Fast 180 Fans standen am Spielfeldrand und feuerten ihre Teams an. Nach den vielen Vereinswechseln zwischen den Inselklubs im Sommer haben die Inselduelle an Aufmerksamkeit gewonnen – hier ging es nicht um Auf- oder Abstieg in der Verbandsliga der Herren, sondern um zwei C-Jugend-Mannschaften auf Kreisebene, in diesem Fall um ein rein insulares Duell.
In der A- und B-Jugend fällt das Zuschauerinteresse deutlich geringer aus. Dort fahren die Eltern die Spieler in der Regel nicht mehr zum Spiel oder zum Training.
Erste Halbzeit: Nervosität auf beiden Seiten
Die Partie war von Nervosität geprägt. In den ersten 35 Minuten kam Team Sylt zu genau einem gefährlichen Torschuss, mehr ließen die Abwehrreihen nicht zu. Sie neutralisierten sich gegenseitig – nicht immer mit fairen Mitteln.
Die Szene des Spiels: Rote Karte gegen den SCN
Die Vorentscheidung fiel nicht durch ein Tor, sondern durch einen Platzverweis. Der Angriff galt dem Ball, traf aber auch den Gegenspieler. Aus der Position des Schiedsrichters war die Szene schwer einzusehen; vom Spielfeldrand aus betrachtet war die Rote Karte zu hoch bemessen. Der SCN spielte den Rest der Partie in Unterzahl.
Zweite Halbzeit: Team Sylt übernimmt, Pepe Lorenz hält den SCN im Spiel
Nach dem Wechsel gewann Team Sylt die Oberhand. Der SCN stemmte sich mit allen Mitteln dagegen, und Torwart Pepe Lorenz rückte in den Mittelpunkt. Vier Minuten nach Wiederanpfiff foulte ein Spieler des SCN seinen Kontrahenten, Keno Bullen trat an und ließ Lorenz keine Chance – 0:1.
Kurz darauf erhöhte Mansy Gamal Vogt nach einer Einzelleistung auf 0:2. Vogt war an diesem Nachmittag der auffälligste Spieler auf dem Platz.
Danach verwalteten die Gäste ihre Überzahl und hatten noch die eine oder andere Gelegenheit, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Unter anderem einen verschossenen Elfmeter. Dass es beim 0:2 blieb, lag auch am Torwart des SCN.
Trotz der Rivalität der beiden Inselvereine blieb die Partie fair, auch nach dem Abpfiff gab es keine bösen Worte. Team Sylt nimmt die drei Punkte mit, der SCN kann sich zugutehalten, das Spiel über weite Strecken in Unterzahl offen gehalten zu haben.
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