Bahnhofs-Chaos in Keitum – Selbst Usain Bolt würde diesen Sprint nicht schaffen!
Als Pendler hat man so seine Strategien, um dem miesen Wetter zu entfliehen. Denn speziell auf Sylt kann sich das Wetter in Minuten ändern. Die einen verschanzen sich in den überdachten kleinen Bereichen, um nicht vom seitlich kommenden Regen durchweicht zu werden. Die anderen sitzen in ihren Autos, um dann blitzschnell zum Gleis zu laufen und den ankommenden Zug zu erwischen.
In Westerland ist es ohnehin kein Problem. Der Zug steht meist schon da, wenn die Pendler von der Arbeit kommen. In Morsum gibt es durch das Bahnhofsgebäude einen Windschutz und auch Aufenthaltsbereiche, die bei den vorrangigen Windbedingungen Schutz bieten. Wer clever ist, das nötige Kleingeld investiert und einen Parkplatz findet, der kann bis zum Eintreffen des Zuges im Auto sitzen bleiben. Mit ein paar Schritten ist der Zug nach Hause einfach zu erreichen.
Bahnhofs-Chaos in Keitum – Verspätungen mit über 80%er Wahrscheinlichkeit
Das war bisher in Keitum auch so. Seit Jahrzehnten. Der Keitumer Bahnhof ist zugig. Und damit ist nicht der routinemäßige Sturm der durchrasenden Autozüge gemeint, sondern der exponierte und nicht windgeschützte Standort. Zum Glück gab es die kleinen Glashäuser, in denen man Schutz suchen konnte, wenn es Richtung Festland geht. Auch hier saßen viele Handwerker bis kurz vor Einfahren der Regionalzüge in den Transportern und warteten. Ja, sie saßen, denn nun hat die Bahn entschieden die Gleise zu tauschen. Ankommende Züge kommen nun nicht mehr auf dem Gleis an, an dem das Bahnhofsgebäude steht, sondern auf Gleis 2, während sich die Pendler nun an Gleis 1 stellen müssen.
Dies schmeckt den wenigsten, denn es bedeutet: Im Auto warten ist keine Option, denn statt die Treppe hinauf auf das Gleis, führt der Weg unter den Gleisen durch die Unterführung. Selbst für sprintstarke Azubis kaum machbar. Das alles wäre nicht schlimm, wenn die Züge nicht mit ihrer Quote von über 80% verspätet wären. So kann es sein, dass man pünktlich am Gleis steht, doch dann kommt die beinahe übliche Durchsage: Fünf oder zehn Minuten könne man schon mal warten.
Bahnhofs-Chaos in Keitum – Kein Windschutz
Und Murphys Law hat hier natürlich auch etwas zu melden. Denn zockt man und kalkuliert die ein bis zehn Minuten Verspätung ein, kommt der Zug auf die Minute genau. Was bleibt?
Handwerker, die einen harten Arbeitstag hinter sich haben, stehen nun in Richtung Südwest, der vorrangigen Windrichtung auf Sylt und können nur hoffen, dass der Regen ausbleibt. Regen- oder gar Windschutz befinden sich auf Gleis 1 nicht wirklich.
Als Grund werden Optimierungen angegeben. Die Freude über die erhöhte Frequenz der Züge durch Umstellung auf „Sommerfahrplan“ und die neuen Waggons wird dadurch erheblich getrübt.
Mehr aus Sylt News alle Beiträge

Erntedank in St. Nicolai: Familiengottesdienst am 4. Oktober
Die Kirchengemeinde Westerland feiert am Sonntag, 4. Oktober, um 11:15 Uhr Erntedank mit einem …

Surf & Sound am Brandenburger Strand: EVERSO spielt beim Windsurf World Cup
Am Freitag, 2. Oktober, spielt die Coverband EVERSO im Eventzelt am Brandenburger Strand, dazwischen legt ein DJ …

Die blau-weißen Kisten im Wind – am Bahnhof Westerland
Sylt hat eine neue Attraktion. Sie steht direkt vor dem Bahnhof, ist fünffach vorhanden, strahlend blau und hat …

Galerie am Meer: Marion Ute Rosenow bringt Farbe an die Promenade
Vom 1. bis 15. Oktober stellt die Künstlerin aus Mülheim an der Ruhr ihre abstrakten Arbeiten in Westerland aus.

