Das Protestcamp der Punks auf Sylt wird 2025 erneut auf der Festwiese in Tinnum stattfinden, organisiert von der Gruppe „Aktion Sylt“. Vom 28. Juli bis 17. August sind bis zu 300 Teilnehmer zugelassen. Die Behörden haben strenge Auflagen erlassen: Offenes Feuer, Grillen und Pyrotechnik sind verboten, Ruhezeiten müssen eingehalten werden, und das Verrichten der Notdurft ist ausschließlich in bereitgestellten Chemietoiletten erlaubt. Die Teilnehmer sind selbst für die Müllentsorgung sowie die Versorgung mit Wasser und Strom verantwortlich. Ordner müssen klar erkennbar sein, und Plakate oder Transparente, die gegen Gesetze oder die demokratische Grundordnung verstoßen, sind untersagt. Die Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, Gemeinde, Polizei und Versammlungsbehörde verlief bislang kooperativ
In den vergangenen Jahren kam es jedoch immer wieder zu erheblichen Schäden an der genutzten Fläche und der Infrastruktur der Gemeinde. Die Kosten für die Wiederherstellung trug meist die Gemeinde Sylt, obwohl sie keinen Einfluss auf die Genehmigung des Camps hat. Deshalb stellt sich die Frage, ob der Kreis Nordfriesland künftig Ausgleichszahlungen leisten wird, da er der Gemeinde die Nutzung der Fläche faktisch aufzwingt. Eine Antwort darauf bleibt bisher aus. Klar ist: Die Belastung für die Gemeinde ist erheblich, und die Verantwortung für die Regulierung der Schäden ist weiterhin ungeklärt.




