Sylt News: Flüchtlingscontainer auf Sylt in der Kritik.
Sylt News: Anwohner sind nicht glücklich.
Auf der Insel dürfte in den nächsten Tagen und Wochen heiß diskutiert werden. Denn die Gemeinde Sylt hat ein Platzproblem. In den nächsten Wochen werden voraussichtlich 49 vom Kreis zugewiesene Flüchtlinge auf Sylt eintreffen. Eine Unterbringung in Containern ist die einzige aktuelle Option für die zum Teil aus Kriegsgebieten stammenden Menschen. Im Juni wird dann die Temperatur nicht nur wegen des nahenden Hochsommers weiter steigen. Auch für die Politiker der Insel könnte es hitzig werden. Im Juni verlieren rund 150 auf Sylt untergebrachte Flüchtlinge ihren Wohnsitz in der Danziger Straße.
Die Büro-Container, die die Polizei als Interimslösung bezogen hatte und nun leer stehen, sind derzeit als Unterbringungsmöglichkeit ins Auge gefasst. Die Kosten für den Umbau und die Bereitstellung liegen laut Bürgermeister Häckel bei 2 Millionen Euro
Aber wohin mit den Stahhlkolossen? Ein angedachter Stellplatz wäre der vom jetzigen Standort 80 Meter entfernte Johann-Möller-Platz. Dieser von alten Villen auf der einen und dem St. Pauli Block auf der anderen Seite befindliche Ort bietet sowohl die nötige Infrastruktur, als auch die Nähe zum Stadtzentrum.
Doch die Anwohner sind davon nicht begeistert. Wer möchte schon ein Containerdorf direkt vor dem Haus haben. Das hat weniger mit einem Ressentiment gegenüber den Hilfesuchenden zu tun.
Westerland ist ein Kurort der von seinen Gäste lebt und Container dürften die Umgebung sehr abwerten. Entsprechend haben die Anwohner einen Brief verfasst, in dem sie auch darauf hinweisen, dass es für die hilfsbedürftigen Menschen unangenehm sein könnte, an der viel befahrenen Straße untergebracht zu werden.
Als zweiten möglichen Ort wurde beim Flüchtlingsgipfel im Rathaus der Schützenplatz genannt. Eine bessere Alternative? Auch hier kann Strom- und Wasserversorgung sichergestellt werden. Doch wie am Johann Möller Platz, wird sich mit Sicherheit auch am Schützenplatz ein Protest der Anrainer regen. Weitere Diskussionen und eine Entscheidung werden am 21. Dezember bei der nächsten Gemeindevertretersitzung erwartet. Diese dürfte spannend und eventuell auch laut werden, denn Anwohner aus dem jeweiligen Umfeld werden anwesend sein.
Eine Lösung für das Flüchtlingsproblem naht. Im Gegensatz zu einigen anderen Städten in Deutschland stellen sich allerdings die Sylter, was die Unterbringung von armen und verfolgten Menschen betrifft, nicht quer.
Unsere Partner
Mehr aus Sylt News alle Beiträge

Eine andere Art von Pendlern: 441 Privatjet-Flüge von Hamburg nach Sylt
Die einen nehmen den Autozug, die anderen die Marschbahn, und manche fliegen einfach rüber: 441 Mal kam zwischen …

Schluss mit Kleingeld-Kramen: SVG-Tickets gibt’s jetzt per Klick
Wer bisher im Bus hektisch nach Münzen gewühlt hat, während hinter einem die halbe Ausflugsgruppe ungeduldig mit …

Aus der Windrose wird ein Ameron: Althoff plant Wenningstedter Resort für 2028
Nach Lindner und PLAZA kommt Ameron: Die Kölner Althoff-Gruppe will die Windrose in Wenningstedt von Grund auf …

Kölner Charme trifft Sylter Brise: Althoff übernimmt die Windrose
Die Kölner kommen. Nicht zum Karneval, sondern zum Bleiben: Die Althoff Hotels haben Sylt entdeckt und wollen im …































