„Rausfahren – wenn andere reinkommen“: Am 2. September schildert Bernd Goldenbaum im Rantumer Kursaal den Alltag der Seenotretter. Beginn ist um 20 Uhr im Strandweg 7, der Eintritt mit Gästekarte ist frei.
Auf einen Blick
- Was: Vortrag über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit anschließender Fragerunde
- Wann: Mittwoch, 2. September 2026, 20:00 Uhr
- Wo: Rantumer Kursaal, Strandweg 7, Sylt/Rantum
- Eintritt: mit Gästekarte frei
- Referent: Bernd Goldenbaum, ehrenamtlicher Mitarbeiter der DGzRS auf Sylt
Es gibt Sätze, die eine ganze Organisation erklären, und die Seenotretter haben einen davon: „Rausfahren – wenn andere reinkommen.“ Getreu dieser Devise hält die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger an Deutschlands Küsten Wacht. Und dies bereits seit 1865.
Heute ist die DGzRS mit 60 Rettungseinheiten an Nord- und Ostsee stationiert. Zwei davon liegen vor der Haustür: ein Rettungskreuzer in List und ein Rettungsboot in Hörnum. Wer im Sommer am Strand steht und ein rot-weißes Boot vorbeiziehen sieht, sieht genau diese Infrastruktur bei der Arbeit – meistens auf Übungsfahrt, manchmal nicht.
Unabhängig und rein spendenfinanziert
Der Punkt, der Gästen regelmäßig neu ist: Die Gesellschaft arbeitet unabhängig und rein spendenfinanziert. Kein Bundesamt, kein Landeszuschuss, keine Gebühr für den Geretteten. Die Seenotrettung an deutschen Küsten funktioniert seit über 160 Jahren als freiwillige Veranstaltung – organisatorisch bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Aufgabe handelt, die man anderswo selbstverständlich beim Staat verortet.
Wer das für eine Randnotiz hält, sollte sich vor Augen führen, was daraus folgt: Jede Einheit, jede Wache, jede Ausbildungsstunde hängt an Menschen, die sich freiwillig melden, und an Menschen, die dafür zahlen, obwohl sie selbst nie einen Notruf absetzen werden. Ein Vortragsabend ist in diesem Modell keine Nebensache, sondern Teil des Systems.
Worum es im Vortrag geht
Der Vortrag am Mittwochabend berichtet über die Gefahren auf See, die Organisation des Rettungswesens, die Rettungseinheiten und anderes mehr. Es geht also nicht nur um Dramatik, sondern um Struktur – darum, wer bei einem Notruf was tut, in welcher Reihenfolge, mit welchem Gerät.
Bernd Goldenbaum, ehrenamtlicher Mitarbeiter der DGzRS auf Sylt, steht nach dem Vortrag zudem gerne für Fragen zur Verfügung. Das ist erfahrungsgemäß der Teil des Abends, für den es sich zu bleiben lohnt. Vorträge geben die geordnete Version, Fragerunden die genauere.
Ort, Zeit, Eintritt
Beginn ist um 20 Uhr im Rantumer Kursaal im Strandweg 7. Der Eintritt mit Gästekarte ist frei – eine Kombination aus Thema, Ort und Preis, die man auf dieser Insel im September nicht allzu oft bekommt.
Zur Terminplanung ein Hinweis: Am selben Abend, ebenfalls um 20 Uhr, steht in Westerland Martin Sonneborn mit „Krawall und Satire“ auf der Bühne des Alten Kursaals. Der Mittwoch verlangt also eine Entscheidung. Rantum liegt zwischen Westerland und Hörnum und ist mit Bus und Rad gut erreichbar; wer mit dem Auto kommt, sollte etwas Zeit für die Parkplatzsuche einplanen.
Häufige Fragen
Wann und wo ist der Vortrag über die Seenotretter?
Am Mittwoch, 2. September 2026, um 20 Uhr im Rantumer Kursaal, Strandweg 7, Sylt/Rantum.
Was kostet der Eintritt?
Mit Gästekarte ist der Eintritt frei.
Wer hält den Vortrag?
Bernd Goldenbaum, ehrenamtlicher Mitarbeiter der DGzRS auf Sylt. Er beantwortet im Anschluss auch Fragen.
Wie ist die DGzRS auf Sylt aufgestellt?
Mit einem Rettungskreuzer in List und einem Rettungsboot in Hörnum. Bundesweit sind es 60 Rettungseinheiten an Nord- und Ostsee.
Wie finanziert sich die Seenotrettung?
Die DGzRS arbeitet unabhängig und rein spendenfinanziert.
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