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„Kunstobjekte aus dem Meer“: Zwei Wochen Treibholz und Fischabdrücke an der Westerländer Promenade

„Kunstobjekte aus dem Meer": Zwei Wochen Treibholz und Fischabdrücke an der Westerländer Promenade

In diesem Sylt News Artikel

Susanne und Jürgen Sperling zeigen vom 1. bis 15. September in der „Galerie am Meer“ an der unteren Westerländer Promenade Kunstobjekte aus dem Meer: Skulpturen aus Treibholz und Gyotaku-Arbeiten – detailgetreue Abbildungen von Fischen und anderen Meereswesen auf Stoff.

Auf einen Blick

  • Was: „Kunstobjekte aus dem Meer“ – Ausstellung von Susanne und Jürgen Sperling mit Skulpturen und Gyotaku
  • Wann: Dienstag, 1. September, bis Dienstag, 15. September 2026
  • Wo: „Galerie am Meer“, untere Westerländer Promenade, Sylt/Westerland
  • Eintritt: Zum Eintritt macht die Ankündigung keine Angabe. Wer sicher gehen will, fragt vorab in der Galerie nach.

Es gibt zwei Arten, das Meer künstlerisch zu behandeln. Die eine besteht darin, es zu malen – Horizont, Brandung, Möwe, fertig. Die andere besteht darin, sich zu nehmen, was es anspült, und daraus etwas zu machen. Susanne und Jürgen Sperling gehören erkennbar zur zweiten Sorte, und deshalb lohnt der Weg an die untere Promenade.

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Zwei Wochen lang, vom 1. bis zum 15. September, bespielen die beiden die „Galerie am Meer“. Der Titel der Ausstellung ist dabei angenehm wörtlich zu nehmen: „Kunstobjekte aus dem Meer“ meint nicht Motive, sondern Material. Zu sehen sind Skulpturen aus Treibholz sowie Bilder, die teils aus Recyclingholz und Schiffsholz gefertigt sind.

Gyotaku: Wenn der Fisch selbst das Bild macht

Der zweite Teil der Ausstellung dürfte den meisten Besuchern neu sein, und er ist der eigentlich spannende. Gyotaku ist eine Technik, bei der Meereswesen detailgetreu auf Stoff abgebildet werden – Schuppe für Schuppe, Flosse für Flosse. Das Ergebnis ist kein gemaltes Bild eines Fisches, sondern die Spur eines konkreten, tatsächlich existierenden Tieres.

Das macht einen erstaunlichen Unterschied. Ein gemalter Fisch ist immer eine Interpretation, und Interpretationen schmeicheln gern. Ein Gyotaku dagegen bildet ab, was da war – inklusive der Unregelmäßigkeiten, die kein Illustrator gezeichnet hätte. Wer schon einmal einen Krakenarm aus der Nähe gesehen hat, weiß, dass die Natur an dieser Stelle deutlich fantasievoller ist als die meisten Bildbände.

Treibholz ist kein Deko-Begriff

Treibholz hat auf dieser Insel einen zweifelhaften Ruf, und zwar zu Recht: Kaum ein Souvenirladen zwischen List und Hörnum kommt ohne aus. Umso interessanter ist es, wenn jemand das Material ernst nimmt, statt es zu bebändern. Schiffsholz und Recyclingholz bringen eine Vorgeschichte mit, die man ihnen ansieht – Salz, Sonne, mechanische Beanspruchung. Man kann das Patina nennen. Man kann es aber auch schlicht als Materialeigenschaft betrachten, mit der ein Künstler arbeiten muss, ob er will oder nicht.

Genau daraus bezieht die Ausstellung ihre Klammer: Beide Techniken, Skulptur wie Gyotaku, arbeiten mit etwas, das vorher schon da war. Nichts davon ist erfunden. Das ist, in einem Sommer voller inszenierter Inselbilder, eine bemerkenswert unaufgeregte Herangehensweise.

Ort, Zeit, Eintritt

Die „Galerie am Meer“ liegt an der unteren Westerländer Promenade – also dort, wo man ohnehin entlanggeht, wenn man vom Strand zurück in die Stadt will. Das ist der große Vorteil dieser Adresse: Man muss für den Besuch keinen eigenen Programmpunkt einplanen, sondern kann ihn zwischen Strandtag und Abendessen einschieben. Die Ausstellung läuft über zwei volle Wochen, vom 1. bis zum 15. September, es gibt also keinen Grund zur Hektik.

Zum Eintritt schweigt die Ankündigung. Da die Öffnungszeiten ebenfalls nicht mitgeteilt wurden, empfiehlt sich für einen gezielten Besuch ein kurzer Anruf oder ein Blick auf die Aushänge vor Ort – gerade Anfang September, wenn die Insel zwischen Hochsaison und Herbstruhe umschaltet und Öffnungszeiten mitunter mitwandern.

Häufige Fragen

Wann läuft die Ausstellung „Kunstobjekte aus dem Meer“?
Vom 1. bis 15. September 2026.

Wo findet sie statt?
In der „Galerie am Meer“ an der unteren Westerländer Promenade auf Sylt.

Was kostet der Eintritt?
Dazu liegt keine Angabe vor. Am besten vorab in der Galerie erfragen.

Was ist Gyotaku?
Eine Technik, bei der Fische und andere Meereswesen detailgetreu auf Stoff abgebildet werden. Susanne und Jürgen Sperling zeigen solche Arbeiten neben Skulpturen aus Treibholz sowie Bildern aus Recycling- und Schiffsholz.

Foto: Susanne Sperling

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