St. Severin in Keitum ist rund 800 Jahre alt und gehört zu den Kirchen, in denen Musik anders klingt als anderswo. Die Konzertreihe an der Orgel nutzt das konsequent.
Alexander Ivanov spielt ein Programm mit Werken von Buxtehude, Clérambault, Bach, Franck und Reger – vom norddeutschen Barock über die französische Klassik bis in die späte Romantik. Wer die Namen hintereinander liest, hört schon, worum es geht: wie unterschiedlich dasselbe Instrument in verschiedenen Jahrhunderten gedacht wurde.
Das Konzert dauert etwa siebzig Minuten und beginnt am Abend. Die Reihe in St. Severin läuft über das ganze Jahr, mit wechselnden Programmen und Gästen – wer einmal da war, kommt meist wieder.
Die Orgel von St. Severin steht in einem Raum, der seit dem 13. Jahrhundert steht, und das prägt den Klang mehr als jedes Register: Der Nachhall ist lang, die Bässe tragen weit. Bei Buxtehude, der in Lübeck wirkte und dessen Musik für genau solche norddeutschen Kirchen gedacht war, hört man das unmittelbar.
Das Programm spannt einen weiten Bogen. Clérambault steht für die französische Klassik mit ihren farbigen Registrierungen, Franck und Reger für die Spätromantik, in der die Orgel zum Orchester werden wollte. Wer ein Instrument über drei Jahrhunderte hinweg erleben will, bekommt hier in siebzig Minuten die Zusammenfassung.
St. Severin liegt am östlichen Ortsrand von Keitum, etwas erhöht auf dem Geestrücken. Der Weg dorthin führt an Friesenhäusern vorbei und ist Teil des Abends.
Wann: Mittwoch, 16. September 2026, 20:15 Uhr · Dauer etwa 1:10 Stunden
Wo: St. Severin Kirche, Munkmarscher Chaussee,, Keitum
Anfahrt: Lage auf der Karte
Tickets: Online buchbar über den Veranstalter, außerdem an den Sylter Vorverkaufsstellen.
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