Sylt arbeitet an Tourismusstrategie: 759 Menschen bringen sich ein
Die erste Phase der Bürgerbeteiligung zur neuen Tourismusstrategie für Sylt ist abgeschlossen. Mit dem Ende der öffentlichen Online-Beteiligung am vergangenen Wochenende zogen die Verantwortlichen eine erste Bilanz – und die fällt positiv aus.
Insgesamt 759 Menschen haben sich an der Online-Umfrage beteiligt und ihre Ideen und Erfahrungen zur künftigen touristischen Entwicklung der Insel geteilt. Darunter waren 337 Urlauberinnen und Urlauber, 299 Einheimische, 97 Zweitwohnungsbesitzer und 26 Pendler.
Schon vorher hatten Gemeindevertreter sowie Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung, Naturschutz und Kultur eine sogenannte Themenlandkarte erarbeitet. Diese bündelt in 13 Themenfeldern die zentralen Fragen rund um den Tourismus auf Sylt und bildet die Grundlage für die zweite Beteiligungsphase.
„Die hohe Beteiligung zeigt, dass viele Menschen die Zukunft Sylts aktiv mitgestalten möchten“, sagt Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH. Besonders erfreulich sei, dass viele Teilnehmende sehr differenzierte Sichtweisen und konkrete Ideen eingebracht hätten.
Mobilität bewegt die Menschen am meisten
Eine erste Auswertung zeigt: Vor allem Fragen rund um Mobilität und Erreichbarkeit beschäftigen die Menschen – sowohl Einheimische als auch alle übrigen Gruppen. Dieses Themenfeld erhielt die meisten Kommentare. Daneben spielen auch Wohnraum, die Gestaltung touristischer Angebote sowie die künftige Positionierung der Insel eine wichtige Rolle.
Auffällig ist dabei: Zwar bewegen viele Teilnehmende dieselben Themen, doch die Erwartungen an deren konkrete Umsetzung gehen je nach Perspektive teils deutlich auseinander.
„Als Nächstes werden die Sichtweisen aus den weiteren Orts- und Fokusgruppen aufgenommen, und dann gilt es, all das zu diskutieren, zu vertiefen und daraus konkrete Empfehlungen abzuleiten“, sagt Henning Sieverts, Co-Sprecher der Tourismusstrategie-Kerngruppe.
Zweite Phase hat begonnen
Mit dem Start der ersten Ortsgruppen in Morsum, Westerland und Munkmarsch ist in der vergangenen Woche die zweite Phase angelaufen. In allen zwölf Inselorten werden nun ortsspezifische Perspektiven erarbeitet – in Kleingruppen geht es um die Rolle und das Profil des jeweiligen Ortes, um Herausforderungen und Konflikte ebenso wie um Potenziale und Ideen.
Parallel diskutieren Fokusgruppen über Entwicklungsmöglichkeiten aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln. Ergänzt wird der Prozess durch eine Zufalls-Bürgergruppe mit 31 Syltern und vier Pendlern.
Die Ergebnisse aller Beteiligungsformate werden am 26. August 2026 im Alten Kursaal in Westerland öffentlich vorgestellt. Weitere Informationen gibt es unter www.sylt.de/kurs-sylt.
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