Es gibt Bilder, die sehen aus, als hätte das Meer sie selbst gemalt. Genau solche hängen gerade in der Galerie am Meer auf Sylt – noch bis zum 31. Juli. Hinter ihnen steht eine Frau, die von einem Ufer zum anderen gereist ist: von den sanften Wellen des Ammersees an die raue Nordsee.
Eine Meisterschülerin an der Nordsee
Birgit Egen lebt und arbeitet seit über zwanzig Jahren am Ammersee bei München – und sie bringt einen Namen mit, der in der Kunstwelt Gewicht hat: Sie ist Meisterschülerin von Markus Lüpertz, einem der bekanntesten deutschen Maler der Gegenwart. Auf Sylt zeigt sie nun Werke, die abstrakt, kraftvoll und voller Emotion sind. Wer Titel wie „Gezeitenfeuer“, „Drift“ oder „Northing“ liest, ahnt schon: Diese Kunst und diese Insel passen zusammen.
Bilder, die nach Meer klingen
Im Zentrum ihrer Arbeiten steht das Flüchtige: ein intensiver Moment, ein Gefühl, das sich sonst kaum festhalten lässt. Egen fängt es in Farbe und Textur ein – vielschichtig, intuitiv, nie ganz vorhersehbar. Ihre Bilder wollen nicht erklärt, sondern gespürt werden. In der Galerie am Meer, mit dem Nordseelicht vor der Tür, entfalten sie eine ganz eigene Wirkung.
Vom Weggeworfenen zum Kunstwerk
Was Birgit Egen besonders macht, ist ihre Materialvielfalt. Acryl und Ölkreide gehören dazu, aber auch Asche und Collagen aus chinesischem Papier. In ihrem Projekt „ARTcycling“ geht sie noch einen Schritt weiter: Aus weggeworfenen, vermeintlich wertlosen Dingen entstehen neue Werke – Kunst, die zugleich ein Statement für mehr ökologisches Bewusstsein ist. So wird aus Material am Ende Gefühl.
Die Ausstellung auf einen Blick
Wer: Birgit Egen (egenART), Meisterschülerin von Markus Lüpertz
Wo: Galerie am Meer, Sylt
Bis wann: noch bis zum 31. Juli 2026
Ein Besuch lohnt sich – nicht nur für Kunstliebhaber, sondern für alle, die Sylt einmal durch die Augen einer Malerin sehen möchten.
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