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Sylter Handballer triumphieren doppelt – Sport auf Sylt

Sylt Handball

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Sylter Handballer triumphieren doppelt

Handball im Schulzentrum in Westerland ist nichts für schwache Nerven. Zu groß ist der Aderlass in den Kadern, zu groß die Umstellungen. Dass überhaupt wettbewerbsfähige Mannschaften gestellt werden können, ist dem Engagement des Trainerteams um Lars Schnittgard zu verdanken.

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Doch wie in jedem Jahr gelingt es den Syltern, mit ihren Minikadern mitzuhalten. Bestes Beispiel war die Saison 2022/23, in der man mit den Damen ungeschlagen Meister wurde und die Herren bis zum letzten Spieltag Chancen auf den Meistertitel hatten.

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Nach dem Unentschieden am ersten Spieltag und der Niederlage gegen Sieverstedt schwante den Verantwortlichen der Herren-Handballmannschaft vom TSV Westerland jedoch nichts Gutes. Das gleiche Szenario bei den Damen. Auch sie verloren ihr erstes Spiel.

Favorit Munkbrarup startet wie die Feuerwehr

Gegen die HFF Munkbrarup konnte Schnittgard zumindest das beste Team auf die Platte schicken. Die HFF hatte ihre Spiele gegen Dithmarschen Süd und Weddingstedt mehr oder weniger dominiert und wollte sich mit einem Sieg auf den ersten Rang vorschieben. Der Favorit legte auch los wie die Feuerwehr und lag nach fünf Minuten mit 5:1 in Führung. Doch die Insulaner stemmten sich gegen die drohende Niederlage und verkürzten durch Ardian Canaj und Jensen immer wieder, so dass es den Festländern nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen.

Der Abstand auf Munkrarup belief sich bis zur Pause auf zwei Treffer. Nach der Pause das gleiche Bild. Bis neun Minuten vor Schluss lagen die Sylter hinten und konnten immer mal wieder maximal den Ausgleich schaffen. Dann trafen Eike Sjard Knudsen und Kevin Sebastian Tillmann und der TSV führte mit 27:25. Als Nico Matzhöfer fünf Minuten vor Schluss erneut den zwei Tore Vorsprung schaffte, schien der Sieg zum Greifen nahe. Doch in derselben Minute kassierte Ardian Canaj seine dritte 2-Minuten Strafe. Nun wurden die Sylter wiederum hektisch. Erinnerungen an das Spiel gegen Weddingstedt schienen geweckt und die Nervosität wurde greifbar. Und es passierte wirklich. Der HFF Munkrarup glich 1:30 Minuten vor Schluss aus. Lennart Niklas Jensen traf dann doch zum vielumjubelten 30:29. Eine Auszeit – dann Schluss. Die Sylter feierten ihren ersten Saisonsieg. Zuhause. Handball im Schulzentrum auf Sylt ist keine Sache für schwache Nerven.

Trainer Lars Schnittgard sagte nach dem Spiel, dass es eine Begegnung auf Augenhöhre war und der Sieg der geschlossenen Mannschaftsleistung zu  verdanken sei. Und mit Timo Schiedl hatte man den Garanten des Sieges im Tor.

Zusammenfassung:

TSV Westerland – HFF Munkbrarup: 30:29 30.09.2023, Westerland, Männer Kreisoberliga, Zuschauer: 75.

TSV Westerland: Ardian Canaj (11), Lennart Niklas Jensen (8), Eike Sjard Knudsen (3), Kevin Sebastian Tillmann (2), Nico Matzhöfer (2), Johannes Biallas (2), F. S. (1), Finn Nikolai Rudolf (1), Dennis Woysch, Timo Schmiedl, Stephan Lankenau, S. H., Luca Samuel Cieslak. Offizielle: Lars Schnittgard

HFF Munkbrarup: Silvan Schröder (8), Jacob Schröder (6), Fynn Ole Petersen (5), Joshua Fleno Krappitz (3), Rico Thomsen (2), Felix Paulsen (2), Brijan Pascal Schmidt (1), Henrik Reis (1), Jannis Levin Petersen (1), Philipp Reis, Lewe Jasper Leemhuis, Nicolas Augart. Offizielle: Britta Jänicke, Nils Petersen,

Schiedsrichter: Janne Lahrssen

Westerländer Damen mit Heimsieg

Anders als die Herren konnten die Westerländer Damen am Samstag ihr zweites Saisonspiel bereits früh und nervenschonender gewinnen. Nach der deutlichen Niederlage gegen Schafflund-Medelby in der Vorwoche setzten sich die Sylterinnen gegen den TSV Nord-Harislee mit 29:13 durch.

Die Gäste, die nur mit acht Spielerinnen antraten, hatten von Beginn an Probleme, mit dem Tempo der Sylterinnen mitzuhalten. Nadja Midekke, die im ersten Spiel noch fehlte, traf gleich zehnmal und war damit die beste Werferin der Partie.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Sylterinnen bis zur Pause auf 14:8 ab. Im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Spielgescheben und der TSV ließ den Gästen keine Chance.20:15

Zusammenfassung:

TSV Westerland – TSV Nord Harrislee: 20:15 30.09.2023, Westerland,

Frauen Kreisklasse Nord 2, Zuschauer: 38.

