Punks auf Sylt 2024 – Vom Winde verweht Teil 3
Punks auf Sylt 2024 – Das Protestcamp auf Sylt, das unter dem Motto „Protestcamp für ein solidarisches Miteinander – Klimagerecht und inklusiv in eine gemeinsame Zukunft ohne Gentrifizierung“ stattfindet, richtet sich gegen die zunehmende Gentrifizierung und soziale Ungerechtigkeit auf der Insel. Es wird von Aktivisten organisiert, die sich für Klimagerechtigkeit, eine inklusive Gesellschaft und gegen Rassismus und den Rechtsruck in Europa einsetzen.
So beschreiben die Aktivisten ihre geplanten Aktivitäten mehr oder weniger selbst. Der Kopf ist ein junger Frankfurter namens Marvin Benecke.
Punks auf Sylt 2024 – Mahnwache wenig besucht
Wasser auf die Mühlen der Protestler war dieses unsägliche “depp depp depp (ich bin ein) depp”-Gegröle in einer Bar in Kampen. Bei der groß angekündigten “Mahnwache” vor dem Pony erschienen dann etwa acht Demonstranten. Dies erinnert an den Aufruf im letzten Herbst. Da hieß es: „Lasst uns den reichen Schnöseln zeigen, wie solidarisch wir sind! Kommt alle zum Aufräumen des Camps!”
Denn die Klimaaktivisten hatten am Ende ihres letzten Protestcamps einen riesigen Müllberg hinterlassen. Am Ende kamen drei oder vier Gestalten, die den Müll zusammentrugen. Von denen, die auf der Insel herumgelungert hatten, sah man kaum jemanden. Soweit zur Solidarität.
Nun kommen sie erneut. Mit einer großen Crowdfunding-Kampagne, die das Ziel hat, die nötigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Das Camp wird vom 22. Juli bis 1. September 2024 auf der Festwiese in Tinnum stattfinden. Geplant sind verschiedene Aktivitäten wie Demonstrationen, kulturelle Veranstaltungen und Workshops. Die Teilnehmer werden ermutigt, in Zelten zu übernachten, und es wird für eine bessere Versorgung, saubere Toiletten, Müllabfuhr und eine Bühne gesorgt – vielmehr – es soll dafür gesorgt werden.
War es im ersten Jahr eine durchaus viel beachtete Aktion mit hunderten “Neun-Euro-Aktivisten”, hatte sich im letzten Jahr das Interesse schon deutlich verringert. Am Ende des letzten Protestcamps waren es 20 Aktivisten, die noch im improvisierten Zeltlager saßen. Geschröpft von der Kurtaxe und demoralisiert vom trüben Wetter, war der große Protestvibe vom Sylter Wind verweht. Das Fazit waren, wie im ersten Jahr, hohe Kosten für Sicherheitsdienste und die Entsorgung der Überbleibsel.
Punks auf Sylt 2024 – Das Wetter könnte den Spaß verderben
Wenn sich also wieder alle Demonstranten so solidarisch zeigen wie im letzten Jahr, dann wird es für die Veranstalter einsam werden auf der Festwiese in Tinnum. Die “Punkerhochzeit” im Juni sollte einen Vorgeschmack auf das liefern, was kommt. Auch hier war nur eine Handvoll Aktivisten gekommen. Wie es scheint, sinkt die Lust auf Demonstrationen, insofern das Wetter in diesem Jahr nicht sehr einladend ist.
Erneut wird die überregionale Presse auf Marvin Benecke und Co stürzen. Erneut wird es Schlagzeilen geben. Ob es nun 10 oder 100 sind. Die Sylter wird es auch in diesem Jahr nicht interessieren.
Schaut man sich die Crowdfunding-Kampagne an, dann hat man eine ungefähre Einschätzung, wie viele Punker auf die Insel kommen werden. 155 Euro sind es immerhin. Das reicht für ein paar Kisten Bier und eine Tüte Chips.
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