Nichts ging mehr auf dem Hindenburgdamm: Ein defektes Stellwerk in Westerland und ein zusätzlicher Zugdefekt haben am Vormittag für massive Verkehrsbehinderungen und stundenlange Zugausfälle gesorgt. Reisende brauchten starke Nerven.
Totalausfall ab 10 Uhr morgens
Wer heute Vormittag mit dem Zug nach Sylt oder aufs Festland wollte, musste viel Geduld mitbringen. Seit kurz nach 10:00 Uhr kam der Bahnverkehr auf der Strecke komplett zum Erliegen. Die Folge: In allen Bahnhöfen entlang der Strecke staute sich der Verkehr, die Wartebereiche und Spuren waren restlos belegt.
Warten auf den Autozügen
Besonders für die Reisenden auf den Autozügen war Durchhaltevermögen gefragt. Sowohl in Klanxbüll auf dem Festland als auch am Bahnhof in Westerland zeigte sich das gleiche Bild: Alle Spuren waren dicht.
Aufgrund der ungewissen und stundenlangen Wartezeit wurde es den Fahrgästen auf den Autozügen gestattet, ihre Fahrzeuge zu verlassen. Viele nutzten die unfreiwillige Pause für einen dringend nötigen Toilettengang oder versorgten sich am Autozugimbiss mit Snacks und Getränken, während sie auf Neuigkeiten warteten.
Um 12:30 Uhr platzte der Knoten
Gegen Mittag gab es dann endlich Grund zum Aufatmen. Um 12:30 Uhr hallte die erlösende Durchsage über die Bahnsteige in Westerland: „Es geht gleich weiter. Alle Reisenden auf dem Zug bitte wieder ins Auto!“
Um das Chaos aufzulösen, wurde eine strikte Reihenfolge für die Weiterfahrt festgelegt:
- Vorfahrt: Die festsitzenden Personenzüge durften die Strecke als Erstes passieren.
- Autozüge im Anschluss: Danach rollte zunächst der rote Autozug (Sylt Shuttle) an, gefolgt von dem blauen Autozug (Autozug Sylt).
Der Stau wird sich am frühen Nachmittag nach und nach auflösen, Reisende müssen aber weiterhin mit Folgeverzögerungen rechnen. Weitere Eindrücke der Situation vor Ort sehen Sie oben im Video.
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