Sylt News
Die Syltfähre: Wenn die Nordsee kurz mal weg ist

Aufgrund des anhaltenden Ostwinds, der das Wasser gerade mit Nachdruck aus dem Wattenmeer schiebt, macht die Syltfähre heute eine kreative Pause zwischen den Tiden. Wer über die dänische Route ausweichen will, sollte sich an den „Ebbe-Plan“ vom Freitag, den 09.01.2026 halten:
| Abfahrt Havneby (Rømø) | Abfahrt List auf Sylt |
| 05:15 Uhr | 06:00 Uhr |
| 06:45 Uhr | 07:30 Uhr |
| 08:30 Uhr | 09:30 Uhr |
| Mittagspause (Niedrigwasser) | Keine Fahrten |
| 14:30 Uhr | 15:30 Uhr |
| 17:30 Uhr | 18:25 Uhr |
Man könnte sagen: Die Fähre wartet einfach höflich, bis die Nordsee wieder zurückkommt. Planen Sie also eine ausgiebige dänische Hotdog-Pause ein, falls Sie die Vormittagsschleife verpassen.
Hindenburgdamm: Kuschelkurs auf Schienen
Auch auf dem Hindenburgdamm wird heute Morgen das Prinzip der „maximalen Platzausnutzung“ zelebriert. Wer den Weg über den Damm antreten wollte, wurde zwischen 7 und 9 Uhr mit einer unfreiwilligen Wartepause in Klanxbüll begrüßt.
- Ausfälle: Die Züge um 07:11 Uhr, 07:41 Uhr und 08:41 Uhr ab Klanxbüll blieben im Depot.
- Lichtblick: Der Zug um 09:11 Uhr traut sich wieder auf die Strecke – allerdings mit einer charmanten Verspätung von etwa 30 Minuten.
Der unschlagbare Vorteil dieser logistischen Zusammenlegung: Wenn die Pendler aus vier ausgefallenen Zügen in einen einzigen gepresst werden, erübrigt sich jede Diskussion über die Heizleistung der Bahn. Man wärmt sich ganz traditionell und liebevoll gegenseitig – ein Hauch von Klassenfahrt-Atmosphäre im Berufsverkehr. Wer also in der Schlange in Klanxbüll steht: Einfach den Nachbarn ein bisschen näher heranziehen, das schont die Nebenkosten und ersetzt die Thermoskanne.
Autozüge ebenfalls betroffen
Zu der ohnehin schon kuscheligen Lage bei den Personenzügen gesellt sich nun auch eine sportliche Herausforderung für alle, die das eigene Blech über den Damm transportieren möchten. Da der Wind heute mit ordentlich „Schmackes“ aus Osten über die Schienen pfeift, wird es vor allem für die Leichtgewichte unter den Fahrzeugen ungemütlich.
Das bedeutet konkret: Wer mit einem leeren Lkw, einem Wohnwagen oder einem hohen Gespann unterwegs ist, hat aktuell eher schlechte Karten auf eine Überfahrt. Ab einer Windgeschwindigkeit von etwa 50 Knoten wird die Angelegenheit auf dem Hindenburgdamm schlichtweg zu gefährlich, da die Angriffsfläche für den Wind bei diesen Fahrzeugtypen zu groß ist. Die Autozüge müssen hier aus Sicherheitsgründen die Reißleine ziehen und lassen leere Auflieger oder Anhänger lieber im sicheren Hafen von Niebüll oder Westerland stehen.
Bevor Sie sich also mit Ihrem Gespann in die Schlange einreihen und riskieren, nach stundenlangem Warten doch nur den Zügen beim Vorbeifahren zuzusehen, empfiehlt sich ein dringender Blick auf die offiziellen Webseiten der Anbieter vor Reiseantritt. Es wäre doch schade, wenn der geplante Wochenendausflug schon vor dem ersten Meter auf dem Damm endet, nur weil Ihr Fahrzeug heute nicht die nötige „Bodenhaftung“ für die steife Brise mitbringt.























































































































