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Marschbahn: Wieder kein Bundesgeld für das zweite Gleis nach Sylt

Marschbahn: Wieder kein Bundesgeld für das zweite Gleis nach Sylt
Foto: Redaktion
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Das Land bezahlt die Planung weiter vorab, Berlin legt sich nicht fest

Der zweigleisige Ausbau der Marschbahn zwischen Niebüll und Westerland steht auch im Entwurf des Bundeshaushalts 2027 nicht. Das berichtet der sh:z. Dabei hatte Bundesverkehrsstaatssekretär Stefan Schnorr beim Marschbahngipfel im April mehr Tempo versprochen. Die CDU-Bundestagsabgeordneten Leif Bodin und Daniel Kölbl hatten ab 2027 rund 16 Millionen Euro für die nächsten Planungsschritte gefordert.

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Das Bundesverkehrsministerium wird seit Ende Juli von Steffen Bilger (CDU) geführt. Es begründet die Lücke laut sh:z mit Geld aus Kiel: Die Entwurfs- und die Genehmigungsplanung würden „durch eine freiwillige Vorfinanzierung des Landes Schleswig-Holstein“ bezahlt. Deshalb tauche der Abschnitt im Etat nicht auf. Wann das Land das Geld zurückbekommt, sagt das Ministerium nicht. Das hänge „von künftigen Haushaltsentscheidungen ab“. Im Juli war in Kiel noch von Bundesmitteln ab 2028 die Rede.

Kritik aus dem Parlamentskreis Marschbahn

Der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler hat den Parlamentskreis Marschbahn mitgegründet. Er ist verärgert: „In Berlin sprechen zwar alle positiv über die Marschbahn – aber wenn es ernst wird, will niemand eine Finanzierungszusage machen“ (zitiert nach sh:z). Seidler will versuchen, den Ausbau noch in den Haushalt 2027 zu bringen.

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Land treibt die Planung voran

In Kiel geht es trotzdem weiter:

  • Entwurfsplanung: Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen hat sie ausgeschrieben. Der Auftrag soll bis Ende des Jahres vergeben werden.
  • Genehmigungsplanung: Das Eisenbahn-Bundesamt erlaubt dem Land, auch diese anschließende Planung vorzufinanzieren. Die Bedingung ist, dass der Bund die Kosten später übernimmt. Der Finanzausschuss des Landtags hat zugestimmt.
  • Bisherige Mittel: Schon im Juli hatte das Land bis zu 10 Millionen Euro für die vorige Planungsphase mit DB InfraGO freigegeben. Für die Planung der nächsten zwei Jahre stellt Schleswig-Holstein nach Angaben der IHK insgesamt rund 45 Millionen Euro bereit.

Was geplant ist

Ausgebaut werden sollen zwei eingleisige Abschnitte:

  • Niebüll–Klanxbüll: rund 13 Kilometer. Hier soll das Tempo von 100 auf 140 km/h steigen.
  • Morsum–Tinnum: rund 6 Kilometer.

Klanxbüll–Morsum mit dem Hindenburgdamm ist bereits zweigleisig. Die Kosten liegen bei mindestens 426 Millionen Euro. Im Mai hat der Bundestag die weitere Planung freigegeben, aber kein Geld bereitgestellt.

Baustart frühestens 2032

Schnorr hatte im April einen Baubeginn noch in diesem Jahrzehnt in Aussicht gestellt. Das Ministerium nennt jetzt keinen Bauzeitraum mehr, das Projekt sei dafür noch zu früh in der Planung. DB InfraGO rechnet mit Baubeginn 2032 und Fertigstellung Ende 2039.

Für Pendler, Urlauber und den Autozug heißt das: Die überlastete Strecke bleibt noch mindestens ein Jahrzehnt ein Nadelöhr.

Quellen: sh:z, BMV, IHK Schleswig-Holstein, eisenbahn.de, Sylt Life


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Empfehlungen von Taboola. Diese Inhalte stammen nicht von der Sylt1-Redaktion.