Es sollte eine ganz normale Fahrt in Richtung Festland werden, doch am Dienstagnachmittag erlebten Pendler auf Sylt stattdessen nervenaufreibende Szenen. Ein handfester Streit eskalierte derart, dass ein Fahrgast den Zug während der Fahrt verließ – und damit den gesamten Bahnverkehr lahmlegte.
Der Eklat im Regionalzug
Was genau zwischen dem männlichen Fahrgast und dem Lokführer vorfiel, ist bislang noch ein Rätsel. Die SHZ berichtete am frühen Abemd. Fest steht laut Polizei nur: Die Situation im Regionalzug Richtung Niebüll kochte völlig über. Wollte der Mann den Zug eigenmächtig wieder verlassen und wurde daran gehindert? Die Hintergründe liegen noch im Dunkeln. Als der Zug jedoch bereits anrollte und den Bahnhof Westerland verlassen wollte, traf der Passagier eine unfassbare und lebensgefährliche Entscheidung: Er kletterte kurzerhand aus dem Waggon und sprang auf den Bahnsteig.
Wilde Gerüchte um einen „Zug-Surfer“
Unter den geschockten Augenzeugen brodelte sofort die Gerüchteküche. Einige Beobachter gingen in ihren Schilderungen sogar noch einen drastischen Schritt weiter und behaupteten, der Fliehende sei auf das Dach des Zuges geklettert. Ein filmreifes Szenario, das die alarmierte Polizei auf Nachfrage allerdings nicht bestätigen konnte. Gesichert ist jedoch der Sprung aus dem fahrenden Zug.
Komplettsperrung und Stillstand auf der Insel
Die waghalsige Aktion hatte massive Konsequenzen für alle Reisenden, die an diesem Nachmittag starke Nerven brauchten. Um 15:25 Uhr zog die Deutsche Bahn die Reißleine: Komplettsperrung des Bahnhofs Westerland! Um die unübersichtliche Gefahrenlage aufzuklären, ging auf den Schienen für knapp eine Stunde absolut gar nichts mehr.
Die herbeigerufene Polizei rückte an und konnte den unberechenbaren Fahrgast stellen und seine Personalien aufnehmen. Ihn erwartet nun eine handfeste Strafanzeige wegen „gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“. Ob der Mann nach dieser hochgefährlichen Eskalation mit dem nächsten Zug doch noch aufs Festland reisen durfte, ist nicht bekannt.




