111 Kilometer für ein warmes Mittagessen: Schul-Staffel meistert den North Sea Ultramarathon
Der vierte North Sea Ultramarathon am vergangenen Samstag bot sportliche Höchstleistungen am laufenden Band. Während der Einzelläufer Domenik Welzel mit einer neuen Rekordzeit von 8:53 Stunden für Schlagzeilen sorgte, spielte sich im Mittelfeld der Staffeln eine ganz besondere Geschichte ab: Ein Lehrer und zwei Schüler des Sylter Schulzentrums liefen 111 Kilometer – nicht nur gegen die Uhr, sondern vor allem für den guten Zweck.
Ein starkes Team mit einer Mission
Jan-Hendrik Otten sowie die Schüler Ben Kliewer und Mathis Luft traten als Staffel an, um Spenden zu sammeln. Das Ziel war klar definiert: Kilometergeld zu generieren, um Mitschülern ein kostenloses Schul-Mittagessen zu ermöglichen, deren Familien sich dies aktuell nicht leisten können.
Die Strecke wurde strategisch in Etappen von 37,7 km, 33,5 km und 40,5 km aufgeteilt, wobei Mathis Luft die längste Teilstrecke übernahm. Nach Wochen intensiven Trainings – und einer finalen Ernährungsumstellung auf „Nudeln pur“ – ging das Trio topmotiviert an den Start.
Sensationelles Ergebnis unter den Top 10
Die Anstrengungen haben sich mehr als gelohnt. In einem stark gewachsenen Teilnehmerfeld von insgesamt 340 Startern und 21 Staffeln erkämpften sich Otten, Kliewer und Luft einen hervorragenden 9. Platz. Damit ließen sie mehr als die Hälfte der konkurrierenden Staffeln hinter sich – eine Leistung, die bei der anspruchsvollen Insel-Runde (einmal komplett rund um Sylt) gar nicht hoch genug einzuschätzen ist.
Kilometergeld sorgt für vollen Spendentopf
Der sportliche Erfolg zieht einen finanziellen Erfolg nach sich. Da der Förderverein bereits im Vorfeld zehn Euro pro gelaufenem Kilometer zugesagt hatte, war die Basisfinanzierung gesichert. Doch die Resonanz war deutlich größer: Nach ersten Schätzungen sind durch weitere Sponsoren und private Spendenaufrufe mehrere Tausend Euro zusammengekommen.
Der Veranstalter Ben Koziczinski zeigte sich mit dem reibungslosen Ablauf des Events hochzufrieden. Für die drei „Super-Sportler“ endet das Wochenende zwar vermutlich mit müden Beinen, aber auch mit dem großartigen Gefühl, durch echten Teamgeist einen wichtigen Beitrag für ihre Schulgemeinschaft geleistet zu haben.
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