Die Schließung der Geburtshilfe an der Asklepios Nordseeklinik zum 1. Januar hat dem Konzern jetzt eine Strafanzeige eingebracht. Die Eckernförderin Alexandra Bruns zeigte den Geschäftsführer des Konzerns und den Sylter Klinikleiter bei der Staatsanwaltschaft Flensburg an.
Die Klägerin will mit dem juristischen Schritt nicht etwa die Sylter Geburtshilfe zurückbringen, sondern Aufklärung erreichen: „Es soll geklärt werden, ob die Unterschreitung der Mindeststandards für drei Schadensfälle in den vergangenen Jahren ursächlich sind.“ 2010 erlitt ein Kind eine schwere Behinderung unter der Geburt, 2011 und 2012 gab es jeweils einen Todesfall. Die Argumentation der Anzeige: Die Asklepios-Geschäftsführung könnte sich durch die Tolerierung einer Mangelsituation einer „Organisationsverantwortung“ schuldig gemacht haben.
Beim Asklepios-Konzern bewerten derweil Juristen den Vorgang.
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