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Herzschlagfinale auf Sylt: SCN verliert unglücklich in letzter Sekunde

Herzschlagfinale auf Sylt: SCN verliert unglücklich in letzter Sekunde
Foto: Redaktion
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In einer Liga, die oft von „Kick and Rush“ geprägt ist, bewies der SC Norddörfer am Samstag erneut seine spielerische Klasse, wurde am Ende aber nicht für seinen Mut belohnt. Trotz einer beeindruckenden kämpferischen Leistung, zahlreicher Ausfälle von Stammkräften wie Tilmann, Hoppe, Scherer und Eker und zudem einiger Akteure, die angeschlagen ins Spiel gingen, musste sich das Team in einem dramatischen Spiel in der 96. Minute mit 2:3 geschlagen geben.

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Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie. Während die Gäste mehr Ballbesitz verzeichneten, setzte der SCN die gefährlicheren Nadelstiche. Bereits in der 6. Minute musste SCN-Torwart Jan-Malte Thöring gegen Hubych sein ganzes Können aufbieten. Doch die kalte Dusche folgte in der 14. Minute: Nach einem Eckball stand Mattis Dethlefs sträflich frei und köpfte zum 0:1 für die Gäste ein.

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Der SCN zeigte sich jedoch unbeeindruckt. Nur zwei Minuten später schickte Marvin Eyke Rehm den pfeilschnellen Stürmer Nicholas Asiedu Okyere Manford, der seine Gegenspieler stehen ließ und eiskalt zum verdienten 1:1-Ausgleich vollstreckte. Der SCN blieb am Drücker, doch ein unglückliches Missverständnis in der Defensive nutzte Marek Maassen zur erneuten 1:2-Führung für die Gäste (33.).

Nach der Pause kam der SCN mit Wut im Bauch aus der Kabine und wurde sofort belohnt: Bendix Bussius drückte den Ball nach einem Durcheinander im Strafraum zum 2:2 über die Linie (47.). Dieser Treffer war der Auftakt zu einer drückenden Überlegenheit der Hausherren. Angetrieben von der überragenden Mittelfeldreihe erspielte sich der SCN Chance um Chance. Rehm mit einem Weitschuss (53.) oder allein vor dem Tor (54.), Manford knapp neben das Tor (57.) oder Waldemar Sachs per Kopf (62.) – der Ball wollte einfach nicht ins Netz.

Die Defensive um Bendix Bussius, der hinten eine absolute Bank war, ließ kaum noch etwas zu. Eine besondere Willensleistung zeigte Tom Bennet Langmaack, der trotz einer langwierigen Augenverletzung auflief und wichtige körperliche Präsenz bewies. Auch die jungen Spieler überzeugten auf ganzer Linie: Stürmer Manford wächst von Spiel zu Spiel besser in den Herrenbereich hinein und strahlte eine enorme Gefahr aus, während Frederik Rose in einem seiner ersten Einsätze defensiv mit beeindruckender Robustheit überzeugte.

Als alles auf ein Unentschieden hindeutete, das für die Sylter schon zu wenig gewesen wäre, kam es knüppeldick. In der sechsten Minute der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Bjoern Suckow der unerwartete 2:3-Siegtreffer für die Gäste.

Der SC Norddörfer verliert ein Spiel, das er über weite Strecken dominiert hat. Die Mannschaft bewies eine herausragende Moral. Am Ende fehlte das Spielglück, doch die Leistung macht Mut: In Bestbesetzung kann dieser SCN jeden Gegner der Liga schlagen.

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