Die Cranberry, die in den Sylter Dünentälern wächst, gehört dort nicht hin. Die kanadische Art ist eingeschleppt, breitet sich aus und verdrängt heimische Pflanzen – ein klassischer Fall von invasivem Neophyt.
Der Naturschutz reagiert darauf mit einer Aktion, die ungewöhnlich angenehm ist: Ausgerüstet mit Gummistiefeln und Handschuhen geht es in die Dünentäler, um die Pflanzen zurückzudrängen. Gesammelt wird von Hand.
Dünentäler sind nasse, weiche Standorte – ohne Gummistiefel wird es unangenehm. Treffpunkt für diesen Termin ist Buhne 16 in Kampen.
Der Termin ist einer von mehreren im Herbst; wer ihn verpasst, bekommt im Oktober eine zweite Gelegenheit, dann ab List.
Die Großfrüchtige Moosbeere, wie die kanadische Cranberry botanisch heißt, wurde vor Jahrzehnten auf Sylt eingebracht und hat sich in den feuchten Dünentälern stark ausgebreitet. Sie bildet dichte Teppiche und verdrängt dabei die heimische Vegetation — Sonnentau, Moorlilie und andere Arten, die auf diese nährstoffarmen Standorte angewiesen sind.
Das Sammeln ist deshalb tatsächlich Naturschutzarbeit und nicht bloß eine nette Beschäftigung. Die geernteten Früchte dürfen mitgenommen werden; verarbeitet ergeben sie Kompott oder Chutney, roh sind sie ausgesprochen sauer.
Dünentäler sind nasse, weiche Standorte — Gummistiefel sind Pflicht, Handschuhe empfehlenswert. Treffpunkt für diesen Termin ist Buhne 16 in Kampen. Wer ihn verpasst, bekommt Mitte Oktober eine zweite Gelegenheit ab List.
Wann: Samstag, 10. Oktober 2026, 11:00 Uhr
Wo: Buhne 16, Kampen
Tickets: Keine Onlinebuchung hinterlegt — Karten an der Abendkasse oder beim Veranstalter erfragen.
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