Die schönen Seiten der Marschbahn – Lars Wiggert
Während andere sich über lange Wartezeiten, Verspätungen oder Zugausfälle ärgern, beflügelt der Gedanke an Zugfahrten die Fantasie von Lars Wiggert. Die Ergebnisse die Ergebnisse stellt er in der alten Post in Westerland aus. Landschaften aus der Perspektive des Bahnreisenden Künstlers. Herausgekommen sind Orte, die dem Betrachter, so er denn mit dem Zug anreist, sofort ins Auge springen.
Daniel Günther hat das Vorwort für den Katalog Wiggerts geschrieben. Die Rede ist von “vorbei eilenden Landschaften”. Da hat er aber geschummelt, der Herr Wiggert. Vorbe ieilen und Marschbahn?
Aber Spaß beiseite. Der Sylter, Jahrgang 1966, der seit langem im Hamburger Schanzenviertel wohnt und arbeitet, macht die für viele als langweilig abgestempelte Landschaft entlang der Zugstrecke zwischen Hamburg und Westerland zu einem Hochgenuss.
Die Marschbahn bekommt so eine erstaunliche positive Ausrichtung. Ein Teil seiner Inspiration ist sicherlich auch seiner Jugendzeit auf der Insel geschuldet. Schon mit 12 begann Lars mit dem Angeln in den Sylter Gewässern und lernte die Natur lieben. Später folgte das Pendeln zur weiterführenden Schule nach Niebüll. Ein frühes tägliches Inspizieren seiner zukünftigen Motive, die er nun auf Sylt ausstellt.
Seine Arbeiten können noch bis zum 27. Dezember in der Stadtgalerie ALTE POST, von Montag bis Freitag von 11-13 Uhr und von 15-18 Uhr Samstag von 10-14 Uhr bewundert werden.

Lars Wiggert
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