf Sylt Premiere feiert: „Saving Spoonie“. Die Naturschutzverbände der Insel Sylt (darunter die Sölring Foriining, der Verein Jordsand, der NABU und die Schutzstation Wattenmeer) laden alle Naturfreunde herzlich zu diesem besonderen Kinoabend ein. Der Kampf um den Löffelstrandläufer Während bei uns im Wattenmeer jährlich Millionen Alpenstrandläufer, Knutts und andere Watvögel rasten, kämpft am anderen Ende der Welt ein kleiner Verwandter ums nackte Überleben: der Löffelstrandläufer, liebevoll „Spoonie“ genannt. Der Film begleitet den Biologen Christoph Zöckler und ein engagiertes, internationales Team von Naturschützern bei ihrem Einsatz für eine der seltensten Watvogelarten der Erde. Die cineastische Reise führt von den Brutgebieten im russischen Kamtschatka entlang der ostasiatisch-australischen Zugroute bis in die Überwinterungsgebiete nach Südostasien. Dabei liefert die Dokumentation nicht nur beeindruckende Naturaufnahmen, sondern erzählt auch eine starke Geschichte über internationale Zusammenarbeit, Ausdauer und die Hoffnung, dass aktiver Naturschutz wirklich einen Unterschied machen kann. Globale Aufgabe mit direktem Sylt-Bezug Auch wenn sich der Löffelstrandläufer wohl nie nach Sylt verirren wird, ist die Botschaft des Films für unsere Insel hochaktuell. Weltweit sind Zugvögel zwingend darauf angewiesen, dass ihre Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete intakt bleiben. Das schleswig-holsteinische Wattenmeer ist als UNESCO-Weltnaturerbe ein absolut unverzichtbarer Rastplatz für Millionen von Küsten- und Watvögeln auf dem ostatlantischen Zugweg. Gleichzeitig bieten die Strände und Salzwiesen auf Sylt wichtige Brutgebiete für viele bedrohte Arten. Der Film macht deutlich: Der Einsatz für den Schutz von Zugvögeln lohnt sich überall auf der Welt – und er beginnt direkt vor unserer eigenen Haustür. Alle Infos zur Filmpremiere auf einen Blick: Datum: 30. Juni 2026 Uhrzeit: 19:30 Uhr Ort: Kinowelt Westerland Einladende: Naturschutzverbände der Insel Sylt Sylter Filmpremiere in der Kinowelt Westerland: „Saving Spoonie“ – Ein kleiner Vogel schreibt große Naturschutz-Geschichte Was haben die fernen Küsten Chinas und unser heimisches Wattenmeer vor Sylt gemeinsam? Beide sind lebenswichtige Gebiete für Zugvögel. Genau hier setzt ein faszinierender Dokumentarfilm an, der nun auf Sylt Premiere feiert: „Saving Spoonie“. Die Naturschutzverbände der Insel Sylt (darunter die Sölring Foriining, der Verein Jordsand, der NABU und die Schutzstation Wattenmeer) laden alle Naturfreunde herzlich zu diesem besonderen Kinoabend ein. Der Kampf um den Löffelstrandläufer Während bei uns im Wattenmeer jährlich Millionen Alpenstrandläufer, Knutts und andere Watvögel rasten, kämpft am anderen Ende der Welt ein kleiner Verwandter ums nackte Überleben: der Löffelstrandläufer, liebevoll „Spoonie“ genannt. Der Film begleitet den Biologen Christoph Zöckler und ein engagiertes, internationales Team von Naturschützern bei ihrem Einsatz für eine der seltensten Watvogelarten der Erde. Die cineastische Reise führt von den Brutgebieten im russischen Kamtschatka entlang der ostasiatisch-australischen Zugroute bis in die Überwinterungsgebiete nach Südostasien. Dabei liefert die Dokumentation nicht nur beeindruckende Naturaufnahmen, sondern erzählt auch eine starke Geschichte über internationale Zusammenarbeit, Ausdauer und die Hoffnung, dass aktiver Naturschutz wirklich einen Unterschied machen kann. Globale Aufgabe mit direktem Sylt-Bezug Auch wenn sich der Löffelstrandläufer wohl nie nach Sylt verirren wird, ist die Botschaft des Films für unsere Insel hochaktuell. Weltweit sind Zugvögel zwingend darauf angewiesen, dass ihre Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete intakt bleiben. Das schleswig-holsteinische Wattenmeer ist als UNESCO-Weltnaturerbe ein absolut unverzichtbarer Rastplatz für Millionen von Küsten- und Watvögeln auf dem ostatlantischen Zugweg. Gleichzeitig bieten die Strände und Salzwiesen auf Sylt wichtige Brutgebiete für viele bedrohte Arten. Der Film macht deutlich: Der Einsatz für den Schutz von Zugvögeln lohnt sich überall auf der Welt – und er beginnt direkt vor unserer eigenen Haustür. Alle Infos zur Filmpremiere auf einen Blick: Datum: 30. Juni 2026 Uhrzeit: 19:30 Uhr Ort: Kinowelt Westerland Einladende: Naturschutzverbände der Insel Sylt
Sylt News1 Tag ago

Sylter Filmpremiere in der Kinowelt Westerland: „Saving Spoonie“ – Ein kleiner Vogel schreibt große Naturschutz-Geschichte

Merken Was haben die fernen Küsten Chinas und unser heimisches Wattenmeer vor Sylt gemeinsam? Beide sind lebenswichtige Gebiete für Zugvögel....

Der letzte Stopp vor der Insel: Nahkauf Klanxbüll feiert strahlende Neueröffnung Der letzte Stopp vor der Insel: Nahkauf Klanxbüll feiert strahlende Neueröffnung
Sylt News1 Tag ago

Der letzte Stopp vor der Insel: Nahkauf Klanxbüll feiert strahlende Neueröffnung

Merken Acht Wochen lang glich der Nahkauf in Klanxbüll einer Großbaustelle, eingekauft wurde pragmatisch im Zelt. Doch das Warten hat...

Oranje boven in Hörnum: Warum die neue Leuchtturm Lounge alles frittiert – außer die gute Laune Oranje boven in Hörnum: Warum die neue Leuchtturm Lounge alles frittiert – außer die gute Laune
Sylt News2 Tagen ago

Oranje boven in Hörnum: Warum die neue Leuchtturm Lounge alles frittiert – außer die gute Laune

Merken Hörnum ist immer für eine Überraschung gut. Wo sonst der stete Westwind den Sand über die Dünen peitscht, weht...

Das neue Sylt-Buch: Söl. Ich.

Von Alex Lenz · Ein Geständnis der Insel Sylt · 19,90 €

Jetzt bestellen im Sylt1 Shop

[audio_sylt]
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner