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Sturmfrei statt Mathe: Schulzentrum Westerland kapituliert vor dem Ostwind

WESTERLAND – Es ist die Nachricht, auf die Schüler hoffen und die bei berufstätigen Eltern für hektische Telefonate sorgt: Das Wochenende beginnt am Schulzentrum Westerland diesmal einen Tag früher. Wegen der angekündigten extremen Wetterlage fällt der Unterricht am morgigen Freitag, den 9. Januar, komplett aus.
Während in den Klassenzimmer-Chats vermutlich gerade der digitale Jubel ausbricht, ist der Grund draußen eher ungemütlicher Natur. Der Wettergott hat sich entschieden, die Insel am Freitag in einen Windkanal zu verwandeln – und zwar aus der denkbar schlechtesten Richtung: Osten.
Die Fakten zur „Zwangs-Pause“
Die Entscheidung der Schulleitung basiert auf den aktuellen Prognosen, die alles andere als einladend sind. Wir erwarten morgen einen strammen Ostwind mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 37 Knoten. In der Spitze peitscht uns der Wind mit Böen von bis zu 49 Knoten um die Ohren.
Für alle Nicht-Meteorologen: Das ist Windstärke 10. Da der Wind ungebremst vom Festland über das Watt kommt, gibt es keinen Windschatten. Der Schulweg würde damit zur unfreiwilligen Mutprobe, und fliegende Schulranzen sind im Lehrplan nicht vorgesehen.
Was das bedeutet
- Für die Schüler: Ausschlafen, Decke über den Kopf ziehen und dem Wind beim Heulen zuhören.
- Für die Eltern: Improvisationstalent ist gefragt.
- Für alle: Mützen festhalten. Bei diesen Windgeschwindigkeiten entwickelt selbst ein harmloser Wollschal ein Eigenleben.
Wir sind für Sie draußen
Während die Schüler morgen im Warmen bleiben dürfen, wagt sich das Sylt1-Team in den Sturm. Wir berichten morgen live von der Insel, zeigen Ihnen, wie der Ostwind die Wellen aufpeitscht, und halten Sie über weitere Einschränkungen (Fähren, Zugverkehr) auf dem Laufenden.























































































































