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Team Sylt Herren: Die Show geht weiter – auch im Regen

Team Sylt Show 8 Tore
Foto: Redaktion
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Freitagabend, Flutlicht, Regen: Die Bedingungen im Sportzentrum Sylt-Ost luden eher zum Sofa ein. 80 Zuschauer kamen trotzdem und sahen elf Tore. Team Sylt besiegte die SG Leck/Achtrup/Ladelund III mit 8:3 und steht nach sechs Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz. Jakub Michal Starzak traf viermal, Nevio Rosowski und Stephani Jean Fabrice Randrianaridor je zweimal.

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Die erste große Chance hatte, wenig überraschend, Starzak. In der 7. Minute schoss sich der Sylter Haaland warm, nach 22 Minuten tat es ihm Nevio Rosowski gleich. Ein Treffer fiel noch nicht.

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Team Sylt - Die Show geht weiter 8:3 gegen überforderte Gäste vom Festland

In der 33. Minute legte Starzak dann einfach den Turbo ein und traf zum 1:0. Das 2:0 vier Minuten später schaute sich der Torwart der Gäste eher an, als dass er versuchte, an den Ball zu kommen: Starzaks Schuss aus rund 20 Metern wurde leicht abgefälscht und landete im Netz.

Dem 3:0 in der 43. Minute ging ein schöner Pass in die Tiefe voraus. Stephani Jean Fabrice Randrianaridor belohnte sich damit für ein starkes Spiel. Der extrem schnelle Sylter hatte bis zu dieser Szene beim Abschluss Pech gehabt.

Eine Minute später folgte das 4:0, und zwar in Slapstick-Manier. Rosowski schlug den Ball aus rund 60 Metern, also noch aus der eigenen Hälfte, etwas zu lang nach vorn. Der Gästetorwart säbelte darüber, und der Ball kullerte ins Tor. Gemessen wurden dabei etwa 12 Stundenkilometer, das entspricht dem Tempo eines gemütlichen Joggers.

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Die erste Halbzeit gehörte klar den Syltern, nach der Videoauswertung standen 14 Torschüsse zwei der Gäste gegenüber. Mit Starzak, Rosowski und Amir Hassein Ahmadi stellt Team Sylt die wohl beste Offensive der Liga: 36 Treffer nach sechs Spielen sind Bestwert.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Leck in der 47. Minute: Lennis Martensens Bogenlampe senkte sich in den Winkel, 4:1. Danach kehrte erst einmal Ruhe ein, und es entwickelte sich ein Spiel auf Kreisklassenniveau. Wie schon in Viöl brauchte die Mannschaft nach der Pause Anlaufzeit.

In der 57. Minute nahm Rosowski den Ball perfekt an und traf zum 5:1. Damit war das Spiel entschieden, auch wenn die Gäste postwendend antworteten: Patrick Schledensky stellte eine Minute später auf 5:2.

Das 6:2 in der 61. Minute war wieder schön herausgespielt, am Ende stand Starzak allein vor dem Torwart und traf. Vier Minuten später folgte das schönste Tor des Abends. Florian Martin Krah schlug einen 50-Meter-Pass, Randrianaridor nahm den Ball im Lauf mit und überlief die Abwehr zum 7:2. Pass und Ballannahme hatten mit der Kreisklasse wenig zu tun. Die Gäste wirkten zu diesem Zeitpunkt allerdings gedanklich auch schon mit einem Bein in der Marschbahn.

Vorne hui, hinten pfui: Das dritte Gegentor in der 70. Minute zeigte die Probleme in der Sylter Abwehr deutlich. Bei der Hereingabe stand Abdessamad Jardouge allein drei Gegenspielern gegenüber, und Kevin Glaewe musste vor Marco Krah nur noch einschieben. Auf das Ergebnis hatte das keinen Einfluss. Die Reaktion von Trainer Rüdiger Mikolassek dürfte trotzdem noch in List zu hören gewesen sein.

