Wer an Sylt denkt, hat oft direkt exklusive Hotels und hochpreisige Restaurants im Kopf. Dass es auch anders geht, beweist der Campingplatz in Rantum, der größte seiner Art auf der Insel. In einem aktuellen Beitrag des Regionalsenders SYLT1 gibt Teamleiter Mike Ossenbrink spannende Einblicke in den Alltag, die Infrastruktur und die überraschend fairen Preise der Anlage.
Moderne Infrastruktur und smarter Check-in Mit 400 Stellplätzen, 70 Zeltplätzen und 20 ganzjährig geöffneten Wohnmobilübernachtungsplätzen bietet das Areal in Rantum ordentlich Raum für Erholung. Dennoch gilt: In der Hauptsaison ist eine frühzeitige Reservierung absolute Pflicht, denn Wildcampen ist auf der Insel verboten. Wer einen Platz ergattert hat, darf sich über moderne Annehmlichkeiten freuen. Der Check-in läuft flexibel über Automaten, die praktischerweise direkt die benötigte Gästekarte (Kurkarte) mit ausdrucken.
Auch bei typischem nordfriesischem „Schietwetter“ sind die Gäste bestens versorgt: Ein großzügiger Aufenthaltsraum im Obergeschoss des Sanitärgebäudes bietet Schutz und Geselligkeit. Zudem wurden neue Splitflächen für Wohnmobile angelegt, damit niemand im strömenden Regen seine Ausrüstung im Schlamm abbauen muss – eine Aufwertung, die bei den Gästen hervorragend ankommt.
Vom Zelt bis zum vollausgestatteten Mobilheim Das Angebot richtet sich an alle Zielgruppen – vom klassischen Zelturlauber bis hin zu Gästen, die den Komfort einer Ferienwohnung suchen, aber die unbeschwerte Camping-Atmosphäre nicht missen wollen. Für Letztere stehen voll ausgestattete Mobilheime bereit. Mit eigener Küche, Spülmaschine, Bad und Platz für bis zu vier Personen bieten sie eine clevere Alternative.
Auch für die Zelt-Liebhaber gibt es reichlich Platz. Wer noch näher ans Wasser möchte, findet auf dem Schwesterplatz in Westerland direkt an der Zeltdüne ideale Bedingungen. Eine wichtige Einschränkung gibt es jedoch: Minderjährige ohne erwachsene Begleitung dürfen auf den Plätzen nicht zelten.
Faire Preise wider das Sylt-Klischee Das wohl überraschendste Detail sind die Preise. Während die Kosten andernorts teils drastisch steigen, hat man sich hier bewusst für Stabilität entschieden. Ein voll ausgestattetes Mobilheim für vier Personen liegt in der Hauptsaison bei etwa 190 Euro pro Tag. Wer zu zweit mit dem eigenen Camper anreist, zahlt in der Hochsaison knapp unter 50 Euro – in der Nebensaison beginnen die Preise sogar schon bei rund 25 Euro. „Wir haben ein wirklich gutes Angebot für einen wirklich fairen Preis“, betont Ossenbrink und unterstreicht damit die Philosophie der Geschäftsführung, Urlaub auf Sylt bezahlbar zu halten.
Rundum-sorglos-Paket und ein Herz für die Insel Die Anlage in Rantum gleicht einem kleinen Dorf: Ein gut sortierter Minimarkt, ein beliebtes Restaurant, ein großer Kinderspielplatz und der wohl älteste Crêpe-Stand der Insel (seit 1978) machen es fast unnötig, den Platz zu verlassen. Hinter den Kulissen sorgt ein eingespieltes Team aus fünf Festangestellten und zusätzlichen Saisonkräften dafür, dass alles reibungslos läuft und die knapp 30.000 Quadratmeter Rasenfläche selbst in der Hochphase perfekt gepflegt sind.
Dass in diesen Platz viel Leidenschaft fließt, zeigt sich nicht zuletzt an einer besonders charmanten Aktion: Jedes Frühjahr mäht Mike Ossenbrink ein riesiges Herz in die Zeltwiese – in der Hoffnung, dass es eines Tages auf Google Earth zu sehen ist. Er überlegt sogar, die Konturen künftig mit roten Tulpen zu bepflanzen. Ein wunderschönes Statement für die Insel und ein Beweis dafür, dass Sylt auch abseits des Luxus-Images durch ganz bodenständigen Charme überzeugen kann.