TSV Westerland: Nadja Middeke (10), Marisol Schnittgard (3), Janina Nielsen (3), Verena Wittke (2), Shaira Carmen Barth (1), Tonja Anic (1), Ellis Inger Wulff, Lisa Heß, Kafui Vanessa Afriyie. Offizielle: Alexander Zaspel

TSV Nord Harrislee: Annika Hansen (7), Charlotte Martsch (4), P. F. (3), Gaby Tobeler (1), Nicole Waide, Michèle Severin, Monique Piskalla, Janin Lemke, Rita Bargiel. Offizielle: Gerd Hansen

Schiedsrichter: Guido Hultzsch

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Sylt News

Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. Der SC Norddörfer fegte die FSG Goldebek-Arlewatt II mit 9:0 vom Platz – und das war noch das freundliche Ergebnis. Die Vorzeichen hatten eine andere Sprache gesprochen. Die Gäste waren als Zweiter der Vorsaison und designierter Titelfavorit angereist. Der SCN hingegen hatte im Vorjahr gar nicht gemeldet; in der Saison davor reichte es nur zu einem Platz im unteren Mittelfeld. Was sich in Wenningstedt allerdings verändert hat, ist die personelle Ausgangslage: Das einzige Sylter Frauenteam der Vorsaison, der Meister von Team Sylt, hat seine Meldung zurückgezogen – und ein Teil dieser Meisterinnen läuft jetzt für den SCN auf. Zwei Namen stehen dabei besonders heraus. Laetitia Mikolassek, die bereits für Holstein Kiel und Turbine Potsdam gespielt hat, dort aber immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, und Madlen Glonner, die zuletzt als Torfrau in der Männermannschaft von Team Sylt gehalten hat. Für Goldebek-Arlewatt wurde genau diese Verstärkung zum Problem. Zwei Kontakte, dann der Abschluss Es dauerte 120 Sekunden. Mikolassek traf in der 2. Minute zur Führung, Lis Emma Boysen legte in der 5. nach. Danach lief das Spiel nur noch in eine Richtung. Die Inselnerinnen wirkten frischer, vor allem aber technisch eine Klasse besser: maximal zwei Ballberührungen, schnelle Flügelspielerinnen, saubere Abschlüsse. Die Abwehr des Favoriten kam mit dem Tempo schlicht nicht mit. Besonders Pina Rohde und Mikolassek lasen die Räume gedankenschnell – jeder Fehlpass der Gäste wurde umgehend bestraft. Mikolassek traf in der 10., 15. und 24. Minute zum 5:0-Pausenstand. Dass es zur Halbzeit nicht schon zweistellig stand, war einzig das Verdienst von Gästetorfrau Emmily Kohlmüller, die mit einer Reihe starker Paraden das Debakel in Grenzen hielt. Die Chancenverwertung war denn auch der einzige Punkt, an dem sich der SCN Kritik gefallen lassen muss. Dass eine Spielerin mit Mikolasseks Vita heute in der Kreisklasse aufläuft, hat einen bitteren Grund: Verletzungspech hat sie in Kiel und Potsdam immer wieder zurückgeworfen. Auf Sylt scheint sie ihre Freude am Fußball wiedergefunden zu haben – und die Liga bekommt das gerade zu spüren. Und in den wenigen Momenten, in denen die überforderten Gäste doch einmal vor das Tor kamen, war entweder Glonner zur Stelle oder die enorm agile Nommi Marie Rohde, die hinten alles zumachte. Die zweite Hälfte gehört der Kapitänin Nach dem Seitenwechsel machte Mikolassek in der 55. mit ihrem fünften Treffer das halbe Dutzend voll. Dann übernahm Kapitänin Pina Rohde: 62., 65. und schließlich 82. Minute – Dreierpack, 9:0, Schlusspunkt. Neun Tore, kein Gegentor, keine erkennbare Schwäche. Es ist der erste Spieltag, und trotzdem drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht haben wir an der Sam-Beese-Kampfbahn die designierten Meisterinnen der Kreisklasse Nordfriesland gesehen. Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. 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Dass eine Spielerin mit Mikolasseks Vita heute in der Kreisklasse aufläuft, hat einen bitteren Grund: Verletzungspech hat sie in Kiel und Potsdam immer wieder zurückgeworfen. Auf Sylt scheint sie ihre Freude am Fußball wiedergefunden zu haben – und die Liga bekommt das gerade zu spüren. Und in den wenigen Momenten, in denen die überforderten Gäste doch einmal vor das Tor kamen, war entweder Glonner zur Stelle oder die enorm agile Nommi Marie Rohde, die hinten alles zumachte. Die zweite Hälfte gehört der Kapitänin Nach dem Seitenwechsel machte Mikolassek in der 55. mit ihrem fünften Treffer das halbe Dutzend voll. Dann übernahm Kapitänin Pina Rohde: 62., 65. und schließlich 82. Minute – Dreierpack, 9:0, Schlusspunkt. Neun Tore, kein Gegentor, keine erkennbare Schwäche. Es ist der erste Spieltag, und trotzdem drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht haben wir an der Sam-Beese-Kampfbahn die designierten Meisterinnen der Kreisklasse Nordfriesland gesehen. Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller
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