Es gibt Samstage, da passt in der Sporthalle von Sylt-Ost einfach alles zusammen. Wenn die Luft nach Harz und Ambition riecht, wissen die Gegner meist schon beim Aufwärmen: Hier wird es heute ungemütlich. So geschehen am vergangenen Wochenende, als die weibliche Jugend D des TSV Westerland die Gäste vom TSV Erfde mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem verdienten 22:16 (12:9) auf die Heimreise schickte.
Wer glaubte, die Insulanerinnen bräuchten eine Anlaufzeit, sah sich getäuscht. Mit einer Präzision, die man sonst eher von den Gezeiten am Ellenbogen kennt, überrollte Westerland die Gäste in den ersten zehn Minuten. Ein 6:2-Lauf markierte das Revier – ein Vorsprung, der zwar im Verlauf der Partie kurzzeitig wackelte, aber nie wirklich in Gefahr geriet.
Nervenstärke und Torgaranten
Trotz der Bemühungen aus Erfde, den Rückstand zur Pause auf drei Zähler zu verkürzen, blieb der TSV Westerland der Herr im Hause. Besonders beeindruckend: Während das Spiel über weite Strecken hart umkämpft blieb, bewahrten die Sylterinnen einen kühlen Kopf. Dass am Ende ein deutlicher Sechs-Tore-Vorsprung auf der Anzeigetafel stand, war auch der Verdienst einer gnadenlosen Chancenverwertung in den entscheidenden Phasen.
Bemerkenswert war die Disziplin auf dem Parkett: In einer Partie, die von Intensität lebte, gab es keine einzige Hinausstellung oder Disqualifikation. Ein Zeugnis für echten Sportsgeist auf beiden Seiten, auch wenn die Punkte verdientermaßen auf der Insel blieben.
Für die Westerländer Deerns geht die Reise direkt weiter. Am 21. März wartet der TSV Sieverstedt. Nach dem 23:23 im Hinspiel ist hier noch eine Rechnung offen – und wer die aktuelle Form der Sylterinnen sieht, weiß, dass sie nicht hinfahren, um nur die Landschaft zu bewundern.
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