Seit anderthalb Jahren kämpft die Partnerin von Mario Kempinski gegen gleich zwei Krebserkrankungen. Die Behandlung, auf die das Paar jetzt setzt, zahlt die Krankenkasse nicht. Nun hoffen die beiden auf Unterstützung.
Mario Kempinski kennt man auf Sylt als Inhaber eines Küchenstudios. Doch seit rund anderthalb Jahren bestimmt ein ganz anderes Thema sein Leben: Seine Lebensgefährtin ist an zwei verschiedenen Krebsarten erkrankt. In einem Videointerview hat er nun öffentlich gemacht, wie sehr die Krankheit das Paar gesundheitlich, emotional und inzwischen auch finanziell belastet.
Ein langer Weg durch die Therapien
Nach der Diagnose begann zunächst die klassische Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung. Den erhofften Erfolg brachte sie nach Kempinskis Schilderung jedoch nicht. Das Paar entschied sich deshalb für einen weiteren Weg: eine Hyperthermie-Behandlung, also eine Wärmetherapie, in einer Privatklinik, kombiniert mit Vitamin-C-Gaben.
Nach Angaben von Kempinski zeigt die Behandlung erste Wirkung. Die Tumore seien um etwa 18 bis 20 Prozent zurückgegangen. Für das Paar ist das ein wichtiger Hoffnungsschimmer nach vielen schweren Monaten.
Rund 3.000 Euro im Monat
Die Kehrseite: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Behandlung bislang nicht. Rund 3.000 Euro fallen dafür jeden Monat an, und die Therapie soll voraussichtlich noch bis Dezember weiterlaufen. Nach mehr als anderthalb Jahren Krankheit kann das Paar diese Summe nicht länger allein aus eigener Tasche aufbringen.
So kann man helfen
Deshalb wurde eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe gestartet. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, hilft dabei, die Behandlung bis zum Jahresende weiterzuführen.
Wer das Paar unterstützen oder Kontakt aufnehmen möchte, kann sich außerdem per E-Mail melden. Mario Kempinski hat angekündigt, sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern persönlich zurückzumelden.
- Spendenaktion: https://gofund.me/d262b04b9
- Kontakt: Fo2grafie@gmail.com
Zur Einordnung
Hyperthermie wird in der Krebsmedizin unterschiedlich bewertet. Einige Formen sind in Kombination mit Chemo- oder Strahlentherapie wissenschaftlich untersucht und werden auch an Kliniken eingesetzt, bei anderen Verfahren ist die Wirksamkeit weniger gut belegt. Für hochdosiertes Vitamin C gibt es bislang keinen gesicherten Nachweis einer Wirkung gegen Tumore. Wer mehr über Behandlungsmöglichkeiten erfahren möchte, erhält kostenlose und unabhängige Auskunft beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums unter 0800 420 30 40.
Für Mario Kempinski und seine Partnerin zählt im Moment vor allem eines: die Behandlung fortsetzen zu können, die ihnen neue Hoffnung gibt.
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