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Drama im Wattenmeer: Todesschuss für gestrandeten Wal auf Sylt

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Ein lebloser Gigant im flachen Küstenwasser – dieses Bild bot sich am Donnerstagmorgen auf Sylt und markierte das Ende eines leisen Dramas. Ein knapp vier Meter langer Schnabelwal hatte sich ins Watt bei Munkmarsch verirrt und musste letztlich durch die Kugel eines Jägers von seinem aussichtslosen Kampf erlöst werden.

Schon in den Tagen zuvor war das Tier an der Ostseite der Insel aufgefallen. Seine Bewegungen waren ein klares Notsignal: Immer wieder drehte es sich in monotonen Kreisen, ein untrügliches Zeichen für eine schwere neurologische Beeinträchtigung, wie der hinzugezogene Seehundjäger Thomas Diedrichsen feststellte. Der Meeressäuger war vollkommen desorientiert und für die seichten Gewässer ungeeignet.

Noch bevor professionelle Hilfe eintraf, hatten Passanten mitfühlend versucht, das geschwächte Tier zurück in die rettende Tiefe zu bugsieren – eine vergebliche Anstrengung. Der Gesundheitszustand des Wales war desaströs. Er war bis auf die Knochen abgemagert, und eine sichtbare Pilzinfektion im Maulbereich zeugte von seinem langen Leiden. Für den Experten war klar, dass der Wal dem Tode geweiht war. Die Tötung war ein Akt der Gnade, um ein qualvolles Verenden zu verhindern.

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Schnabelwale sind Geschöpfe der extremen Tiefsee und Meister des Abtauchens. Normalerweise jagen sie in den finsteren Abgründen der Ozeane nach Kalmaren und kommen nur zum Atmen an die Oberfläche. Ihre Physiologie ist perfekt an den gewaltigen Druck und den Sauerstoffmangel in Tausenden Metern Tiefe angepasst. Ein Aufenthalt im flachen, küstennahen Wattenmeer ist für sie eine tödliche Falle.

So tragisch dieses Ereignis ist, liefert der Kadaver des Tieres der Wissenschaft wertvolle Daten. Da Begegnungen mit lebenden Schnabelwalen auf hoher See extrem selten sind, stammt ein Großteil des Wissens über diese geheimnisvollen Meeresbewohner von genau solchen gestrandeten Individuen. Der Körper des auf Sylt erschossenen Wales wird nun untersucht, um mehr über seine Art und die möglichen Ursachen seiner Erkrankung zu erfahren.

Foto von Jörg Mazur – Urheber, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=145383567

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Laetitia Mikolassek, die bereits für Holstein Kiel und Turbine Potsdam gespielt hat, dort aber immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, und Madlen Glonner, die zuletzt als Torfrau in der Männermannschaft von Team Sylt gehalten hat. Für Goldebek-Arlewatt wurde genau diese Verstärkung zum Problem. Zwei Kontakte, dann der Abschluss Es dauerte 120 Sekunden. Mikolassek traf in der 2. Minute zur Führung, Lis Emma Boysen legte in der 5. nach. Danach lief das Spiel nur noch in eine Richtung. Die Inselnerinnen wirkten frischer, vor allem aber technisch eine Klasse besser: maximal zwei Ballberührungen, schnelle Flügelspielerinnen, saubere Abschlüsse. Die Abwehr des Favoriten kam mit dem Tempo schlicht nicht mit. Besonders Pina Rohde und Mikolassek lasen die Räume gedankenschnell – jeder Fehlpass der Gäste wurde umgehend bestraft. Mikolassek traf in der 10., 15. und 24. Minute zum 5:0-Pausenstand. Dass es zur Halbzeit nicht schon zweistellig stand, war einzig das Verdienst von Gästetorfrau Emmily Kohlmüller, die mit einer Reihe starker Paraden das Debakel in Grenzen hielt. Die Chancenverwertung war denn auch der einzige Punkt, an dem sich der SCN Kritik gefallen lassen muss. Dass eine Spielerin mit Mikolasseks Vita heute in der Kreisklasse aufläuft, hat einen bitteren Grund: Verletzungspech hat sie in Kiel und Potsdam immer wieder zurückgeworfen. Auf Sylt scheint sie ihre Freude am Fußball wiedergefunden zu haben – und die Liga bekommt das gerade zu spüren. Und in den wenigen Momenten, in denen die überforderten Gäste doch einmal vor das Tor kamen, war entweder Glonner zur Stelle oder die enorm agile Nommi Marie Rohde, die hinten alles zumachte. Die zweite Hälfte gehört der Kapitänin Nach dem Seitenwechsel machte Mikolassek in der 55. mit ihrem fünften Treffer das halbe Dutzend voll. Dann übernahm Kapitänin Pina Rohde: 62., 65. und schließlich 82. 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Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller
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