Hell und Dunkel: Alexander Ivanov spielt Bach, Rachmaninow und Gubaidulina in St. Severin
Das Mittwochskonzert in der Keitumer Kirche verbindet Bachs Dorische Toccata mit Schostakowitsch und Sofia Gubaidulina.
Sofia Gubaidulina hat ihr Orgelstück „Hell und Dunkel“ 1976 geschrieben, zu einer Zeit, in der Neue Musik in der Sowjetunion eher geduldet als gefeiert wurde. In St. Severin gibt das Stück jetzt einem ganzen Konzertabend den Titel.
Alexander Ivanov stellt das Werk in eine Reihe mit Bachs Dorischer Toccata und Fuge in d-Moll, Rachmaninows Vocalise, Glasunows Fantasie op. 110 und einer Passacaglia aus Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“. Das ist ein russisch geprägtes Programm mit Bach als Fixpunkt, und es verspricht vor allem eines: Kontraste.
Die Passacaglia gehört zu den eindringlichsten Momenten der Oper, die Stalin 1936 so wenig gefiel, dass die Prawda sie öffentlich verriss. Auf der Orgel klingt das Stück ohne Bühne und Handlung, aber mit voller Wucht.
Gespielt wird am Mittwochabend in der 800 Jahre alten Kirche an der Munkmarscher Chaussee, Dauer rund 70 Minuten. Wer den Titel wörtlich nimmt: Draußen ist es um diese Uhrzeit Ende September schon dunkel, drinnen bleibt es hell.
Wann: Mittwoch, 30. September 2026, 20:15 Uhr · Dauer rund 70 Minuten
Wo: St. Severin Kirche, Munkmarscher Chaussee, Keitum
Anfahrt: Lage auf der Karte
Tickets: Online buchbar über den Veranstalter, außerdem an den Sylter Vorverkaufsstellen.
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