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Restaurantkritiken: Wenn „sie“ plötzlich mehr Schaden anrichten als eine kalte Terrasse

Restaurantkritiken: Wenn „sie“ plötzlich mehr Schaden anrichten als eine kalte Terrasse

In diesem Sylt News Artikel

Wer kennt das nicht? Man sitzt hungrig im Restaurant, freut sich auf das Essen – und dann ist es zu kalt im Aussenbereich. Oder schlimmer: Die Kunst an der Wand gefällt einem nicht. Und warum trägt der Kellner so eine hässliche Weste? Schon fliegt die Bewertung auf Google oder Yelp raus: 1 von 5 Sternen. Aber mal ehrlich: Ist das gerecht? Und warum schreiben manche eigentlich „sie“ groß, „sie“ klein oder meinen damit ganz unterschiedliche Dinge? Zeit für einen kritischen und vor allem lustigen Blick auf das Phänomen Restaurantkritiken.

Wann schreibt man „sie“ – und warum ist das wichtig?

Klingt erstmal wie Deutschunterricht, aber es hilft zu verstehen, wer hier eigentlich wen bewertet. „Sie“ groß schreibt man, wenn man jemanden höflich anspricht – also den Kellner, den Koch oder den Restaurantbesitzer. „sie“ klein ist das Pronomen für mehrere Personen, also die hungrige Meute am Tisch. Und dann gibt es noch das „sie“, das einfach nur für die Kunst an der Wand steht, die manche Gäste offenbar mehr beschäftigt als das Essen.

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Warum das wichtig ist? Weil manche Kritiker offenbar glauben, sie müssten nicht nur das Essen bewerten, sondern auch die Einrichtung, das Wetter und die Laune des Kellners – alles in einem Satz, mit „sie“ und „Sie“ wild durcheinander. Das sorgt für Verwirrung und manchmal für Bewertungen, die eher an Facebook-Streitigkeiten erinnern als an konstruktive Kritik.

1 Punkt für zu kalte Aussenterrasse? Google sagt: Nein!

Ein Punktabzug, nur weil es auf der Terrasse nicht warm genug war? Das klingt nicht nur unfair, sondern ist laut Google sogar ein Grund, eine Bewertung zu löschen. Denn Bewertungen sollen helfen, die Qualität eines Restaurants einzuschätzen – nicht, ob der Gast gerade einen kalten Tag erwischt hat oder das Restaurant keine Zentralheizung hat.

Genauso wenig gerechtfertigt ist ein Punkt für „unschöne Farben der Kunst“. Klar, Kunst ist Geschmackssache, aber wenn die Farbe der Bilder wichtiger ist als der Geschmack der Suppe, dann hat man das Prinzip von Bewertungen gründlich verfehlt. Bewertungen sind keine Kunstkritik, sondern ein Service für zukünftige Gäste.

Was bewirken diese Bewertungen eigentlich?

Viele haben keine Ahnung, wie mächtig ihre Rezensionen sind. Ein einziger böser Kommentar kann ein junges Restaurant ruinieren, während ein Lob die Umsätze explodieren lässt. Das ist keine Übertreibung: Studien zeigen, dass fast jeder Kunde vor dem Besuch Bewertungen liest und sich davon beeinflussen lässt.

Leider verwechseln manche Plattformen wie Google oder Yelp mit Facebook – und meinen, dort einfach mal Dampf ablassen zu können. Das führt zu unsachlichen Bewertungen, die mehr schaden als nutzen. Schon der Schriftsteller Walter Kempowski wusste: „Was stört es die stolze Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt.“ Ein bisschen Gelassenheit täte also allen gut.

Restaurantbewertungen sind ein ernstzunehmendes Instrument , das über Erfolg oder Misserfolg eines Lokals entscheiden kann – kein Facebookstatus. Deshalb sollten sie fair, sachlich und konstruktiv sein – und nicht zum Ventil für kalte Terrassen oder unpassende Kunstwerke verkommen. Wer das beherzigt, hilft nicht nur anderen Gästen, sondern auch den Restaurants, besser zu werden.

Und wenn das nächste Mal die Terrasse zu kalt ist, einfach tief durchatmen – und vielleicht einen Pullover mitnehmen.

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Laetitia Mikolassek, die bereits für Holstein Kiel und Turbine Potsdam gespielt hat, dort aber immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, und Madlen Glonner, die zuletzt als Torfrau in der Männermannschaft von Team Sylt gehalten hat. Für Goldebek-Arlewatt wurde genau diese Verstärkung zum Problem. Zwei Kontakte, dann der Abschluss Es dauerte 120 Sekunden. Mikolassek traf in der 2. Minute zur Führung, Lis Emma Boysen legte in der 5. nach. Danach lief das Spiel nur noch in eine Richtung. Die Inselnerinnen wirkten frischer, vor allem aber technisch eine Klasse besser: maximal zwei Ballberührungen, schnelle Flügelspielerinnen, saubere Abschlüsse. Die Abwehr des Favoriten kam mit dem Tempo schlicht nicht mit. Besonders Pina Rohde und Mikolassek lasen die Räume gedankenschnell – jeder Fehlpass der Gäste wurde umgehend bestraft. Mikolassek traf in der 10., 15. und 24. Minute zum 5:0-Pausenstand. Dass es zur Halbzeit nicht schon zweistellig stand, war einzig das Verdienst von Gästetorfrau Emmily Kohlmüller, die mit einer Reihe starker Paraden das Debakel in Grenzen hielt. Die Chancenverwertung war denn auch der einzige Punkt, an dem sich der SCN Kritik gefallen lassen muss. Dass eine Spielerin mit Mikolasseks Vita heute in der Kreisklasse aufläuft, hat einen bitteren Grund: Verletzungspech hat sie in Kiel und Potsdam immer wieder zurückgeworfen. Auf Sylt scheint sie ihre Freude am Fußball wiedergefunden zu haben – und die Liga bekommt das gerade zu spüren. Und in den wenigen Momenten, in denen die überforderten Gäste doch einmal vor das Tor kamen, war entweder Glonner zur Stelle oder die enorm agile Nommi Marie Rohde, die hinten alles zumachte. Die zweite Hälfte gehört der Kapitänin Nach dem Seitenwechsel machte Mikolassek in der 55. mit ihrem fünften Treffer das halbe Dutzend voll. Dann übernahm Kapitänin Pina Rohde: 62., 65. und schließlich 82. Minute – Dreierpack, 9:0, Schlusspunkt. Neun Tore, kein Gegentor, keine erkennbare Schwäche. Es ist der erste Spieltag, und trotzdem drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht haben wir an der Sam-Beese-Kampfbahn die designierten Meisterinnen der Kreisklasse Nordfriesland gesehen. Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. 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