Martin Sonneborn bringt am 2. September sein Programm „Krawall und Satire“ in den Alten Kursaal am Rathausplatz in Westerland. Beginn ist um 20 Uhr, Karten kosten 25 Euro, an der Abendkasse 27 Euro.
Auf einen Blick
- Was: „Krawall und Satire“ – Multimediaprogramm mit Martin Sonneborn, Filme und politische Agitation
- Wann: Mittwoch, 2. September 2026, ab 20:00 Uhr
- Wo: Alter Kursaal am Rathausplatz, Sylt/Westerland
- Eintritt: 25 Euro im Vorverkauf, 27 Euro an der Abendkasse
- Karten: an allen Sylter Vorverkaufsstellen sowie online unter insel-sylt.de
Es gibt Künstler, deren Wirkung man an Auszeichnungen misst, und es gibt solche, bei denen die Nebenwirkungen aussagekräftiger sind. Martin Sonneborn gehört in die zweite Kategorie. Medien bejubelten ihn laut Ankündigung als „Krawallsatiriker mit Profilneurose“. Nach seinen Beiträgen für die ZDF-„Heute Show“ trat der Geschäftsführer des größten deutschen Pharma-Verbandes zurück. Und das chinesische Außenministerium verlangte Sonneborns Hinrichtung.
Man muss das kurz sacken lassen. Ein deutscher Satiriker hat es geschafft, dass ein Staatsapparat mit über einer Milliarde Einwohnern eine offizielle Meinung zu ihm entwickelt. Für einen Mann, der seine Magisterarbeit ausgerechnet über „Die absolute Wirkungslosigkeit moderner Satire“ geschrieben hat, ist das ein ziemlich unangenehmer empirischer Befund.
Was an diesem Abend passiert
Angekündigt ist ein „ganz unaufgeregtes Multimediaspektakel mit lustigen Filmen und brutaler politischer Agitation“ – eine Formulierung, die ihre eigene Ironie mitliefert und damit ganz gut beschreibt, worauf man sich einlässt. Wer ein klassisches Kabarettprogramm mit Pointenrhythmus und Schlussapplaus erwartet, bekommt etwas anderes. Wer Filmmaterial, Bühnenkommentar und politische Zuspitzung erwartet, liegt richtiger.
Sonneborn ist Mitherausgeber des Satiremagazins „Titanic“ und sitzt aktuell als Abgeordneter der „Partei“ im EU-Parlament. Ausgezeichnet wurde er zudem mit dem Grimme-Preis. Diese Kombination – Satiremagazin, Parlamentsmandat, Fernsehpreis – ist im deutschen Kulturbetrieb ziemlich einmalig, und sie erklärt, warum seine Programme regelmäßig die Grenze zwischen Bühne und politischem Betrieb verwischen. Er berichtet nicht über Politik, er ist Teil davon und berichtet trotzdem.
Ein Satiriker in Westerland
Für den Sylter Veranstaltungskalender ist dieser Mittwoch ein bemerkenswerter Termin. Die Insel bekommt im Sommer viel Musik, viel Lesung, viel gepflegte Unterhaltung mit Meerbezug. Politische Satire in dieser Härte ist die Ausnahme – und sie trifft auf ein Publikum, das im Alten Kursaal traditionell gemischt sitzt: Einheimische, Dauergäste, Urlauber, die spontan ein Ticket gekauft haben.
Genau daraus entsteht erfahrungsgemäß die interessantere Atmosphäre. Ein Saal, in dem alle einer Meinung sind, lacht freundlich. Ein Saal, in dem das nicht der Fall ist, reagiert. Wer den Abend besucht, sollte also einkalkulieren, dass nicht jede Pointe die eigene ist. Das ist bei einem Programm, das „Krawall“ im Titel führt, allerdings schwerlich als Überraschung zu verkaufen.
Ort, Zeit, Eintritt
Kostproben seines Könnens gibt Martin Sonneborn am Mittwoch, den 2. September, ab 20 Uhr im Alten Kursaal am Rathausplatz in Westerland. Karten sind bei allen Sylter Vorverkaufsstellen zum Preis von 25 Euro erhältlich, an der Abendkasse kostet der Eintritt 27 Euro. Online gibt es Tickets unter insel-sylt.de.
Der Alte Kursaal liegt mitten in Westerland und ist vom Bahnhof zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar – für einen Abendtermin die deutlich entspanntere Anreise als mit dem Auto. Wer aus den Nachbarorten kommt, sollte den Rückweg im Blick behalten: Der Inselbus fährt abends seltener.
Häufige Fragen
Wann tritt Martin Sonneborn auf Sylt auf?
Am Mittwoch, 2. September 2026, ab 20 Uhr.
Wo findet die Show statt?
Im Alten Kursaal am Rathausplatz in Sylt/Westerland.
Was kostet der Eintritt?
25 Euro im Vorverkauf, 27 Euro an der Abendkasse. Karten an allen Sylter Vorverkaufsstellen und online unter insel-sylt.de.
Was erwartet die Zuschauer?
Ein Multimediaprogramm mit Filmen und politischer Satire. Sonneborn ist Mitherausgeber der „Titanic“, Grimme-Preisträger und Abgeordneter der „Partei“ im EU-Parlament.
Foto: Heta Multanen
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