Gegen Leck reichte die Feuerkraft der Offensive, um solche Lücken zu überdecken. Gegen stärkere Gegner sieht das anders aus: Arlewatt kam in Keitum auf sechs Tore, das 7:6 fiel erst in der Nachspielzeit. Mikolasseks Devise, immer ein Tor mehr zu schießen als der Gegner, geht nicht in jedem Spiel auf. 16 Gegentore nach sechs Spielen sind für eine Mannschaft auf Rang zwei viel, nur beim 10:0 in Viöl blieb Team Sylt ohne Gegentreffer. Der punktgleiche FSV Wyk-Föhr II hat in ebenso vielen Spielen sechs Tore kassiert. Soll es für die Spitze reichen, muss in der Defensive gearbeitet werden.

Den Schlusspunkt setzten Rosowski und Starzak im Duett, in der 81. Minute traf Starzak zum 8:3. Zwei Gelbe Karten auf jeder Seite zeigen, dass die Partie trotz des Ergebnisses fair blieb.

Mit seinem vierten Treffer des Abends übernahm der Nordfriesen-Haaland die Spitze der Torschützenliste. 16 Tore stehen dort für Starzak zu Buche, zwei mehr als für Benedict Müller vom SV Klintum. Dafür brauchte Starzak gerade einmal vier Spiele.

In der Tabelle liegt Team Sylt mit 15 Punkten aus sechs Spielen auf Rang zwei, punktgleich mit dem FSV Wyk-Föhr II und der SZ Arlewatt III. Mit 36:16 Toren hat Sylt die beste Tordifferenz der Liga (+20). Spitzenreiter SV Klintum hat 18 Punkte, aber auch ein Spiel mehr bestritten.

Am kommenden Freitag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr empfängt Team Sylt im Sportzentrum Sylt-Ost die SV Klintum II. Die Neuner-Mannschaft ist Tabellenletzter und wartet nach sechs Spielen noch auf ihren ersten Punkt.

Die Zahlen: 24 Schüsse, acht Tore

Bis zur Pause hatte Leck ganze zwei Abschlüsse, Sylt vierzehn. Acht davon brauchte die Mannschaft allein bis zum 1:0. Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild: Leck kam auf acht Schüsse und machte daraus drei Tore, während die Sylter Foulzahl von drei auf acht stieg. Am Ende war jeder dritte Sylter Schuss drin.

Team SyltSG Leck III
Tore83
Torschüsse 1. Halbzeit142
Torschüsse 2. Halbzeit108
Torschüsse gesamt2410
Ecken43
Fouls1113
Einwürfe1621
Abstöße814
Gelbe Karten22

Schüsse, Ecken, Fouls, Einwürfe und Abstöße per Videoanalyse (Veo) erhoben.

Tore: 1:0 Starzak (33.), 2:0 Starzak (37.), 3:0 Randrianaridor (43.), 4:0 Rosowski (44.), 4:1 Martensen (47.), 5:1 Rosowski (57.), 5:2 Schledensky (58.), 6:2 Starzak (61.), 7:2 Randrianaridor (65.), 7:3 Glaewe (70.), 8:3 Starzak (81.)

Team Sylt: M. Krah (TW) – R. Ahmadi, Schnack (C), Köhn, F. M. Krah, Randrianaridor, Jardouge, Starzak, A. H. Ahmadi, Rosowski, Schneider (51. Tesheme). Bank: Clausen (TW), Lwow. Trainer: Rüdiger Mikolassek.

SG Leck/Achtrup/Ladelund III: Gatzsch (TW) – Glaewe, Tödter, Richardsen (C) (60. Izdebski), Dombrowski, Schulz, Schilling, M. Andresen (51. T. Hansen), Schledensky, C. Petersen, Martensen (63. R.-N. Andresen). Trainer: Simon Dombrowski.

Gelbe Karten: Team Sylt 2 (38., 47.), Leck 2 (54., 62.). Zuschauer: 80.

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