Im Spitzenspiel gegen den FC Wiesharde haben die Sylterinnen ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt — am Ende stand ein hochverdientes 6:1, das vor allem eines war: ein Sieg der Geschlossenheit.
Der Start verlief noch holprig. In der 13. Minute schlug Wiesharde wie aus dem Nichts zu und ging mit 1:0 in Führung. Doch die Antwort der Sylterinnen ließ nicht lange auf sich warten — Thia Marielle Jacobsen machte ein unglaublich gutes Spiel. In der 17. Minute tankte sie sich mit purer Wucht durch die Wieshardener Abwehrreihe und stellte auf 1:1. Nur eine Minute später folgte der nächste Glanzmoment: Enny Berlin mit einem sehenswerten Solo zum 1:2 (18.).
In der 23. Minute schlug Jacobsen erneut zu — einen Abpraller verwandelte sie souverän zum 1:3. Den vorläufigen Höhepunkt der ersten Halbzeit setzte Maria Nima Zamfir in der 29. Minute: ein unnachahmliches Solo von der Mittellinie, am Ende stand das 1:4.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur drei Minuten bis zur endgültigen Entscheidung. Wieder war es Jacobsen, die sich mit Wucht durchsetzte und auf 1:5 stellte. Ihre starke Leistung krönte sie in der 49. Minute mit einem Gewaltschuss aus der zweiten Reihe zum 6:1-Endstand.
Fairerweise muss man sagen: Es hätte auch anders ausgehen können. Auch der FC Wiesharde hatte seine Chancen, traf gleich mehrfach Latte und Pfosten und ließ erkennen, warum dieses Duell als Spitzenspiel angekündigt war. Beide Teams gingen ohne ihre Stammbesetzung in die Partie — auf Wieshardener Seite fehlte unter anderem eine etatmäßige Torfrau, auf Sylter Seite unter anderem Topscorerin Emilia Otto.
Umso höher ist die Sylter Leistung einzuordnen. Mit nur einer einzigen Ergänzungsspielerin auf der Bank wurde aus der Not eine Tugend gemacht. Besonders erwähnenswert: Lana Borowicz und Savanna Wahedi haben sich die Position im Tor geteilt und sich damit voll und ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt — eine Geste, die viel über den Geist dieser Truppe verrät.
Die Bilanz spricht für sich: 107:8 Tore, 36 Punkte. Die Tabellenführung ist eindrucksvoll bestätigt. Doch das Wichtigste an diesem Tag war nicht die Statistik, sondern die Botschaft: Fußball ist ein Mannschaftssport. Jede hat für jede gekämpft — und genau deshalb war dieser Sieg möglich.
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