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Grußwort des Kreises Nordfriesland mit „frohen“ Botschaften zum Jahreswechsel

In diesem Sylt News Artikel

Grußwort zum Jahreswechsel 2022/23

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Trotz Krieg, trotz Energiekrise, trotz Corona. Zum Beispiel bringen sich die Jugendlichen in Nordfriesland künftig auf direktem Wege in die Kommunalpolitik auf Kreisebene ein. Sie haben den ersten kreisweiten Kinder- und Jugendbeirat gewählt. Wir sind gespannt auf ihre Anregungen und Ideen.

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 Die Bundesebene zeigt endlich eine Bereitschaft, mehr Geld in die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu investieren. In den letzten vier Jahren haben Kreis und Kommunen 37,5 Millionen Euro für unsere Kliniken in Husum, Niebüll und Wyk auf Föhr aufgewendet. Das kann so nicht weitergehen!

Der Kreis Nordfriesland hat seine Kreisumlage um acht Millionen Euro gesenkt. Dieses Geld können unsere Gemeinden nun für eigene Zwecke ausgeben. Sie erledigen höchst wichtige Aufgaben. Darum achtet der Kreistag darauf, die von ihnen zu zahlende Kreisumlage so niedrig anzusetzen wie möglich.

Die Energiekosten bereiten uns allen Sorgen. Viele Haushalte drohen in Not zu geraten. Auf Beschluss unseres Kreistages wurde vor einigen Wochen ein Faltblatt an alle Haushalte gesandt. Es zeigt, wo es Unterstützungsmöglichkeiten des Bundes gibt. Unser Kreistag hat einen Hilfsfonds von fünf Millionen Euro ins Leben gerufen. Damit will er diejenigen unterstützen, die bei den Bundeshilfen vielleicht durchs Raster fallen. Das ist einmalig in Schleswig-Holstein – vielleicht sogar bundesweit.

Das Land hat in diesem Jahr mit dem Ausbau der B 5 zwischen Husum und Tönning begonnen. Erneut rufen wir: endlich! Die Straße wird um einen dritten Streifen verbreitert. Das erleichtert das Überholen und macht die Strecke insgesamt sicherer.

Ein lange und oft geäußerter Wunsch wurde erfüllt: Die Sitzungen unseres Kreistages können Sie seit diesem Jahr als Video auf der Internetseite www.nordfriesland.de ansehen. Wer sich für die Kommunalpolitik auf Kreisebene interessiert – und das sollte jeder tun –, kann den Diskussionen und Abstimmungen nun im Original folgen, auch wenn er keine Zeit hatte, die öffentlichen Sitzungen persönlich zu besuchen.

Wir danken allen, die als Erhebungsbeauftragte oder als Befragte am Zensus mitgewirkt haben. Alle staatlichen Ebenen sind auf die so gewonnenen statistischen Daten angewiesen, um besser für die Zukunft planen zu können.

Und wenn wir bei den guten Nachrichten sind, wollen wir auch ansprechen, dass wir allen, die den sinnstiftenden Beruf der Erzieherin oder des Erziehers erlernen möchten, ab dem nächsten Jahr einen neuen Ausbildungsgang anbieten können – sogar mit Vergütung, was bei der Erzieherausbildung sonst nicht der Fall ist. Und wir wollen erwähnen, dass wir unserem Ziel immer näher kommen, in Husum einen Studienzweig der Fachhochschule Westküste einzurichten. Gelingt das, bekommt Husum das Flair einer Studentenstadt!

Hoffnung setzen wir ebenfalls in das Projekt „Smarte Grenzregion“, das wir gemeinsam mit dem Kreis Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg durchführen, um die Digitalisierung im Norden voranzubringen. Chancen anderer Art bietet das Projekt „Moin Familie – gemeinsam Kurs aufnehmen“. Es ist in diesem Jahr gestartet und wird vielen Familien bei Problemen in der Kindererziehung helfen. Erkundigen Sie sich bitte bei dem Familienzentrum in Ihrer Region, wann dort entsprechende Kurse beginnen.

Ein besonderer Dank gilt all jenen, die Ukrainerinnen und Ukrainern, die vor dem mit unfassbarer Brutalität geführten Krieg aus ihrem Heimatland zu uns geflüchtet sind, Wohnraum zur Verfügung gestellt oder sie anderweitig unterstützt haben. Beim Gedanken an den Krieg stehen wir alle fassungslos vor diesem Bruch nicht nur des Völkerrechts, sondern aller Werte, die die europäische Zivilisation ausmachen.

Unser tiefempfundener Dank gilt zudem den vielen, vielen Menschen in Nordfriesland, die sich in Vereinen, Verbänden oder auf anderem Wege ehrenamtlich für die Allgemeinheit engagieren. Ob Sie sich für Menschen oder Tiere, für die Natur oder die Kultur einsetzen: Mit Ihrer Arbeit halten Sie unsere Gesellschaft zusammen und machen Nordfriesland erst zu der Heimat, die wir alle lieben. Auch wenn die Zeiten durch den Klimawandel und die Auswirkungen des Krieges härter werden, stehen wir Nordfriesinnen und Nordfriesen zusammen. Gemeinsam sind wir allen Herausforderungen gewachsen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein gutes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2023!

Manfred Uekermann                                                    Florian Lorenzen

Kreispräsident                                                                 Landrat

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