Ende einer Ära, Start einer Zukunft: Hörnumer Hafen vor historischem Umbruch
Hörnum. Es ist der wohl bedeutendste Schritt für die südlichste Gemeinde Sylts seit Jahrzehnten. Der Hörnumer Hafen, einst als reiner Zweckbau des Bundes konzipiert, steht vor einer kompletten Metamorphose. Was früher als „bundeseigener Nothafen“ diente und militärischen sowie versorgungstechnischen Zwecken vorbehalten war, hat seine ursprüngliche Funktion längst verloren. Heute ist die Infrastruktur marode, Spundwände bröckeln, und Teile des Areals mussten bereits aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Doch nun zeichnet sich die Wende ab: Der Bund plant, den Hafen unentgeltlich an die Gemeinde Hörnum zu übertragen, da er für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nicht mehr erforderlich ist. Damit öffnet sich die Tür für eine touristische Neuausrichtung. Hörnum, das sich vom einstigen militärischen Stützpunkt zum beliebten Familien- und Naturtourismusort gemausert hat, erhält die Chance, sein „Herzstück“ neu zu gestalten.
Die Vision ist klar: Wo heute noch verfallende Kaianlagen das Bild trüben, sollen künftig neue Aufenthaltsbereiche, gastronomische Angebote und öffentliche Begegnungsräume entstehen. Das Ingenieurbüro Inros Lackner wurde bereits mit der Generalplanung beauftragt, um den Hafen fit für das 21. Jahrhundert zu machen. Für den Tourismusstandort Hörnum ist dies essenziell, denn der Hafen ist nicht nur Ankunftsort für Ausflugsschiffe, sondern auch der zentrale Treffpunkt für Urlauber, die das maritime Flair der Südspitze suchen.




