Am vergangenen Wochenende herrschte in der Halle Hochbetrieb, als unsere Fußballerinnen vom Team Sylt die Segel setzten, um sich mit der regionalen Konkurrenz zu messen. In einem Teilnehmerfeld, das vom souveränen Husumer SV angeführt wurde, präsentierten sich die Sylter Farben mit zwei Mannschaften, die unterschiedlicher kaum hätten abschneiden können. Während das Team B einen hervorragenden zweiten Platz erkämpfte und sich nur knapp geschlagen geben musste, stand für das Team A ein Tag des Umbruchs und des Lernens auf dem Programm.
Die Ergebnisse spiegelten dabei vor allem die personelle Situation wider, die das Trainerteam vor Herausforderungen stellte. Da vier Stammspielerinnen krankheitsbedingt oder aus Zeitgründen passen mussten, rückten viele junge Talente aus unterschiedlichen Jahrgängen nach. Dieses bunte Mosaik aus Erfahrung und jugendlichem Elan führte dazu, dass das gewohnte Zusammenspiel in der Hitze des Gefechts verständlicherweise noch nicht vollends ineinandergriff. Dennoch bewiesen die Auftritte gegen Teams wie den Eckernförder IF oder den SV Frisia Risum-Lindholm, dass der Sylter Nachwuchs bereitsteht, wenn er gerufen wird.
Ein besonderes Augenmerk lag an diesem Tag auf der Defensive und der Besetzung zwischen den Pfosten. Es war ein wichtiges Signal für die gesamte Mannschaft zu sehen, dass sich eine neue Torfrau entwickelt, die mit ihren Paraden Sicherheit ausstrahlte. Auch wenn die Tabelle für das Team A am Ende nur den sechsten Rang auswies, wog die Erkenntnis schwerer, dass man auf die jüngeren Jahrgänge jederzeit zurückgreifen kann. Diese Tiefe im Kader wird ein entscheidender Faktor sein, wenn es in den kommenden Wochen wieder um Punkte auf dem Rasen geht.
Das Turnier diente vor allem dazu, nach der Winterpause rechtzeitig den nötigen Wettkampfmodus zu finden. Mit dem ersten Pflichtspiel am 28. Februar vor der Brust war dieser intensive Turniertag die ideale Generalprobe, um die nötige Härte und Spielpraxis zu sammeln. Trotz der gemischten Resultate blickt man auf der Insel optimistisch nach vorn. Wenn die Stammkräfte zum Saisonauftakt wieder zum Team stoßen, wird die Mannschaft durch die neu gewonnenen Erfahrungen der jungen Spielerinnen nur noch breiter aufgestellt sein.



