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Sylter Stranddistel vom Aussterben bedroht

In diesem Sylt News Artikel

Kampen kümmert sich um die Wiederansiedelung der Naturschönheit

 

Bereits seit Jahrzehnten ziert sie das Wappen von Kampen, jetzt ist sie vom Aussterben bedroht: Die Sylter Stranddistel steht auf der roten Liste für gefährdete Arten. Die Gemeinde Kampen hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Stranddistel wieder an ihrer Küste anzusiedeln.

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„Der Mensch soll die Pflanze auch in der Natur sehen, die wir in unserem Ortswappen tragen“, erklärt Birgit Friese vom Tourismus-Service Kampen.

 

 

Sylter Stranddistel vom Aussterben bedroht

 

Während Stranddisteln lange Zeit die küstennahen Dünenlandschaften an Nord- und Ostsee prägten, sind die Bestände in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen bzw. wie in Kampen ganz verschwunden. Die Hauptursachen: Ihre Wurzeln sind ein beliebtes Futter von Kaninchen, außerdem nahmen Strandbesucher die Naturschönheit gerne mit nach Hause. Aber selbst Küstenschutzmaßnahmen sind mit verantwortlich. So wurde der Stranddistel weiterer Lebensraum durch die Bepflanzung der Dünen mit Strandhafer und Strandroggen geraubt.

 

Sylter Stranddistel vom Aussterben bedroht

 

 

 

 

Die Wiederansiedelung stellt ein aufwändiges Unterfangen dar, mit dem in Kampen vor zwei Jahren begonnen wurde. „Für die Wiederansiedelung in einem Naturschutzgebiet kam nur heimisches Saatgut in Frage“, betont Margit Ludwig von der Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V. Da es auf Sylt größere Bestände nur noch am Ellenbogen gibt, wurden den Lister Stranddisteln Samen entnommen. Sie sind von einem Naturschutzverein an der Ostseeküste in Töpfen zu kleinen Pflänzchen vorgezogen worden. Im vergangenen Herbst wurden die 60 stärksten Setzlinge nahe der Buhne 16 ausgepflanzt. Jetzt sind erste Erfolge sichtbar. Die zarten, grade einmal zehn Zentimeter großen Pflanzen haben den Winter gut überstanden: „Die kalte Jahreszeit ist für die Jung-Disteln besonders schwierig. Wir freuen uns daher sehr, dass rund die Hälfte von ihnen überlebt hat und angewachsen ist“, so Margit Ludwig.

 

Grundsätzlich besitzt die ursprüngliche Dünenlandschaft von Kampen gute Bedingungen für das Wachstum der Stranddistel, denn diese liebt das raue Klima und Böden mit wertvollen Nährsalzen des Meeres. „Es kann allerdings noch einige Jahre dauern, bis die Stranddisteln das erste Mal blühen, sich von alleine fortpflanzen und ihr Bestand in Kampen als gesichert gelten kann“, erzählt Birgit Friese. „Aber mein Wunsch ist, dass unsere Gäste eines Tages zum Meer laufen, die Stranddistel, die sie von unserer Flagge kennen, am Weg wachsen sehen und sich über ihre bestechende Schönheit freuen.“ Die nächste Anpflanzung ist für den Spätsommer geplant.

 

 

Unterstützt wird die Initiative von prominenten Paten wie der Modedesignerin Iris von Arnim und dem französischen Bademoden-Label Vilebrequin. Beide sind mit eigenen Shops in Kampen vertreten und nutzen die Stranddistel jeweils für eine limitierte Kollektion. Als gestickte Version auf den Badehosen bei Vilebrequin und als Print-Motiv im Rahmen der Kampener Flagge auf edlen Cashmerepullovern bei Iris von Arnim. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf der exklusiven Designerstücke liegt bereits auf dem Spendenkonto der Gemeinde Kampen zur Ansiedelung der Stranddistel. Wer Interesse hat, die Stranddistel zu unterstützen, kann dies auch in dieser Saison durch den Kauf einer Badehose von Vilebrequin oder eines Cashmerepullis für den Herren von Iris von Arnim tun!

 

 

 

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Sylt News

Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. Der SC Norddörfer fegte die FSG Goldebek-Arlewatt II mit 9:0 vom Platz – und das war noch das freundliche Ergebnis. Die Vorzeichen hatten eine andere Sprache gesprochen. Die Gäste waren als Zweiter der Vorsaison und designierter Titelfavorit angereist. Der SCN hingegen hatte im Vorjahr gar nicht gemeldet; in der Saison davor reichte es nur zu einem Platz im unteren Mittelfeld. Was sich in Wenningstedt allerdings verändert hat, ist die personelle Ausgangslage: Das einzige Sylter Frauenteam der Vorsaison, der Meister von Team Sylt, hat seine Meldung zurückgezogen – und ein Teil dieser Meisterinnen läuft jetzt für den SCN auf. Zwei Namen stehen dabei besonders heraus. Laetitia Mikolassek, die bereits für Holstein Kiel und Turbine Potsdam gespielt hat, dort aber immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, und Madlen Glonner, die zuletzt als Torfrau in der Männermannschaft von Team Sylt gehalten hat. Für Goldebek-Arlewatt wurde genau diese Verstärkung zum Problem. Zwei Kontakte, dann der Abschluss Es dauerte 120 Sekunden. Mikolassek traf in der 2. Minute zur Führung, Lis Emma Boysen legte in der 5. nach. Danach lief das Spiel nur noch in eine Richtung. Die Inselnerinnen wirkten frischer, vor allem aber technisch eine Klasse besser: maximal zwei Ballberührungen, schnelle Flügelspielerinnen, saubere Abschlüsse. Die Abwehr des Favoriten kam mit dem Tempo schlicht nicht mit. Besonders Pina Rohde und Mikolassek lasen die Räume gedankenschnell – jeder Fehlpass der Gäste wurde umgehend bestraft. Mikolassek traf in der 10., 15. und 24. Minute zum 5:0-Pausenstand. Dass es zur Halbzeit nicht schon zweistellig stand, war einzig das Verdienst von Gästetorfrau Emmily Kohlmüller, die mit einer Reihe starker Paraden das Debakel in Grenzen hielt. Die Chancenverwertung war denn auch der einzige Punkt, an dem sich der SCN Kritik gefallen lassen muss. Dass eine Spielerin mit Mikolasseks Vita heute in der Kreisklasse aufläuft, hat einen bitteren Grund: Verletzungspech hat sie in Kiel und Potsdam immer wieder zurückgeworfen. Auf Sylt scheint sie ihre Freude am Fußball wiedergefunden zu haben – und die Liga bekommt das gerade zu spüren. Und in den wenigen Momenten, in denen die überforderten Gäste doch einmal vor das Tor kamen, war entweder Glonner zur Stelle oder die enorm agile Nommi Marie Rohde, die hinten alles zumachte. Die zweite Hälfte gehört der Kapitänin Nach dem Seitenwechsel machte Mikolassek in der 55. mit ihrem fünften Treffer das halbe Dutzend voll. Dann übernahm Kapitänin Pina Rohde: 62., 65. und schließlich 82. Minute – Dreierpack, 9:0, Schlusspunkt. Neun Tore, kein Gegentor, keine erkennbare Schwäche. Es ist der erste Spieltag, und trotzdem drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht haben wir an der Sam-Beese-Kampfbahn die designierten Meisterinnen der Kreisklasse Nordfriesland gesehen. Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. 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Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller
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