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Wenn das Licht schon brennt und der Saal noch bebt: Klaus Hoffmann verzaubert Sylt

Wenn das Licht schon brennt und der Saal noch bebt: Klaus Hoffmann verzaubert Sylt
Foto: Redaktion
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Der ehrwürdige Alte Kursaal in Westerland bot am Freitagabend die perfekte, intime Kulisse für einen Künstler, der wie kaum ein zweiter die große Melancholie des Chansons mit der Leichtigkeit eines Berliner Straßenjungen verbindet. Vor knapp 300 Zuschauern bewies Klaus Hoffmann einmal mehr, warum er auch mit 75 Jahren zu den herausragenden Entertainern des Landes gehört. Es war ein zutiefst liebenswerter Abend voller Charme, großer Gesten und schauspielerischer Brillanz.

Die Kunst der Nahbarkeit und Selbstironie

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Was dieses Konzert so außergewöhnlich machte, war Hoffmanns unverstellte Nahbarkeit. Anstatt das eigene Alter hinter einer Maske der Unantastbarkeit zu verbergen, kokettierte er hemmungslos und mit viel Humor damit. Er spielte regelrecht mit seinem Körper, überzeichnete das Älterwerden fast schon pantomimisch, nur um im nächsten Moment wieder mit der stimmlichen und körperlichen Wucht eines jungen Mannes über die Bühne zu fegen.

Es waren diese charmanten Späße und der ständige, augenzwinkernde Dialog mit dem Publikum, die jede aufkommende Schwere seiner Texte sofort aufbrachen. Wie sehr er sein Handwerk verinnerlicht hat und wie tiefenentspannt er auf der Bühne steht, zeigte sich in einem wunderbar beiläufigen Moment: Mitten im Song, ohne auch nur für eine Sekunde aus dem Takt oder der Erzählung zu fallen, stimmte er kurzerhand singend seine Gitarre.

Perfektes Zusammenspiel in makellosem Klanggewand

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Getragen wurde seine enorme Bühnenpräsenz von einem technisch hervorragend abgemischten, glasklaren Ton. Jedes Flüstern, jede stimmliche Nuance und jedes Instrument kam in der besonderen Akustik des Kursaals perfekt zur Geltung. An seiner Seite glänzte sein Pianist, mit dem er in einem geradezu blinden, musikalisch perfekten Zusammenspiel harmonierte. Die beiden agierten wie ein perfekt abgestimmtes Uhrwerk, wodurch Hoffmanns Theatralik und schauspielerisches Talent den maximalen Raum zur Entfaltung bekamen.

Ein Finale, das einfach nicht enden durfte

Am Ende dieses dichten, emotionalen Abends hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Drei, vier Zugaben hatte das Publikum bereits frenetisch erklatscht, doch die Sylter Zuschauer wollten diesen liebenswerten Abend einfach nicht loslassen. Es kam zu einem dieser seltenen, magischen Konzertmomente: Selbst als die Saalbeleuchtung längst in voller Helligkeit erstrahlte und das offizielle Ende unmissverständlich markierte, stand das Publikum weiterhin im Saal und forderte hartnäckig mehr.

Ein eindrucksvolleres und ehrlicheres Kompliment kann man einem Künstler für einen derart gelungenen Abend wohl kaum machen.

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