Neues Holztor am K4: Souvenirjäger zwingen zur Aufrüstung am Bunker Hill
Zwischen Rantum und Hörnum weht ein neuer Wind – zumindest in Sachen Absperrung. Am „Kilometer 4“ (K4), dem sogenannten Bunker Hill, macht jetzt ein neues Holztor unmissverständlich deutlich, was rechtlich eigentlich schon immer galt: Hier beginnt ein militärisches Sperrgebiet. Für Strandbesucher und Surfer gibt es jedoch keinen Grund zur Sorge.
Souvenirs mit Ansage Das Betretungsverbot für das Areal auf der Anhöhe ist keine Neuheit. In der Vergangenheit scheiterte die Kommunikation des Verbots jedoch an der scheinbaren Beliebtheit der Warnschilder: Diese wurden über die Jahre hinweg so zuverlässig abmontiert und als Urlaubserinnerung mitgenommen, dass nun nachgerüstet werden musste. Die alten rot-weißen Poller liegen inzwischen herausgerissen im Sand, abgelöst von der neuen Holzbarriere.
Radarstrahlung statt Aussichtsplattform Der Grund für das strikte Verbot und die neue Absperrung ist technischer Natur. Auf dem Podest arbeiten empfindliche Sendeanlagen der Bundeswehr. Die dort abgegebene Radarstrahlung erreicht aus direkter Nähe eine Leistung, die für Publikum schlichtweg nicht ungefährlich ist.
Entwarnung für Wassersportler und Strandgäste Trotz anderslautender Gerüchte, die derzeit auf der Insel kursieren: Der Strandbereich und das Wasser sind von den Maßnahmen nicht betroffen.
- Der Strandzugang bleibt weiterhin für jeden uneingeschränkt offen.
- Der Wassersport wird durch das Verbot in keiner Weise eingeschränkt.
- Die Infrastruktur vor Ort – vom Parkplatz über den Bauwagen der Surfschule bis hin zum Telekomfunkturm – bleibt unberührt.
Klartext für Ausflugsgruppen Das Tor vor dem Aufgang soll in erster Linie verhindern, dass unwissende Reisegruppen geschlossen nach oben spazieren. Wer die Barriere dennoch ignoriert, muss mit Konsequenzen rechnen: Das unbefugte Betreten einer aus Sicherheitsgründen gesperrten Bundeswehranlage ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit nach § 114 des Ordnungswidrigkeitengesetzes, die ein entsprechendes Bußgeld nach sich zieht.
Dabei ist das Risiko völlig unnötig – die beste und vor allem strahlungsfreie Aussicht gibt es ohnehin völlig kostenlos direkt unten am Strand.
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