Machen wir uns nichts vor: Sylt ist ein Naturparadies. Aber an jenen Tagen, an denen der Regen streng horizontal über den Strand peitscht und Kleinkinder ab Windstärke acht aerodynamisch ungünstig werden, braucht selbst die robusteste Outdoor-Familie ein Dach über dem Kopf. Zum Glück gibt es für genau diese Momente das rettende Ufer in Wenningstedt: Die Sylt4Fun-Halle. Und die hat gerade ein echtes Premium-Lifting hinter sich.
In unserer Wochenshow haben wir sie getestet. Felix Ferchen und Kai Müller hatten die Idee schon vor Jahren. Aus einer groben Idee ist Realiät geworden.
Unter 100.000 Euro hat man hier in die Hand genommen. Auf dem Sylter Immobilienmarkt bekommt man dafür in Kampen vielleicht einen hübsch gepflasterten halben Parkplatz. In der Norddörfer Halle hingegen gab es dafür ein komplett neues Fundament für den Spieltrieb: Der Fußbodenunterbau wurde von Grund auf saniert und mit feinstem Linoleum überzogen. Warum das wichtig ist? Weil der alte Boden nach jahrelangem Dauer-Sockenrutschen bei Schietwetter vermutlich glatter war als das Eis in der Kurve beim Bob-Weltcup.
Das eigentliche Highlight thront nun aber an einer Seite der Halle. Nein, nicht die Boulderwand – dieser verlässliche Kletter-Veteran war ja schon da. Wir sprechen vom nagelneuen, hochmodernen Spiel- und Klettergerät, das ab sofort das Herzstück der Halle bildet. Und wer jetzt denkt, öffentliche Bauprojekte auf Sylt dauern normalerweise so lange wie die Erosion des Roten Kliffs, der wurde hier eines Besseren belehrt: Von der ersten Skizze bis zum Einzug vergingen nur wenige Monate.
Doch was nützt das schönste Spielgerät auf dem Papier, wenn es im echten Insel-Alltag nicht besteht? Vergessen Sie feierliche Reden von Politikern, die rote Bänder durchschneiden. Für die Abnahme der Halle rückte das einzig wahre Elite-Sonderkommando der Insel an: Der Kindergarten Wenningstedt-Braderup.
Die kleinen Experten unterzogen den neuen Linoleumboden sofort einem kompromisslosen Reibungstest und prüften die strukturelle Integrität der Kletteranlage unter realen Härtebedingungen. Das fachmännische Urteil, das lautstark durch die Halle schallte: Test bestanden. Und auch wir selbst durften die Anlage testen. Schon mal mit rund 90 Kilo über eine dünne Plexiglasscheibe gelaufen? Funktioniert. Denn die kann deutlich mehr ab. Auch Rutsche und Hängebrücke sind großes Kino. Ach, wäre man noch mal 10 Jahre alt…
Ab sofort ist das Wenningstedter Schlechtwetter-As also wieder im Ärmel der Insel-Eltern. Moderner, sicherer und frisch aufpoliert. Ein Hoch auf die Indoor-Oase – zumindest so lange, bis draußen wieder die Sonne scheint und der Sand ruft.




